München:

Huml für mehr Offenheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen – Bayerns Gesundheitsministerin anlässlich des Welttags der seelischen Gesundheit: Hilfsangebote annehmen

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml fordert mehr Offenheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen. Huml betonte anlässlich des Welttags der seelischen Gesundheit am Freitag: „Psychische Erkrankungen dürfen kein Tabu-Thema sein. Sie schränken die Lebensqualität ein. Deshalb ist es wichtig, dass Betroffene Hilfsangebote annehmen. Dieser Schritt fällt leichter, wenn sie keine Stigmatisierung befürchten müssen.

Huml ergänzte: „Angesichts der steigenden Bedeutung psychischer Erkrankungen in der Gesellschaft entwickeln wir für die kommenden Jahre ein Bayerisches Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz. Hier steht das Bayerische Gesundheitsministerium in enger Abstimmung mit Akteuren der psychiatrischen, psychotherapeutischen und psychosomatischen Versorgung sowie den Selbsthilfeverbänden. Dabei wird das Thema Prävention, aber auch die Weiterentwicklung der Versorgung psychisch kranker Menschen eine besondere Rolle spielen.“

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Die Ministerin unterstrich: „Wir wollen Betroffenen eine bedarfsgerechte Versorgung anbieten. Dafür hat Bayern bereits viel getan. Neben einer Versorgung mit flächendeckenden stationären psychiatrischen Einrichtungen gibt es auch 52 psychiatrische Institutsambulanzen für Erwachsene und 31 weitere für Kinder. Mit 93 Sozialpsychiatrischen Diensten sowie 13 Außenstellen in den Landkreisen und größeren Städten ist die Versorgungssituation in Bayern sichergestellt. Daneben ist die psychische Gesundheit auch ein Schwerpunkt unserer Initiative Gesund.Leben.Bayern.“

Im Rahmen dieser Initiative fördert das Gesundheitsministerium Projekte zur Unterstützung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz. Das Projekt „FlexA“ dient der Entwicklung betrieblicher Handlungskonzepte zur Prävention psychischer Fehlbelastungen im Beruf, die aufgrund veränderter Arbeitsbedingungen entstehen können. Mit dem Berufseinstieg beschäftigt sich das Projekt „Kein Distress in der Ausbildung!“. Dabei sollen zunächst Informationen über die konkrete Verbreitung und die Auslöser psychischer Belastungen während der Berufsausbildung gewonnen und anschließend entsprechende präventive Maßnahmen erarbeitet werden.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

http://www.stmgp.bayern.de/aufklaerung_vorbeugung/giba/psyche/index.htm

Quelle: stmgp.bayern.de

Von redaktion