Berlin:
BMELV setzt beim Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft auf verantwortliches Wirtschaften in einer globalen Welt

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat am Dienstag gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt und der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie mehr als 450 Teilnehmer beim vierten Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Berlin empfangen. Der Außenwirtschaftstag ist eine einzigartige Diskussions-Plattform für Verantwortliche aus Wirtschaft, Politik und der Außenwirtschaftsförderung und verdeutlicht die vielfältigen Chancen und Potenziale auf Auslandsmärkten. Im Mittelpunkt steht dieses Jahr die Verantwortung der Unternehmen in einer globalisierten Welt. „Hochwertige Produkte „Made in Germany“ sind weltweit gefragt. Sie stehen für Qualität und Nachhaltigkeit. Damit Lebensmittel auch unter fairen Produktionsbedingungen hergestellt werden, auf die sich der Verbraucher verlassen kann, setzen wir ein Zeichen für verantwortliches Wirtschaften in einer globalisierten Welt“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundeslandwirtschaftsministerin, Dr. Gerd Müller zum Auftakt.

Mit einem Aktionsplan zu Corporate Social Responsibility (CSR) unterstützt die Bundesregierung kleine und mittlere Unternehmen dabei, verantwortungsbewusstes Handeln noch stärker in ihren Betrieben zu verankern. „Beim Außenwirtschaftstag zeigen einige Unternehmen, dass CSR auch in der Land- und Ernährungswirtschaft erfolgreich umgesetzt werden kann. CSR trägt nicht nur zu einer nachhaltigen Entwicklung bei, es lohnt sich auch und stärkt das Image der Unternehmen“, sagte Müller. Daher beabsichtigt das BMELV eine Studie zu fördern, die Möglichkeiten und Chancen von CSR in der Land- und Ernährungswirtschaft untersucht, da sich Unternehmen gerade mit Best-Practice-Beispielen für CSR gewinnen ließen.
Das BMELV setzt selbst auf Aus- und Weiterbildung vor Ort. „Es geht nicht nur darum, Lebensmittel zu exportieren. Wir wollen auch Wissen vermitteln. Deswegen haben wir im Bundeslandwirtschaftsministerium die Mittel für bilaterale Kooperationen mit ausländischen Partnern in den vergangenen drei Jahren verdoppelt“, sagte Müller mit Blick auf die vom BMELV geförderten Projekte zur Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion in den Partnerländern. In Agrar-Ausbildungsfarmen, beispielsweise in Äthiopien, werden umweltschonende Produktionsverfahren und der Einsatz moderner Technologien vermittelt. Damit leistet das Bundeslandwirtschaftsministerium einen konkreten Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherung und zum Schutz natürlicher Ressourcen.

Das BMELV hat sich auch bei der Erarbeitung von Freiwilligen Leitlinien für die verantwortungsvolle Verwaltung von Boden- und Landnutzungsrechten, Fischgründen und Wäldern engagiert und die Erstellung dieser Leitlinien mit 2,1 Millionen Euro gefördert. „Mit den im Mai vom Welternährungsausschuss beschlossenen Leitlinien gibt es erstmals ein völkerrechtliches Instrument, das international vereinbarte Standards für den Zugang zu Ressourcen setzt“, sagte Müller. Die Leitlinien richten sich nicht nur an Staaten, sondern benennen auch die Verantwortung von Unternehmen bei Investitionen in Land und andere Ressourcen. Konkret werden unter anderem Beteiligungs- und Mitspracherechte definiert, um bestehende Eigentums- und Nutzungsrechte zu schützen und die Menschenrechte der Betroffenen zu wahren.

Damit deutsche Unternehmen auch in Zukunft neue attraktive Märkte in Industrieländern und aufstrebenden Schwellenländern erschließen können, brauchen sie die notwendigen Informationen und ein tragfähiges Netzwerk vor Ort. Das BMELV unterstützt insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen mit einer eigenständigen, sektorspezifischen Exportförderpolitik. Dazu zählen beispielsweise imagefördernde Maßnahmen für deutsche Produkte, Markterkundungsreisen deutscher Unternehmer in die Zielländer oder auch Reisen von ausländischen Einkäufern, Journalisten und Behördenvertretern in die Bundesrepublik. Diese Maßnahmen ergänzen das erfolgreiche Auslandsmesseprogramm des BMELV, das eines der wichtigsten und effizientesten Marketinginstrumente für die deutsche Wirtschaft ist. Unter dem Dach „Made in Germany“ sind deutsche Firmen mit den BMELV-Firmengemeinschaftsständen auf internationalen Fachmessen weltweit präsent.

Quelle: bmelv.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.