Berlin:

Bundesumweltministerin Schulze und Spitzen der Wohlfahrtsverbände fordern
Klima-Investitionsoffensive für die Sozialwirtschaft

Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die Spitzenverbände der Freien
Wohlfahrtspflege fordern gemeinsam eine „Investitionsoffensive für die
Sozialwirtschaft“, damit Kitas, Pflegeheime oder Krankenhäuser die
ökologische Transformation personell und finanziell stemmen können. Das
ist das Ergebnis eines heutigen Spitzengespräches von Ministerin und
Wohlfahrtsverbänden. Im Einsatz gegen den Klimawandel stehen soziale
Dienste und Einrichtungen vor großen Umstellungen: von der energetischen
Sanierung ihrer Gebäude über umweltfreundlichere Fahrzeugflotten bis hin
zur Anpassung an die Herausforderungen der Erderhitzung. Aufgrund ihrer
spezifischen Finanzierung können soziale Dienste und Einrichtungen das
nicht ohne zusätzliche Hilfe schaffen. Konkret bedarf es einer Reform der
Finanzierungsgrundlagen für soziale Dienstleistungen, verlässlicher
Förderkulissen und Beratungs-angebote für gemeinnützige Akteure.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Klimaschutz ist längst nicht
mehr nur ein Thema für die Umweltpolitik, sondern betrifft alle Bereiche.
Darum ist mir der Dialog mit den Wohlfahrtsverbänden so wichtig. Ich habe
bereits einige Verbesserungen für die Sozialwirtschaft erreichen können,
von neuen Fördermitteln für Elektroautos bis hin zu Hilfen für
Trinkbrunnen, Sonnenschutz und andere Maßnahmen zur Anpassung den
Klimawandel. Aber in den nächsten Jahren wird noch mehr nötig sein, damit
Krankenhäuser, Kitas oder Pflegeheime ihren Beitrag zu einem
klimaneutralen Deutschland leisten können. Deutschland braucht eine
Klima-Investitionsoffensive für die Sozialwirtschaft.“

Ulrich Lilie, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien
Wohlfahrtspflege (BAGFW): „Die Freie Wohlfahrtspflege kann einen
wichtigen Beitrag zu den Klimaschutzzielen Deutschlands leisten, wenn die
Rahmenbedingungen stimmen. Dazu müssen wir gemeinsam überlegen, wie die
Kosten für die notwendigen Klimaschutzmaßnahmen mittel- bis langfristig
Bestandteil der Regelfinanzierung werden können. Kurzfristig benötigen
wir passgenaue Förderprogramme, um beispielsweise Sanierungen anzugehen
und Stellen für Personen zu schaffen, die solche Maßnahmen vor Ort
begleiten.“

Aus Sicht des Bundesumweltministeriums und der Wohlfahrtsverbände muss
eine „Investitionsoffensive für die Sozialwirtschaft“ im Kern folgende
Punkte umfassen:

Verlässliche Förderkulissen: Gemeinnützige Dienste und Einrichtungen
benötigen zukünftig maßgeschneiderte Förderprogramme, die ihnen z.B.
eine Sanierung des Gebäudebestands ermöglichen.
Aufbau von Beratungsangeboten und personellen Ressourcen: Die
Sozialwirtschaft ist auf ihrem Weg zum klimaneutralen Arbeiten auf externen
Sachverstand angewiesen. Mit einem neuen Beratungszentrum zur
Klimaanpassung und dem Service- und Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz
(SK:KK) unterstützt das BMU Entscheidungsträger*innen dabei, Ideen und
-projekte in die Tat umzusetzen. Das Angebot lokaler
Klimaschutzmanager*innen und Anpassungsmanager*innen sowie personelle
Ressourcen in den sozialen Einrichtungen und Diensten müssen jedoch
mittel- und langfristig weiter ausgebaut werden.
Reform der finanziellen Rahmenbedingungen: Soziale Dienste und
Einrichtungen benötigen verlässliche Finanzierungsgrundlagen. Als
gemeinnützige Akteure müssen sie Investitionen in Klimaschutz- und
Klimaanpassungsmaßnahmen tätigen können. Dafür bedarf es einer Reform
der Regelfinanzierungssysteme.

Aus Sicht des BMU können Klima- und Umweltschutzpolitik nur dann
erfolgreich sein, wenn soziale Fragen mitgedacht werden. Aus diesem Grund
hat Bundesumweltministerin Schulze zu Beginn der Legislaturperiode einen
Dialog mit dem Deutschen Mieterbund und den in der BAGFW
zusammengeschlossenen Wohlfahrtsverbänden (AWO, Deutscher Caritasverband,
Der Paritätische Gesamtverband, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie
Deutschland, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland) gestartet.

In diesem Rahmen konnte das Bundesumweltministerium zwei bedarfsgerechte
Förderprogramme für die Sozialwirtschaft entwickeln. Beide sind als
Bestandteil des Konjunktur- und Zukunftspakets der Bundesregierung zur
Bewältigung der Corona-Krise bereits im Herbst 2020 gestartet. Das
Förderprogramm „Sozial und Mobil“ (Anfangsvolumen: 200 Millionen Euro)
hilft sozialen Diensten dabei, ihre Flotten auf Elektromobilität
umzustellen. Mit dem Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen
Einrichtungen“ unterstützt das BMU mit 150 Millionen bis 2023
individuelle Beratungen, umfassende Anpassungskonzepte und konkrete
Maßnahmen, um sich gegen die spürbaren Folgen des Klimawandels zu
wappnen. Damit will das BMU gegen die Folgen des Klimawandels vorgehen
sowie das Arbeitsumfeld der Beschäftigten und die Lebensqualität in den
Einrichtungen verbessern. Die hohe Zahl der eingereichten Anträge zeigt
die hohe Relevanz, die Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des
Klimawandels bereits in der Sozialwirtschaft haben.

Weitere Informationen zu den BMU-Förderprogrammen für die
Sozialwirtschaft:

Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“
<https://www.bmu.de/presseverteiler/lt.php?tid=vUE0FDk4nnWZKJbCGjVzxqpSfWxJpUF1hM6ZkfwC/1uBuBNZyf/boKSsg41K6FIQ>

Förderprogramm „Sozial & Mobil“
<https://www.bmu.de/presseverteiler/lt.php?tid=qBhB7xGzq36IWN+maBs0RKpSfWxJpZF1hM6ZkfwC/1uBuBNZyf97oKSsg41K6FIQ>

Quelle: bmu.de

 

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Von redaktion

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.