München:

Ergebnisse des Projekts „New European Bauhaus (NEB) Living Lab Energie“ stellen die Akzeptanz der Energiewende in den Vordergrund Gotthardt: „Die Energiewende lässt sich nicht allein finanziell und technisch lösen. Sie ist auch eine große ästhetische und kulturelle Aufgabe“ Dr. Kilian Steiner, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei bayern design (links), und Dr. Henning Berthold, Leiter Kreativwirtschaft bei Bayern Innovativ (rechts), überreichen Staatssekretär Tobias Gotthardt das Manifest

Im Auftrag des bayerischen Wirtschaftsministeriums hat sich ein interdisziplinäres Team mit der Frage befasst, wie der Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort mehr Zuspruch erhalten kann. Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt betont die Bedeutung des Projekts: „Die Energiewende lässt sich nicht allein finanziell und technisch lösen. Sie ist auch eine große ästhetische und kulturelle Aufgabe. Die Struktur der Energieproduktion verändert sich, sie wird dezentraler und sichtbarer. Landschafts- und Stadtbilder verändern sich. Je anschaulicher Bürgerinnen und Bürger informiert werden und je besser neue Energieanlagen mit der Landschaft harmonieren, desto schneller kommt die Energiewende voran.“ Um der Frage nachzugehen, wie sich durch neue Gestaltungsansätze die gesellschaftliche Akzeptanz gerade für Windkraft und Flächen-Photovoltaik steigern lässt, wurde das New European Bauhaus (NEB) Living Lab Energie aufgesetzt. Acht Wochen lang arbeitete das Laborteam intensiv an dieser Fragestellung. Auf der Abschlussveranstaltung präsentierten die Experten aus Energieforschung und -wirtschaft, Landschaftsarchitektur, Design und Medienkunst ihre Ergebnisse. Ihr Ansatz setzt auf eine bessere Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit den Zielen der Energiewende und auf eine ästhetische Gestaltung der technischen Lösungen. Wichtig sei dabei ein intensiver sowie innovativ gestalteter Informations- und Diskussionsprozess zwischen allen Beteiligten. „Ein konkreter erster Schritt könnten sogenannte Energie-Cubes sein. Als mobile Erfahrungsräume können sie in ganz Bayern eingesetzt werden und bieten den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich interaktiv mit der Energiewende zu beschäftigen und dazu in den Austausch zu treten erläuterte Daniela Wohlschlager, Wissenschaftlerin an der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) und Sprecherin des NEB-Laborteams. Weitere Ideen sind Aktivitäten wie Festivals, Land-Art Konzepte, Energie-Landesschauen und Wettbewerbe. Bürgerinnen und Bürger sollen die Funktionen und Auswirkungen der Energiewende vor Ort erleben können. Hierfür eignen sich beispielsweise Simulationsmodelle, bei denen man interaktiv Planung und Bau von Energieprojekten erleben kann.    „Die erarbeiteten Ideen zeigen uns, wie wir die Akzeptanz für den Ausbau erneuerbarer Energien künftig noch besser angehen können. Mit unseren Bayerischen Energietagen sind wir auf dem richtigen Weg. Das Laborteam hat uns für die Fortführung nochmals innovative Impulse mitgegeben. Vom 21. bis 29. September zeigen zahlreiche Akteure in Bayern, wie sie vor Ort die Energiewende voranbringen und machen das Thema greifbar bewertet Staatssekretär Tobias Gotthardt die Ergebnisse.    Weiteres zum NEB Living Lab   Das Labor greift die NEB-Initiative der Europäischen Kommission zur Umsetzung des European Green Deal auf. Deren Kern ist die Schaffung einer neuen Einheit von Kultur und Technik bei der Bewältigung der großen Transformationsaufgaben unserer Zeit. Zur Anwendung kommen dabei die Denk- und Arbeitsweisen der Kultur- und Kreativwirtschaft. Das NEB Living Lab wurde koordiniert durch Bayern Innovativ und bayern design.   Die Abschlussveranstaltung fand im Rahmen des NEB-Festivals 2024 statt und beleuchtet im Rahmen einer Podiumsdiskussion neben dem NEB Living Lab auch das Münchener NEB-Leuchtturmprojekt Creating NEBourhoods Together sowie die NEB-Initiative selbst. Die Ergebnisse sind zusammengefasst in einem Manifest und auf der Website von Bayern Kreativ zu finden.

Quelle: stmwi.bayern.de

Von redaktion