Berlin:

Ministerin Zypries geht gegen Korruption und Wirtschaftskriminalität bei öffentlichen Aufträgen vor

Heute hat das Kabinett den von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries vorgelegten
„Gesetzentwurf zur Einführung eines Wettbewerbsregisters“ (PDF: 254 KB) beschlossen. Damit tragen
wir effektiv zur Bekämpfung von Korruption und Wirtschaftskriminalität bei.
Zypries: „Ehrliche Arbeit muss sich lohnen. Unternehmen, die bestechen, Steuern hinterziehen, den
gesetzlichen Mindestlohn unterlaufen oder Terrorismus finanzieren, sollen dagegen nicht von
öffentlichen Aufträgen und damit Steuergeldern profitieren. Bislang ist es für öffentliche
Auftraggeber schwer nachzuprüfen, ob es bei einem Unternehmen zu Straftaten gekommen ist. Mit dem
neuen Register geht das in Zukunft schnell und unkompliziert. Damit schließen wir die „schwarzen
Schafe“ aus und schützen so die weit überwiegende Zahl der Unternehmen, die sich an die Regeln
halten.“


Das Vergaberecht regelt den Ausschluss solcher Unternehmen bereits heute. In den bislang in einigen
Bundesländern existierenden Registern werden aber nur Rechtsverstöße eingetragen, die im jeweiligen
Land bekannt werden. Die neue zentrale Datenbank, die beim Bundeskartellamt geführt wird, erfasst
betroffene Unternehmen bundesweit. Eingetragen werden rechtskräftige Verurteilungen oder
bestandskräftige Bußgeldentscheidungen, v.a. wegen Bestechung, Terrorismusfinanzierung, Geldwäsche
und Betrug zu Lasten öffentlicher Haushalte, Vorenthalten von Sozialabgaben und Steuerhinterziehung
sowie Verstößen gegen das Mindestlohngesetz.
Die Staatsanwaltschaften und andere Behörden werden zur elektronischen Mitteilung von Informationen
über solche Rechtsverstöße verpflichtet. Öffentliche Auftraggeber, wie z.B. Städte und Gemeinden,
Landesbehörden oder Bundesministerien, sind ab Erreichen bestimmter Wertgrenzen verpflichtet, das
Register elektronisch abzufragen. Nach drei bis fünf Jahren werden die Eintragungen wieder
gelöscht. Im Register eingetragene Unternehmen haben die Möglichkeit, eine Löschung aus dem
Register zu erreichen, wenn sie sich wieder als zuverlässig erweisen. Dazu müssen sie personelle
und organisatorische Maßnahmen treffen, die weitere Rechtsverstöße wirksam verhindern.
Den Gesetzentwurf können Sie hier (PDF: 254 KB) abrufen

http://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2017/20170329-zypries-gegen-korruption-und-wirtschaftskriminalitaet.html

Quelle:bmwi.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.