Berlin:
Windenergie ist Rückrat der Energiewende
Altmaier eröffnet Messe Husum WindEnergy 2012

Bundesumweltminister Peter Altmaier hat die Rolle der Windenergie für das Gelingen der Energiewende in Deutschland betont. „In Deutschland ist die Windenergie das Rückgrat der Energiewende. Sie liefert den größten Anteil des erneuerbaren Stroms und sie liefert ihn zu vergleichweise günstigen Kosten. Weltweit wächst die Branche dynamisch und ihre technologische Entwicklung ist rasant“, sagte der Bundesumweltminister zur Messe Husum WindEnergy, der weltweit bedeutendsten Messe der Branche.

 

Innerhalb von nur vier Jahren hat sich die weltweite Kapazität zur Erzeugung von Windstrom verdoppelt. In Deutschland wurden im letzten Jahr fast 50 Milliarden Kilowatt­stunden Windstrom in die Netze eingespeist. Das entspricht einem Anteil von über acht Prozent an der gesamten deutschen Stromerzeugung. Bei der Windenergie an Land ist eine Verstetigung des Ausbaus im ersten Halbjahr 2012 zu verzeichnen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für eine kalkulierbare und nachhaltige Entwicklung. Altmaier bekräftigte, dass die Windenergie bis zum Jahr 2050 rund die Hälfte der deutschen Stromversorgung decken soll.

Der Offshore-Windenergie bescheinigte Altmaier „gewaltige Zukunftspotenziale“, ins­besondere angesichts der ersten Erfahrungen mit dem Testwindpark alpha ventus. „Die Auslastung liegt um mehr als ein Drittel über den ursprünglichen Erwartungen. Das eine unerwartete Zuverlässigkeit und Kontinuität der Stromerzeugung, beinahe schon grundlastfähig“, so Altmaier.

Wesentliches Hemmnis für den weiteren Ausbau der Windstromerzeugung auf dem Meer stellen derzeit verzögerte Netzanschlüsse und die damit einhergehenden Verunsicherungen im Markt dar. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung im August dieses Jahres eine Regelung zur Entschädigung vorgelegt für den Fall, dass der Anschluss von Windparks unterbrochen wird oder sich verzögert. Das Inkrafttreten der Regelung ist für den 1. Januar 2013 geplant. Daneben ist die Einführung eines verbindlichen Offshore-Netzentwicklungsplans vorgesehen, durch den eine kohärente und effiziente Netzausbauplanung erreicht wird. „Die Bundesregierung hat ihre Hausaufgaben gemacht. Jetzt sind die Übertragungsnetzbetreiber gefordert, ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen“, betonte Altmaier.

Der Bundesumweltminister bekräftigte die Notwendigkeit, für den weiteren dynamischen Ausbau der Windenergie nachhaltige und verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Er sprach sich für mehr Koordination zwischen dem Bund und den Ländern sowie vor allem zwischen dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Netze aus. „Wir müssen Rücksicht nehmen auf das, was an Strommengen transportabel ist, wir brauchen eine einzige große Energiewende und nicht 16 kleine, und vor allem: wir müssen die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen und besser einbinden. Die breite Zustimmung zur Energiewende eröffnet uns eine Riesenchance. Die Energiewende ist das große Projekt unserer Generation, vergleichbar mit dem Wiederaufbau nach dem Kriege“, sagte Altmaier.

Quelle:  bmu.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.