Berlin:

Sechs Translationszentren gründen die „Regenerative Medicine Coalition“ / Staatssekretär Braun: „Qualitätssprung durch internationale Zusammenarbeit“

Damit die Forschung in der Medizin auch bei den Patienten ankommt, müssen Wissenschaft, Wirtschaft eng zusammenarbeiten. Dies geschieht in so genannten Translationszentren. Sechs dieser renommierten Zentren aus der regenerativen Medizin haben sich zu einem internationalen Konsortium zusammengeschlossen, um künftig gemeinsam die Entwicklung zellbasierter Therapien voranzutreiben. Die Partner aus den USA, Kanada,, Spanien, den Niederlanden und Deutschland haben am Freitag in Berlin die Gründungsurkunde der „Regenerative Medicine Coalition“ (RMC) unterzeichnet. Federführend beteiligt an Aufbau und Koordination des Zusammenschlusses ist das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Berlin-Brandenburg Centrum für Regenerative Therapien (BCRT).

„Dieses internationale Netzwerk von Spitzenzentren in der regenerativen Medizin wird einen Qualitätssprung bewirken – sowohl in der Translationsforschung wie auch in der Ausbildung von wissenschaftlichem Nachwuchs“, sagte Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF, bei der Gründungszeremonie in Berlin. „Gleichzeitig wird deutlich, welche führende Rolle Deutschland auf dem Gebiet der regenerativen Medizin bereits spielt.“

Heilen mit Zellen – das ist die Kernstrategie der regenerativen Medizin. Sei es mit Hilfe von Ersatzgewebe oder durch die Anregung körpereigener Regenerationsprozesse. Mit diesen Behandlungsansätzen für verletzte oder erkrankte Gewebe und Organe verbinden Mediziner die Hoffnung, schwer oder bisher gar nicht behandelbare Leiden zu therapieren.

Damit neue zellbasierte Therapien aber tatsächlich den Weg zu den Patientinnen und Patienten finden, müssen viele Akteure in dem komplexen und interdisziplinären Feld an einem Strang ziehen. Zentrale Bedeutung kommt hierbei den Translationszentren zu. Seit 2006 fördert das BMBF drei solcher Spitzenzentren für regenerative Medizin in Deutschland: in Berlin, Leipzig und Rostock. Sie alle arbeiten daran, regenerative Therapien zu entwickeln, sie zu erproben und auf Sicherheit und Wirksamkeit zu überprüfen.

In dem sich rasant entwickelnden Forschungsfeld spielt der Austausch mit den führenden Experten aus aller Welt eine zentrale Rolle. Die „Regenerative Medicine Coalition“ (RMC) soll dieser internationalen Zusammenarbeit weiter auf die Sprünge helfen. „Wir wollen gemeinsam Projekte anpacken, um die Therapie-Entwicklung zu beschleunigen“, sagt Frank Lauter, der am BCRT für die Geschäftsentwicklung zuständig ist und die „Regenerative Medicine Coalition“ ins Leben gerufen hat. „Die sieben Gründungsmitglieder bilden den Kern der Koalition, aber wir sind offen für neue Partner“, so Lauter. Das Büro der RMC soll in Berlin angesiedelt werden.

Die Gründungsmitglieder der RMC sind:

– Berlin-Brandenburg Center for Regenerative Therapies (BCRT)

– Centre for Commercialization of Regenerative Medicine, Toronto (Kanada)

– MIRA Institute for Biomedical Technology and Technical Medicine (Niederlande)

– Center für Molecular Biology & Regenerative Medicine, Andalusia (Spanien)

– Mc Gowan Institute of Regenerative Medicine, Pittsburgh (USA)

– Institute for Regenerative Medicine, Wake Forrest University School of Medicine, Winston-Salem, NC (USA)

Quelle:  bmbf.de

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Von redaktion

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