München:

Schaeffler baut zahlreiche Arbeitsplätze in Bayern ab

Aiwanger: „Der Bund muss der Autobranche endlich gezielt helfen“

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat an den Automobilzulieferer Schaeffler appelliert, den angekündigten Arbeitsplatzabbau sozialverträglich zu gestalten. Schaeffler hatte angekündigt, europaweit 4400 Stellen abzubauen, davon einen erheblichen Teil in Bayern. Aiwanger: Der Freistaat ist als Heimatstandort des Unternehmens leider vom geplanten Stellenabbau in erheblichem Ausmaß betroffen. Es geht jetzt darum, Zukunftslösungen für die betroffenen Mitarbeiter zu finden. Das können Weiterqualifizierungen und neue Job-Angebote sein.

Das bayerische Wirtschaftsministerium stehe im Kontakt mit dem Unternehmen und wird Schaeffler mit dem zur Verfügung stehenden Instrumentarium bei der Neuausrichtung unterstützen. Aiwanger: Wir bieten der Automobilbranche in dieser Strukturkrise Technologieförderprogramme, um die Innovationskraft zu stärken. Gerade im Bereich der Wasserstoffwirtschaft sehe ich Chancen. Schaeffler ist ja bereits Teil des Wasserstoffbündnisses Bayern und hat angekündigt, ein Zentrum für Wasserstofftechnologie in Herzogenaurach zu errichten.

 

Positiv beurteilt der Wirtschaftsminister die geplante Stärkung der Standorte Herzogenaurach, Schweinfurt und Höchstadt durch Bündelung von Technologie- und Produktionskompetenzen sowie Investitionen in Zukunftsfelder.

 

Angesichts dieses erneuten Stellenabbaus in der Automobilbranche erneuerte Aiwanger seine Kritik an den Ergebnissen des Autogipfels im Kanzleramt Anfang der Woche. Aiwanger: Diese Hiobsbotschaft zeigt noch einmal nachdrücklich, dass die Automobilindustrie und gerade die Zulieferer jetzt gezielte Unterstützung durch den Bund brauchen und nicht Arbeitsgruppen und die Vertagung von Entscheidungen auf November. Neben sofortigen nachfragesteigernden Maßnahmen wie Absatzhilfen für alle schadstoffarmen Fahrzeuge ist der Bund gefordert, dringend auch allgemein für bessere Standortbedingungen in Deutschland durch Steuer- und Kostensenkungen für Unternehmen zu sorgen. Maximal 25% Unternehmenssteuern, bei der steuerlichen Verlustverrechnung mindestens die zurückliegenden drei Jahre einbeziehen und das Rücktragsvolumen deutlich erhöhen. Die USA haben fünf Jahre Verlustrücktrag. Wenn Deutschland nicht endlich international wettbewerbsfähige Standortbedingungen schafft, werden weiterhin Arbeitsplätze in großem Ausmaß verlagert und verlorengehen. Wir können diese Probleme in Deutschland nicht allein mit bayerischen Fördergeldern auffangen.

Quelle: stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.