München:

Kultusminister Spaenle informiert Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags über den Stand der Arbeiten für das neue neunjährige Gymnasium – Bildungspaket als solide Grundlage

 

Minister Spaenle: „Wir entwickeln das bayerische Gymnasium konsequent auf der Höhe der Zeit weiter – Mehr Lernzeit für Schülerinnen und Schüler“

Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat heute den Bildungsausschuss des Landtags informiert: „Wir entwickeln das bayerische Gymnasium konsequent auf der Höhe der Zeit weiter – und zwar mit der gymnasialen Schulfamilie. Es wird ein Gymnasium, das grundständig auf neun Jahre angelegt ist, aber individuell die Möglichkeit einer achtjährigen pädagogisch begleiteten Lernzeit eröffnet. Stichworte beim neuen bayerischen Gymnasium sind: mehr Lernzeit, mehr digitale und politische Bildung, starke Kernfächer und Naturwissenschaften sowie eine zeitgemäße gymnasiale Pädagogik mit dem inhalts- und kompetenzorientierten LehrplanPLUS. Auch bei der beruflichen Orientierung setzen wir neue Akzente. Die Vorbereitungen sind in vollem Gang. Wir können zum nächsten Schuljahr 2018/2019, wenn der Bayerische Landtag dem Gesetzentwurf zustimmt, das neue bayerische Gymnasium mit den beiden Jahrgangsstufen 5 und 6 starten.“

 

Vorbereitungen für das neue bayerische Gymnasium voll im Zeitplan

Von den vorbereitenden Maßnahmen nannte Minister Spaenle eigens:

das Gesetzgebungsverfahren. Der Gesetzentwurf war dem Landtag im Juli zugeleitet worden. Er berät ihn gegenwärtig. Daran schließt sich die Änderung der Schulordnung für die Gymnasien an;die Stundentafel. Sie wurde für die Jahrgangsstufen 5 bis 11 mit der gymnasialen Schulfamilie erarbeitet;die Anpassung des LehrplanPLUS an die verlängerte Lernzeit. Er umfasst die Inhalte und Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler während der gymnasialen Schullaufbahn erwerben sollen;die Möglichkeit zur individuellen Verkürzung der Lernzeit. Auch hier wird mit der gymnasialen Schulfamilie ein Konzept entwickelt;den Dialog mit den Kommunen in Form von Konsultationen mit den kommunalen Spitzenverbänden.Dr. Spaenle bekräftigte die Zusage, die Oberstufe weiterzuentwickeln.

Kultusministerium und gymnasiale Schulfamilie haben Konzept erstellt

Minister Spaenle konkretisierte die Ergebnisse der Arbeit zur Stundentafel: „Das Kultusministerium hat die Stundentafel für die Jahrgangsstufen 5 bis 11 in enger Abstimmung mit Lehrer-, Direktoren-, Eltern- und Schülervertretern ausgearbeitet. Viele Fächer werden gestärkt, keines wird schlechter gestellt. Der Unterricht nach der Stundentafel wird um gut 19 Wochenstunden ausgeweitet. Das bayerische Gymnasium wird ein leistungsorientiertes Gymnasium sein und kein Gymnasium light.“ Der neue LehrplanPLUS wird gegenwärtig sorgfältig erarbeitet bzw. an die neunjährige Lernzeit angepasst. Fächerübergreifendes Arbeiten wird ausgeweitet.

„Unser Ziel ist es, das hohe Qualitätsniveau des bayerischen Gymnasiums zu sichern und bei den künftigen Absolventinnen und Absolventen Studierfähigkeit, vertiefte Allgemeinbildung, Reflexionsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein sicherzustellen. Mit mehr Berufsorientierung stärken wir bei den Schülerinnen und Schülern auch die Fähigkeit, sich für einen Ausbildungsberuf oder für ein Studium zu entscheiden“, so der Minister.

Eckpunkte des neuen bayerischen Gymnasiums sind u. a.:

– die Sicherung der Kernkompetenzen in Deutsch, Mathematik und den Fremdsprachen,

– die Stärkung der politischen Bildung,

– die Stärkung der digitalen Bildung,

– die Stärkung der Naturwissenschaften,

– die Aufwertung des Profilbereichs,

– die Konzeption der „neuen“ Jahrgangsstufe 11 als Einführungsphase der Oberstufe,

– Angebote der Individuellen Förderung sowie

– eine neue Akzentuierung der beruflichen Orientierung.

Zusätzliche Stellen im Bildungspaket „Für Bildung begeistern! Fördern, Fordern, Forschen“

Abschließend betonte Minister Spaenle: „Das Bildungspaket ,Für Bildung begeistern! Fördern, Fordern, Forschen‘, das die Bayerische Staatsregierung im April 2017 beschlossen hat, bildet eine solide Grundlage für die Einführung des neuen bayerischen Gymnasiums. Es sieht unter den 2.000 zusätzlichen Stellen für alle Schularten auch 1.000 Stellen vor, mit denen wir das neue Gymnasium realisieren können.“

Quelle: stmbw.bayern.de

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Versäumt

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