Berlin:

16. Global Forum for Food and Agriculture des BMEL eröffnet
Leitthema: „Ernährungssysteme der Zukunft: Gemeinsam für eine Welt ohne Hunger“

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Claudia Müller, hat heute das 16. Welternährungsforum – Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) eröffnet. Diese weltweit einzigartige Plattform zum multilateralen Austausch wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) veranstaltet. Das Leitthema in diesem Jahr lautet: „Ernährungssysteme der Zukunft: Gemeinsam für eine Welt ohne Hunger“.

Bei der Eröffnung sagte Claudia Müller: „Beinahe jeder zehnte Mensch auf der Welt leidet Hunger. Die Weltgemeinschaft hat das Versprechen abgegeben, den globalen Hunger zu beenden – das müssen wir einlösen. Die Klimakrise ist die größte Bedrohung für die Landwirtschaft weltweit, sie macht nicht an Landesgrenzen halt. Das Recht auf angemessene Nahrung für alle setzen daher nur um, wenn wir die weltweiten Agrar-und Ernährungssysteme mit praxistauglichen Lösungen für Bäuerinnen und Bauern klimafest machen. Dafür brauchen wir den internationalen Ideenaustausch. Gerade in diesen Zeiten, in denen sich Konflikte verschärfen und die Welt in Lager zu zerbrechen droht, wollen wir mit dem GFFA Brücken bauen. Wir treffen uns in Berlin in dem Bewusstsein, dass wir nur gemeinsam unser wichtigstes Ziel voranbringen können und müssen: dass jeder Mensch auf der Welt genug zu essen hat.“

Das GFFA ist eine auf internationaler Ebene fest etablierte Konferenz zu zentralen Zukunftsfragen der Ernährung und Landwirtschaft. Die heutige Eröffnungsveranstaltung markiert den offiziellen Start für mehr als 20 Veranstaltungen, die im Rahmen des GFFA vom 17. bis 20. Januar 2024 stattfinden. Es werden rund 2000 internationale Besucherinnen und Besucher sowie rund 120 Sprecherinnen und Sprecher aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft erwartet. Zudem stellen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Brasilien, Bulgarien, Italien und Singapur ihre Forschungsergebnisse beim GFFA-Science Slam vor.

Erstmals veranstaltet das BMEL gemeinsam mit der Münchner Sicherheitskonferenz im Rahmen des GFFA eine High Level Debate mit dem Titel „Ernährung, Klima und Sicherheit: Gemeinsam für eine sichere Zukunft“. Damit soll auch eine sicherheitspolitische Perspektive eingebracht werden, damit die Herausforderungen durch Klimakrise, Ernährungsunsicherheit und Konflikte gemeinsam bewältigt werden können.

Politischer Höhepunkt des GFFA ist die Berliner Agrarministerkonferenz. Sie findet am Samstag, den 20. Januar 2024, unter Leitung von Bundesminister Cem Özdemir statt. Rund 70 Agrarministerinnen und -minister aus aller Welt sowie mehr als zehn hochrangige Vertreterinnen und Vertreter internationaler Organisationen gehören zu den Gästen. Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich eingeladen, die Berliner Agrarministerkonferenz zu begleiten. Details zur Anmeldungen finden Sie hier<https://www.bmel.de/SharedDocs/Termine/DE/Presseeinladungen/240120-gffa.html>.

Im Fokus des GFFA 2024 werden vier Themen stehen:
1. Nachhaltige Produktion und Ernährungssouveränität stärken
2. Resiliente und nachhaltige Lieferketten fördern
3. Lebensmittelverluste und -verschwendung reduzieren
4. Vulnerable Gruppen stärken

Das GFFA wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Kooperation mit dem Land Berlin und der Messe Berlin GmbH veranstaltet.

Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

Bayerns Wirtschaftsminister informiert sich im Bayerischen Wald Aiwanger: „Gemeinsam haben wir den Borkenkäfer deutlich zurückgedrängt – jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Nach dem trockenen Sommer sind die Bäume geschwächt und anfällig“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Das Bild zeigt ihn mit (v.l.n.r) Nationalparkchefin Ursula Schuster und BaySF-Vorstand Rudolf Plochmann. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download SPIEGELAU  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings.   Aiwanger: „Die Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald hat sich deutlich entspannt. Das ist eine gute Nachricht für unsere Wälder und ein Erfolg der konsequenten Arbeit aller Beteiligten. Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass wir den Käfer nur gemeinsam und über die Grenzen der Waldbesitzarten hinweg wirksam bekämpfen können. Genau diesen Weg müssen wir weitergehen. Denn Entwarnung können wir noch lange nicht geben: Nach Hitze und Trockenheit sind viele Bäume geschwächt. Wir müssen aufmerksam bleiben, Befall früh erkennen, Käferholz konsequent aufarbeiten und zügig aus dem Wald bringen.“   Der Ortstermin in Spiegelau war bereits das dritte gemeinsame Treffen zur Borkenkäferthematik im Bayerischen Wald nach den Terminen im März 2024 und August 2025. Damals stand die Sorge im Mittelpunkt, dass sich der Borkenkäfer aus dem Nationalpark in angrenzende Waldflächen ausbreiten könnte. Heute fällt die Bilanz deutlich positiver aus. Gemeinsam mit den Partnern wurden an Exkursionspunkten im Staatswald und im Nationalpark Bayerischer Wald unterschiedliche Verfahren und Methoden zur waldschutzwirksamen Aufarbeitung von Käferholz vorgestellt.   Aiwanger: „Wir sehen, dass regelmäßiger Austausch und abgestimmtes Handeln etwas bewirken. Staatswald, Nationalpark und Privatwald haben unterschiedliche Aufgaben und Rahmenbedingungen. Beim Schutz unserer Wälder haben wir aber ein gemeinsames Interesse. Deshalb werden wir den regelmäßigen Austausch fortsetzen und weiter an einem Strang ziehen.“ Die Borkenkäfersituation in der Region Bayerischer Wald ist aktuell so ruhig wie seit Jahren nicht mehr. In den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen wurden bislang historisch geringe Mengen an Käferholz festgestellt. Die Fangzahlen des Borkenkäfermonitorings der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft liegen rund 40 Prozent unter dem Niveau von 2024. Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen sehr geringe Schadholzmengen und in der Managementzone des Nationalparks ist die Situation im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls ruhig. Die Entwicklung zeigt: Konsequentes Borkenkäfermanagement und eine enge Zusammenarbeit über die Waldbesitzarten hinweg zahlen sich aus. Gleichzeitig bleibt der Käfer eine Gefahr. Nach den heißen und trockenen Phasen dieses Sommers sind die Wälder weiterhin belastet. Deshalb gilt es, gerade jetzt wachsam zu bleiben und bei ersten Anzeichen konsequent zu handeln. Regelmäßige Bohrmehlsuche, schnelle Aufarbeitung und der zügige Abtransport des Käferholzes bleiben die entscheidenden Maßnahmen. Ziel bleibt, den Wald als Lebens- und Wirtschaftsraum für kommende Generationen zu erhalten. Ansprechpartner: Bastian Brummer Stellv. Pressesprecher Auf Flächen des Nationalparks Bayerischer Wald überzeugte sich der Minister von einem Verfahren der Parkverwaltung, wodurch Käferbäume unschädlich gemacht werden. Dabei griff er auch selbst zum Werkzeug und entrindete einen Baum. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäfers.