München – Nuernberg:

Neues Forschungszentrum für Menschenrechte an FAU Erlangen-Nürnberg

Förderung des Freistaats von 10 Millionen Euro – Wissenschaftsminister Blume: „Ethik und Entwicklung – das geht an der FAU perfekt zusammen“

Der Freistaat Bayern baut das deutschlandweit führende Profil der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) im Bereich der Menschenrechtsforschung weiter aus und richtet in Nürnberg ein neues Forschungszentrum für Menschrechte ein. Dies gab Wissenschaftsminister Markus Blume heute in Nürnberg bekannt: „Verfolgung von Minderheiten, Gewalt im Iran, der Angriffskrieg Russlands: Menschrechte stehen aktuell im Dauerfeuer. In Deutschland haben wir eine besondere historische Verantwortung, der wir gerecht werden müssen, der wir gerecht werden wollen. Auch deshalb ist Nürnberg der ideale Standort für das Menschenrechtsforschungszentrum – nicht trotz, sondern gerade wegen seiner historischen Bezüge. Mit dem Zentrum setzen wir ein wichtiges Zeichen. Es macht uns bewusst: Menschrechte sind selbstverständlich, aber kein Selbstläufer. Die Menschrechtsforschung ist an der FAU bereits heute profilbildend. Und auch sonst lebt die Universität gesellschaftliche Verantwortung. Fortschritt muss wertebasiert sein: Ethik und Entwicklung – das geht an der FAU perfekt zusammen. Das bereichert die gesamte bayerische Wissenschaftslandschaft!“

FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger erklärte: „„Für eine starke interdisziplinäre Menschenrechtsforschung bietet die FAU als Volluniversität exzellente Bedingungen – als großer universitärer Schwerpunkt ist das Thema schon jetzt in unseren Geisteswissenschaften und in unseren Rechtswissenschaften gleichermaßen fest verankert. Dank der hohen Fördersumme kann unser bisheriges Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg – kurz: CHREN – zum Nukleus für ein gewichtiges Forschungszentrum werden. Auf diese Weise können wir die Menschenrechtsforschung an der FAU nachhaltig institutionalisieren und noch gezielter zu einem Leuchtturm ausbauen“

Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König sagte: „Nürnberg ist die Stadt des Friedens und der Menschenrechte. Seit fast 30 Jahren betreiben wir – politisch, gesellschaftlich, international – eine intensive Menschenrechtsarbeit. Die Vergabe des Internationalen Menschenrechtspreises ist herausragend und prominent. Nicht weniger wichtig sind allerdings die fortlaufende Stärkung menschenrechtlicher Aktivitäten vor Ort und die enge Verzahnung mit zivilgesellschaftlichen Akteuren. Die Ansiedlung des Forschungszentrums Menschenrechte in Nürnberg ist auch angesichts unserer Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien eine ideale Ergänzung unserer Bemühungen, lokal und international Menschenrechte zu stärken. Für diese Entscheidung danke ich dem Freistaat Bayern sehr herzlich – ein weiterer Baustein in Nürnberg als Stadt des Friedens und der Menschenrechte.“

Zusätzliche Stellen, Fellow-Programm und Menschenrechtspreis

Die Menschrechtsforschung an der FAU hat sich in den letzten Jahren bemerkenswert entwickelt. Mit mehreren Professuren aus den Rechtswissenschaften, der Politikwissenschaft, der Ethik und weiteren Fächern ist der Forschungsbereich schon heute personell renommiert und fachlich hervorragend aufgestellt. Das geplante Forschungszentrum für Menschenrechte setzt auf das seit 2015 bestehende interdisziplinäre Center for Human Rights Erlangen-Nürnberg auf. Insgesamt 10 Millionen Euro über sieben Jahre stellt der Freistaat als zusätzliche Anschubfinanzierung zur Verfügung. Hieraus werden primär zusätzliche Stellen für Nachwuchswissenschaftler gefördert, aber auch ein Fellow-Programm, Tagungen und ein universitärer Menschenrechtspreis. Das Zentrum wird in Nürnberg seinen Sitz finden und die FAU so auch das Selbstverständnis der Stadt als „Stadt des Friedens und der Menschenrechte“ stützen.  Anknüpfungspunkte sind die Internationale Akademie Nürnberger Prinzipien (INPA), deren neuer Direktor Prof. Christoph Safferling zugleich Lehrstuhlinhaber der FAU ist, die Nichtregierungsorganisation Nürnberger Menschenrechtszentrum sowie das Menschenrechtsbüro der Stadt, mit dem zahlreiche Veranstaltungen gemeinsam durchgeführt werden.

Quelle:stmwk.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.