Berlin –  Brüssel:

Erfolg für den Klimaschutz: Neue Vorgaben für fluorierte Treibhausgase

Neue EU-weite F-Gas-Verordnung verabschiedet

Der Rat der Europäischen Union hat heute der neuen F-Gas-Verordnung
zugestimmt. Damit wird die Verfügbarkeit von besonders klimaschädlichen
teilfluorierten Kohlenwasserstoffen (HFKW) in der EU zunächst stark
reduziert und bis 2050 sogar vollständig eingestellt. HFKW werden heute
noch vor allem als Kältemittel eingesetzt. Zudem greifen nun schrittweise
neue und verschärfte Regeln beim Inverkehrbringen neuer Erzeugnisse wie
Kühlschränke, Klimaanlagen und Wärmepumpen mit klimaschädlichen
F-Gasen. In den Verhandlungen zur neuen F-Gas-Verordnung hatte sich die
Bundesregierung erfolgreich für ambitionierte Regelungen eingesetzt.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Die neue F-Gas-Verordnung wird
einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Verordnung ist ein
klares Signal an den Markt, dass Produkte mit klimaschädlichen F-Gasen
mittelfristig in der EU keine Zukunft mehr haben. Wo bereits klima- und
umweltfreundliche Alternativen auf dem Markt verfügbar sind, werden diese
nach Übergangsfristen künftig zum Standard. Gleichzeitig wird es dort
Ausnahmen und Flexibilitäten geben, wo der Umstieg noch nicht möglich
ist. Gerade deutsche Hersteller sind Vorreiter in der Entwicklung
F-Gas-freier Produkte und werden von den neuen Vorgaben profitieren.“

Die neue F-Gas-Verordnung wird die Verfügbarkeit von klimaschädlichen
teilfluorierten Kohlenwasserstoffen (HFKW) auf dem EU-Markt noch einmal
deutlich beschränken. Hierdurch wird der Preis für HFKW steigen und ein
Anreiz zum Umstieg auf bereits verfügbare klima- und umweltfreundliche
Alternativen geschaffen. Bis 2050 wird die EU sogar ganz aus dem Verbrauch
von quotierten HFKW aussteigen und nimmt damit international eine
Vorreiterrolle ein.

Ergänzend wird die neue F-Gas-Verordnung das Inverkehrbringen von neuen
Produkten mit besonders klimaschädlichen F-Gasen nach Übergangsfristen
verbieten. Zudem wird die EU in einigen Anwendungen schrittweise sogar ganz
aus F-Gasen aussteigen. So dürfen beispielsweise bestimmte neue
Monoblock-Wärmepumpen ab 2032 keine F-Gase mehr enthalten. Ähnliche
Schritte sieht die neue F-Gas-Verordnung für Split-Wärmepumpen und
Split-Klimageräte vor, die ab 2035 keine F-Gase mehr enthalten dürfen.

Die neue F-Gas-Verordnung enthält zudem umfassende Regelungen zu
Schwefelhexafluorid (SF6), dem klimaschädlichsten Treibhausgas. So wird
der Einsatz in neuen elektrischen Schaltanlagen nach Übergangsfristen
gänzlich verboten. Damit wird ein klimaneutraler Ausbau der Stromnetze
ermöglicht. Um die Energiewende nicht zu behindern, greifen die Regeln nur
dann, wenn ausreichend Alternativen verfügbar sind. Zudem darf ab 2035
grundsätzlich nur noch aufgearbeitetes oder recyceltes SF6 für Wartung
und Instandhaltung elektrischer Schaltanlagen verwendet werden. Gerade
deutsche Hersteller haben bereits F-Gas-freie marktverfügbare Produkte im
Angebot.

Quelle: bmuv.de

Von redaktion

Versäumt

Bayerns Wirtschaftsminister informiert sich im Bayerischen Wald Aiwanger: „Gemeinsam haben wir den Borkenkäfer deutlich zurückgedrängt – jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Nach dem trockenen Sommer sind die Bäume geschwächt und anfällig“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Das Bild zeigt ihn mit (v.l.n.r) Nationalparkchefin Ursula Schuster und BaySF-Vorstand Rudolf Plochmann. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download SPIEGELAU  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings.   Aiwanger: „Die Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald hat sich deutlich entspannt. Das ist eine gute Nachricht für unsere Wälder und ein Erfolg der konsequenten Arbeit aller Beteiligten. Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass wir den Käfer nur gemeinsam und über die Grenzen der Waldbesitzarten hinweg wirksam bekämpfen können. Genau diesen Weg müssen wir weitergehen. Denn Entwarnung können wir noch lange nicht geben: Nach Hitze und Trockenheit sind viele Bäume geschwächt. Wir müssen aufmerksam bleiben, Befall früh erkennen, Käferholz konsequent aufarbeiten und zügig aus dem Wald bringen.“   Der Ortstermin in Spiegelau war bereits das dritte gemeinsame Treffen zur Borkenkäferthematik im Bayerischen Wald nach den Terminen im März 2024 und August 2025. Damals stand die Sorge im Mittelpunkt, dass sich der Borkenkäfer aus dem Nationalpark in angrenzende Waldflächen ausbreiten könnte. Heute fällt die Bilanz deutlich positiver aus. Gemeinsam mit den Partnern wurden an Exkursionspunkten im Staatswald und im Nationalpark Bayerischer Wald unterschiedliche Verfahren und Methoden zur waldschutzwirksamen Aufarbeitung von Käferholz vorgestellt.   Aiwanger: „Wir sehen, dass regelmäßiger Austausch und abgestimmtes Handeln etwas bewirken. Staatswald, Nationalpark und Privatwald haben unterschiedliche Aufgaben und Rahmenbedingungen. Beim Schutz unserer Wälder haben wir aber ein gemeinsames Interesse. Deshalb werden wir den regelmäßigen Austausch fortsetzen und weiter an einem Strang ziehen.“ Die Borkenkäfersituation in der Region Bayerischer Wald ist aktuell so ruhig wie seit Jahren nicht mehr. In den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen wurden bislang historisch geringe Mengen an Käferholz festgestellt. Die Fangzahlen des Borkenkäfermonitorings der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft liegen rund 40 Prozent unter dem Niveau von 2024. Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen sehr geringe Schadholzmengen und in der Managementzone des Nationalparks ist die Situation im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls ruhig. Die Entwicklung zeigt: Konsequentes Borkenkäfermanagement und eine enge Zusammenarbeit über die Waldbesitzarten hinweg zahlen sich aus. Gleichzeitig bleibt der Käfer eine Gefahr. Nach den heißen und trockenen Phasen dieses Sommers sind die Wälder weiterhin belastet. Deshalb gilt es, gerade jetzt wachsam zu bleiben und bei ersten Anzeichen konsequent zu handeln. Regelmäßige Bohrmehlsuche, schnelle Aufarbeitung und der zügige Abtransport des Käferholzes bleiben die entscheidenden Maßnahmen. Ziel bleibt, den Wald als Lebens- und Wirtschaftsraum für kommende Generationen zu erhalten. Ansprechpartner: Bastian Brummer Stellv. Pressesprecher Auf Flächen des Nationalparks Bayerischer Wald überzeugte sich der Minister von einem Verfahren der Parkverwaltung, wodurch Käferbäume unschädlich gemacht werden. Dabei griff er auch selbst zum Werkzeug und entrindete einen Baum. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäfers.