Berlin:

Mehr Straßenverkehrssicherheit durch Datenaustausch

DTF-Mitglieder unterzeichnen Mehrparteienabkommen

 

Meilenstein in der internationalen Zusammenarbeit für mehr Sicherheit im Straßenverkehr: Als Mitglied der Data Task Force for Road Safety (DTF) hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ein Mehrparteienabkommen unterzeichnet, um Verkehrsinformationen europaweit leichter verfügbar zu machen – und so viele Unfälle zu verhindern.

Bundesminister Andreas Scheuer:

Das BMVI verfolgt das Ziel der Vision Zero: keine Toten im Straßenverkehr. Der internationale, herstellerunabhängige Austausch von Verkehrsinformationen kann dazu beitragen, das zu erreichen. Dadurch können Gefahrensituationen frühzeitig erkannt und vermieden werden. Es freut mich daher sehr, dass Deutschland Gründungspartner dieser Zusammenarbeit ist – für mehr Sicherheit auf deutschen und europäischen Straßen.

Durch die Nutzung neuester Technologien sind viele Fahrzeuge bereits heute in der Lage, gefährliche Straßenverhältnisse zu erkennen und die Fahrer zu warnen – zum Beispiel vor glatten Straßen. Die DTF ist der Ansicht, dass auch andere Verkehrsteilnehmer von diesen Warnungen profitieren sollen – unabhängig etwa von Automobilmarke oder Art des Navigationssystems. Ziel ist, dass Daten, die von Fahrzeugen und smarter Infrastruktur generiert werden, unkompliziert zwischen Straßenbetreibern und Fahrzeugherstellern ausgetauscht werden können.

In dem Mehrparteienabkommen verpflichten sich EU-Mitgliedstaaten, Straßenverkehrsbehörden, Automobilhersteller und -zulieferer sowie Anbieter von Kartendiensten zum langfristigen Datenaustausch. Das Abkommen definiert, wie relevante Daten innerhalb eines Systems für sicherheitsrelevante Verkehrsinformationen (Safety Related Traffic Information – SRTI) auf faire und vertrauenswürdige Weise zugänglich gemacht und verwendet werden können.

Außerdem regelt es, welche Rollen und Verantwortlichkeiten entlang der SRTI-Wertschöpfungskette von den Partnern übernommen werden. Das SRTI-System basiert auf dem Prinzip: Sicherheitsrelevante Daten werden als Gegenleistung für Sicherheitsdienste angeboten.

Vor Unterzeichnen des Abkommens wurde eine Machbarkeitsstudie erfolgreich abgeschlossen: Zwischen Juni 2019 und Oktober 2020 hatten Mitglieder das SRTI-System getestet und darüber viele Millionen Nachrichten ausgetauscht.

Hierbei konnten Daten für verschiedene sicherheitsrelevante Verkehrsinformationen erhoben werden (siehe auch EU Del. VO 886/2013). Hierzu gehörten u.a.:
ungesicherte Unfallstelle,
vorübergehend rutschige Fahrbahn,
eingeschränkte Sicht und
außergewöhnliche Witterungsbedingungen.

In ersten Tests trugen die Daten dazu bei, dass z.B. die Einsätze von Rettungsdiensten beschleunigt wurden und die Warnungen vor gefährlichen Verkehrssituationen verbessert werden konnten.

Das weitere Vorgehen will die Data Task Force in ihrer ersten ordentlichen Generalversammlung am 12. Januar 2021 konkretisieren. Aufgrund der Corona-Pandemie wird diese virtuell abgehalten.

Zur DTF:

Bei der DTF handelt es sich um eine öffentlich-private Partnerschaft, zu der EU-Mitgliedsstaaten, Fahrzeughersteller und Dienstleister zählen. Sie wurde während eines High-Level-Meetings der EU-Verkehrsminister im Februar 2017 in Amsterdam gegründet. Seitdem arbeitet die DTF an der Umsetzung von geltendem EU-Recht insbesondere über den Zugang zu Daten, die für die Sicherheit des Straßenverkehrs relevant sind.

Folgende DTF-Mitglieder haben das Mehrparteienabkommen unterzeichnet:

Mitgliedstaaten und Straßenverkehrsbehörden: Belgien – Abteilung für Mobilität und öffentliche Arbeiten (MOW), Flämisches Amt für Straßen- und Verkehrswesen (AWV); Deutschland – Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur; Finnland – Traffic Management Finland Ltd & Intelligent Traffic Management Finland Ltd; Luxemburg – Wirtschaftsministerium; Niederlande – Ministerium für Infrastruktur und Wassermanagement; Österreich – Autobahnen und Schnellstraßen-Finanzierungs-AG (ASFINAG); Spanien – Innenministerium, Generaldirektion für Verkehr; Vereinigtes Königreich – Highways England Company Ltd.

Automobilhersteller und -zulieferer: BMW AG; European Automobile Manufacturers‘ Association (ACEA); Ford Motor Company; Mercedes Benz AG; NIRA Dynamics; Volvo Cars.

Anbieter von Kartendaten und -diensten: Here Technologies Europe B.V.; TomTom Traffic B.V.

Quelle: abo.bmvi.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.