München:

Fischotter-Entnahmekulissen in Oberfranken und der Oberpfalz

Aiwanger: „Entnahmen von Fischottern sind dringend nötig. Nur so können wir die Schäden in der bayerischen Teichwirtschaft in Grenzen halten. Ab sofort können die Teichwirte Anträge bei den Naturschutzbehörden stellen“

In zwei bayerischen Regierungsbezirken gibt es nun Gebiete, in denen Entnahmen von Fischottern möglich werden. Die entsprechenden Gebietskulissen haben die Regierungen von Oberfranken und der Oberpfalz durch Allgemeinverfügungen ausgewiesen. Darin ist festgelegt, wie viele Exemplare pro Jahr entnommen werden dürfen.

Bayerns Jagdminister Hubert Aiwanger kommentiert: „Entnahmen von Fischottern sind dringend nötig. Mit dieser Lösung können wir endlich große Schäden von der bayerischen Teichwirtschaft abwenden. Viele Teichwirte haben in den letzten Jahren wegen der Otterschäden die Teichwirtschaft beendet, wodurch die Teiche verlanden und auch als Ökosysteme verlorengehen – ganz abgesehen für die heimische Lebensmittelwirtschaft und Gastronomie, die dann mit Meeresfrüchten aus dem Import statt mit dem heimischen Fisch arbeitet. Zusätzlich erhoffe ich mir von der Reduzierung der Otter auch Entlastungen in natürlichen Gewässerökosystemen. Otter sind insbesondere auch eine Bedrohung für autochthone Bachforellenbestände, den Huchen, Wasservögel oder Muschelvorkommen, die vom Otter mittlerweile gebietsweise schon vernichtet sind. Die Entscheidungen der Regierungen von Oberfranken und der Oberpfalz sind daher sehr zu begrüßen – auch aus Sicht des Artenschutzes. Eine schnelle Umsetzung ist jetzt wichtig. Ich appelliere an die Jäger, die betroffenen Teichwirte zu unterstützen und die genehmigten Entnahmen in die Hand zu nehmen.“ ie bayerischen Regierungen waren angewiesen, bis Mitte Februar 2024 entsprechende Entnahmekulissen für Fischotter festzulegen. Mit Oberfranken und der Oberpfalz sind jetzt die ersten beiden bayerischen Bezirke diesen Schritt gegangen, Niederbayern und Oberbayern sollen demnächst folgen. Minister Aiwanger ist überzeugt, dass Entnahme die Akzeptanz für das Vorkommen des Otters und damit der Art selbst nutzen. Aiwanger: „Wir haben zum Beispiel auch beim Biber gesehen, dass die hitzige Diskussion um ein Management schnell heruntergekocht wurde, als die ersten Entnahmen möglich waren. Ich baue darauf, dass die Naturschutzverbände diesen ausgewogenen Weg mittragen und zum Wohle der Teichwirtschaft von langwierigen gerichtlichen Streitigkeiten absehen“. Der in Bayern einst fast ausgerottete, streng geschützte Fischotter hat den Freistaat seit einigen Jahrzehnten von Osten her erfolgreich wieder besiedelt. Eine Studie, die beim Landesfischereitag 2024 vorgestellt wurde, kommt auf rund 1.500 Fischotter, die sich auf knapp 50 Prozent der Landesfläche verteilen. Die Zunahme der Fischotter drückt sich auch in den gemeldeten Schäden an Zuchtfischen aus. Diese belaufen sich nach letztem Stand (2022) auf über zwei Millionen Euro, wovon der Freistaat fast 1,7 Millionen ausgleichen konnte. Die Summen haben sich seit 2016 ungefähr verachtfacht.   Für fischereiwirtschaftlich genutzte Teichanlagen innerhalb der Gebietskulissen Oberfrankens und der Oberpfalz können ab sofort Anträge zur Otterentnahme bei den unteren Naturschutzbehörden gestellt werden. Das Jagdministerium hat die rechtlichen Grundlagen für das „Wie“ einer Fischotter-Entnahme so flexibel wie möglich gestaltet. Neben einer ganzjährigen Erlegung der Jungtiere mit der Schusswaffe auch unter Zuhilfenahme von Nachtsichttechnik, ist der Fang mit Lebendfallen möglich. Dem Muttertierschutz wird über einen verpflichtenden Fallenmelder und Einschränkungen beim Gewicht der erlegbaren Tiere Rechnung getragen.

Quelle:stmwi.bayern.de

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Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.