Berlin:

Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Flachsbarth für freiwillige Vereinbarungen für mehr Tierwohl
Tierwohl entscheidet sich an der Ladentheke

In ihrem Grußwort anlässlich der KTBL-Tage 2015 unter dem Leitthema „Herausforderung Tierwohl“ verwies die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Dr. Maria Flachsbarth auf die hohe politische Priorität, die Tierschutz und Tierwohl in der Nutztierhaltung für das BMEL haben. Für kaum einen anderen Bereich der Landwirtschaft interessieren sich so viele Menschen. Das gilt nicht nur für die Tierhalter und alle anderen, die beruflich mit Nutztieren zu tun haben, sondern auch für Verbraucherinnen und Verbraucher.

Diese gesellschaftliche Relevanz von Tierschutz und Tierwohl war auch einer der Gründe für die BMEL-Initiative „Eine Frage der Haltung – Neue Wege für mehr Tierwohl“. Ziel der Initiative ist es, innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens echte Verbesserungen für die Tiere zu erzielen, ohne die Wirtschaftlichkeit der Nutztierhaltung aus den Augen zu verlieren. Die BMEL-Initiative nimmt ganz ausdrücklich auch die Interessen der Tierhalter in den Focus. „Wir müssen auch die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Nutztierhalter im Blick behalten, denn es wäre weder den Tieren, noch den Verbrauchern gedient, wenn sich die Nutztierhaltung in andere Länder verlagern würde“, betonte die Parlamentarische Staatssekretärin.

pferde

Einige der Maßnahmen erfordern das Handeln des Verordnungsgebers, wie das Prüf- und Zulassungsverfahren für serienmäßig hergestellte Stalleinrichtungen. Hierzu wird das BMEL noch in diesem Halbjahr eine Rechtsverordnung vorlegen. In anderen wichtigen Bereichen, wie z.B. hinsichtlich des Ausstiegs aus nicht-kurativen Eingriffen bei Nutztieren, setzt das BMEL auf die Eigeninitiative der Wirtschaft. Unter dem Leitprinzip der „verbindlichen Freiwilligkeit“ soll die Wirtschaft zunächst die Chance haben, selber konkrete Fortschritte zu vereinbaren. Sofern das nicht zum erwünschten Erfolg führt, sind auch gesetzliche Maßnahmen möglich.

Tierschutz endet aber nicht vor der eigenen Haustür. Sowohl im Sinne der Tiere als auch der Wettbewerbsgleichheit ist es wichtig, den Tierschutz auch auf europäischer Ebene und darüber hinaus voranzubringen. Deutschland hat hier seine Kräfte mit Dänemark und den Niederlanden gebündelt und bereits eine Erklärung für mehr Tierschutz in Europa verabschiedet. Weitere Initiativen sind in der Vorbereitung.

Das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. hat sich anlässlich der KTBL-Tage 2015 am ersten Tag der „Herausforderung Tierwohl“ gestellt und am zweiten Tag „Ökonomische Aspekte und Strategien“ beleuchtet. Damit trifft das KTBL genau ins Zentrum der gegenwärtigen gesellschaftlichen und agrarpolitischen Debatte.

Das KTBL ist als eingetragener Verein eine neutrale Einrichtung, deren Kernaufgabe der Wissenstransfer ist. Unter Einbindung ehrenamtlich Tätiger bereitet das KTBL das Wissen aus Forschung, Entwicklung, Beratung und Praxis auf und stellt es den unterschiedlichen Zielgruppen zur Verfügung. Die Kurzfassungen der Vorträge sowie die gezeigten Präsentationen zu den KTBL-Tagen 2015 können beim KTBL abgerufen werden. https://www.ktbl.de/inhalte/ausgewaehlte-projekte/ktbl-tage-2015/

Quelle:bmel.bund.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.