München:

Scharf: Wilderei im Bayerischen Wald nicht hinnehmbar / 10.000 Euro Belohnung für Hinweise zu Luchstötungen

Die illegale Tötung streng geschützter Arten muss konsequent verfolgt und bestraft werden. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute in München: „Kriminelles Verhalten ist nicht hinnehmbar. Die speziellen Umstände machen die aktuelle Tat im Bayerischen Wald besonders abstoßend. Die zuständigen Ermittlungsbehörden müssen alles Notwendige unternehmen, um die Tat so schnell wie möglich aufzuklären. Die Ermittler erhalten dabei durch die Naturschutzbehörden jede benötigte Unterstützung.“ In der Zeit vom 14. bis 17. Mai wurden im Bereich des Lamer Winkels (Lkr. Cham) insgesamt vier Vorderpfoten von Luchsen gefunden. Das Landesamt für Umwelt (LfU) hat unmittelbar Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Regensburg wegen des Verdachts einer Umweltstraftat erstattet. Nach Auffassung des Umweltministeriums kommt hier auch der Tatbestand eines besonders schweren Falls einer Umweltstraftat in Betracht. Scharf: „Der wiederholte systematische Angriff auf die grenzüberschreitenden Artenschutzbemühungen im Bayerischen Wald ist nicht hinnehmbar. Das Umweltministerium setzt daher erstmals eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro für sachdienliche Hinweise aus, die zur Ergreifung des oder der Täter führen. Wir hoffen, die Aufklärung dieser kriminellen Tat damit entscheidend voranzubringen. Gleichzeitig sollen die Aufwendungen von Staat und Verbänden für das Luchsprojekt Bayern geschützt werden.“ Die Tat stelle eine bewusste Herausforderung des Rechtsstaats dar. Hinweise nehmen die ermittelnde Polizeiinspektion Bad Kötzting oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Das Luchsprojekt Bayern wird vom Bund Naturschutz, dem Landesbund für Vogelschutz und der Wildland-Stiftung Bayern getragen. Ziel ist es, den tatsächlichen Luchsbestand im Bayerischen Wald möglichst genau zu erfassen. Langfristig soll ein von allen beteiligten Interessengruppen getragenes Miteinander von Mensch und Luchs erreicht werden. Dabei spielt auch die vollständige Entschädigung von Nutztierrissen durch den Ausgleichsfonds Große Beutegreifer eine wichtige Rolle. Seit rund zwei Jahren wurden die Arbeiten im Rahmen des grenzüberschreitenden Projekts TransLynx auf den Nationalpark Šumava ausgedehnt. Die ersten Luchse im Bayerischen Wald wurden bereits in den 1970er Jahren gesichtet.

Quelle:stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.