München:

Debatte um höhere Mehrwertsteuer für Fleisch

Aiwanger: „Wer in der aktuellen Krise eine weitere Erhöhung der Lebensmittelpreise will, ist ein realitätsferner Ideologe – Mehrwertsteuererhöhung auf Fleisch würde Verbraucher und Erzeuger belasten und Inflation weiter anfeuern“

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger kritisiert scharf die aktuelle Forderung von Umweltbundesamt und Greenpeace nach Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Fleisch von 7% auf 19%.

Aiwanger: Das ist eine Debatte, inhaltlich falsch und völlig zur Unzeit. Einige Ideologen sehen offenbar jetzt ihre Stunde gekommen oder sie träumen im Elfenbeinturm und sehen nicht was politisch gerade los ist. Letzte Woche haben die selben Kreise trotz aktueller Energie-Versorgungskrise die Nutzung des heimischen nachwachsenden Energieträgers Holz in Frage gestellt, jetzt wird gefordert, Fleisch staatlich zu verteuern, obwohl die Verbraucher ohnehin stark betroffen sind von der Inflationsrate auch im Lebensmittelbereich. Die Bundesregierung muss diese gezielte Verunsicherung der Öffentlichkeit stoppen, sofern sie von Personen aus Institutionen des Bundes ausgehen. Wir brauchen angesichts der aktuell hohen Inflationsraten eher Strategien für Preissenkungen, um die Verbraucher und vor allem die finanzschwachen Haushalte zu entlasten. Fleisch darf nicht zu einem Luxusgut werden und die Inflation weiter anheizen.

 

Die heimischen landwirtschaftlichen Betriebe, Garanten unserer Nahrungsmittelversorgung, würden zudem durch eine Mehrwertsteuererhöhung auf Fleisch zusätzlich belastet, weil der Preisdruck durch den Handel nach unten an die Erzeuger weitergegeben würde. Die Landwirte hätten trotz steigender Preise für Lebensmittel ohnehin mit teils ruinösen Erzeugerpreisen, beispielsweise bei Schweinefleisch, steigenden Energiepreisen und Gestehungskosten zu kämpfen, so Aiwanger. Und weiter: „Wenn der Staat jetzt an der Steuerschraube drehen soll, dann allgemein nach unten, aber nicht nach oben.“

Quelle: stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.