München:

Wirtschaftsminister begrüßt geplante Ertragsteuerbefreiung
für PV-Anlagen bis 30 Kilowatt Aiwanger: „Pläne des
Bundesfinanzministers sind ein dringend nötiger Befreiungsschlag – Gewerbe
braucht noch Nachbesserungen“

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger begrüßt die Pläne von
Bundesfinanzminister Christian Lindner, kleine Photovoltaik-Anlagen bis
30kWp installierter Leistung auf Einfamilienhäusern und Gewerbegebäuden
von der Ertragsteuer zu befreien. Zudem soll es Erleichterungen für
Mehrfamilienhäuser und gemischt genutzte Gebäude sowie einen
Entfall der Umsatzsteuer bei Lieferung und Installation von PV-Dachanlagen
für bestimmte Bereiche geben. Aiwanger: Bayern setzt sich seit langem gegenüber dem Bund
für eine bürgerfreundliche Lösung bei der Besteuerung von
kleinen Photovoltaik-Anlagen ein. Endlich greift Bundesfinanzminister Christian
Lindner unseren Vorschlag auf. Das ist ein dringend nötiger Befreiungsschlag
und wird den Ausbau der Photovoltaik auf Dachflächen beschleunigen.
Wir befinden uns mitten in der schwersten Energiekrise der vergangenen
Jahrzehnte. So wie die Länder muss auch der Bund seine Handlungsspielräume
nutzen, um die Unternehmen und Bürger von unnötigen bürokratischen
Fesseln zu befreien, damit noch mehr Sonnenstrom auf dem eigenen Dach erzeugt
werden kann.  Bereits im November 2021 hat der Bundesrat einer gemeinsamen Forderung von Bayern
und Hessen nach einer Ausweitung der ertragsteuerlichen Befreiung von PV-Anlagen
bis 30 kWp zugestimmt. Dies wurde von der Bundesregierung trotz weiterer
bayerischer Initiativen nicht aufgegriffen. Dazu erklärte Aiwanger:
Erst jetzt scheint die Ampel zu realisieren, wie dringlich es ist,
den Solarausbau zu forcieren. Die geplanten steuerlichen Entlastungen machen
private Investitionen in grünen Strom noch attraktiver. Jetzt müssen
den Ankündigungen aber auch rasch Taten folgen. Gerade bei gewerblichen PV-Anlagen sind die Pläne aus Berlin aber
noch nicht ausreichend. Der Wegfall der steuerlichen und bürokratischen
Hürden bei kleinen Privaten ist ein richtiger Schritt. Bei gewerblichen
PV-Anlagen sind aber noch weitere Hürden abzubauen. Hier muss die
Ampel unbedingt nachlegen. Gewerbebetriebe und Mittelständler brauchen
ebenfalls mehr Ellenbogenfreiheit, auch in steuerlichen Fragen, damit sie
nicht jeden Monat mit spitzem Stift nachrechnen müssen und beim Steuerberater
sitzen. Wichtig ist, dass es gerade auch bei Eigenverbrauch weitergehende
Erleichterungen gibt sagte der Staatsminister.
Das Bundesfinanzministerium plant zudem,
bei der Lieferung und Installation von PV-Anlagen und Stromspeichern die
Umsatzsteuer auf Null zu senken, wenn die Anlagen auf oder in der
Nähe von Privatwohnungen, Wohnungen sowie öffentlichen und anderen
Gebäuden, die für dem Gemeinwohl dienende Tätigkeiten genutzt
werden Davon sei auszugehen, wenn die PV-Anlage nicht mehr als
30 Kilowatt Leistung hat. Dies dürfte die Umsetzung von PV-Projekten
erheblich erleichtern. Die neuen EU-rechtlichen Grundlagen erlauben einen
Nullsteuersatz mit Vorsteuerabzug.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.