München – Mosthennig:

Energieminister Hubert Aiwanger im Gespräch mit der Kaminkehrerinnung

Aiwanger: „Die drastische Senkung des Feinstaub-Grenzwerts um mehr als 90 Prozent ist unrealistisch und muss verhindert werden“ Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger diskutiert mit Vertretern der Kaminkehrerinnung Niederbayern.

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Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger tauschte sich mit dem Landesinnungsmeister der Kaminkehrerinnung Niederbayern, Heinz Nether, über das Heizungsgesetz und die geplanten neuen Regelungen aus. Bezüglich Wärmepumpen erfuhr Aiwanger, dass hier oftmals Fehler im Betrieb gemacht werden. „Wenn die Technik nicht ordentlich eingestellt ist, wird unnötig viel Strom verbraucht. Die Bürger sehen das dann auf ihrer Stromrechnung. Es ist entscheidend, dass die Kaminkehrer hier ihre Expertise einbringen, um eine vernünftige Wartung und Überprüfung sicherzustellen.“      Ein weiteres Thema, das Aiwanger und Nether diskutierten, war die geplante EU-Regelung zur Absenkung der Feinstaub-Grenzwerte für Biomassekessel. Aiwanger äußerte seine Bedenken: „Die drastische Senkung des Feinstaub-Grenzwerts um mehr als 90 Prozent ist unrealistisch und wird die Bürger und Unternehmen enorm belasten. Das muss verhindert werden. Für kleine und mittelgroße Anlagen sind die Filtertechnologien keine Option, da sie zu teuer sind. Das gefährdet unsere dezentrale, nachhaltige Energieversorgung im ländlichen Raum. Wir setzen uns mit Nachdruck dafür ein, dass in Berlin und Brüssel praxisnahe Lösungen gefunden werden.“ Der Entwurf der EU-Kommission sieht vor, den Feinstaub-Grenzwert für automatisch befüllte Biomassekessel von 40 mg/m³ auf 3 mg/m³ zu senken. Diese drastische Reduktion erfordert den Einsatz hochentwickelter Filtertechnologie, die für kleinere und mittelgroße Anlagen sehr kostenintensiv ist.     Auch die geplante Pflicht zur Verbrennungsregelung für Einzelöfen stößt auf Kritik. Diese Regelung würde einen Stromanschluss erforderlich machen und somit die Autarkie vieler Öfen, die ohne Stromnetz auskommen, aufheben. Weniger als fünf Prozent der auf dem Markt befindlichen Einzelöfen sind derzeit mit dieser Technologie ausgestattet, was im Falle einer Verabschiedung der Verordnung bis Mitte 2025 einen enormen organisatorischen und zeitlichen Aufwand nach sich ziehen würde.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.