München:

Huml treibt Digitalisierung in der Pflege weiter voran – Bayerns Gesundheitsministerin: 2018 starten innovative Projekte – Förderung einer Online-Wissensplattform für Pflegefachkräfte

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml treibt im neuen Jahr die Digitalisierung in der Pflege weiter voran. Huml betonte am Mittwoch: „Die Zahl der Pflegebedürftigen in Bayern steigt. Prognosen gehen im Jahr 2030 von bis zu 3,4 Millionen Menschen aus, die Pflege benötigen werden. Deshalb sind digitale Hilfsmittel wichtig, denn sie können Pflegekräfte und pflegende Angehörige entlasten.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Wir müssen aber auch die Bürgerinnen und Bürger vom Mehrwert der digitalen Anwendungen überzeugen. Klar ist: High-Tech bedeutet nicht, dass technische und digitale Anwendungen die Menschlichkeit verdrängen. Vielmehr sollen Freiräume für mehr menschliche Zuwendung geschaffen werden.“

Huml erläuterte: „2018 starten einige innovative Projekte, um Digitalisierung und Technik in der häuslichen Pflege weiterzubringen. Zum Beispiel ‚CARE REGIO‘: Das Konzept für die bayerische Leitregion für eine moderne Pflege als Ergebnis unseres Netzwerks Pflege Digital Bayern.“ Das Konzept mit einem Projektvolumen von 7,5 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre sieht vor, Ideen und Technologien zu entwickeln, wie Pflegende und die zu Pflegenden mit neuen technisch-digitalen Systemen oder Prozessen unterstützt werden könnten.

Digitale Hilfsmittel können neben den Pflegekräften aber auch direkt älteren Menschen oder Menschen mit Einschränkungen den Alltag erleichtern. Das steigert die Selbstständigkeit der Pflegebedürftigen und deren Lebensqualität.

Die Ministerin erläuterte: „Hier gibt es enormes Potential. Aber mir ist wichtig zu betonen, dass High Tech niemanden ersetzen soll, ganz im Gegenteil: Oberstes Ziel einer innovativen Pflege mit Digitalisierung und Technik ist, Freiräume für menschliche Zuwendung zu schaffen, also ‚HighTech für mehr HighTouch‘. Denn der Mensch ist und bleibt der entscheidende Maßstab für die Qualität der pflegerischen Versorgung!“

Huml fügte hinzu: „Über unsere Zukunftsinitiative ‚HighTech in der Pflege‘ fördern wir weitere Projekte in allen sieben bayerischen Regierungsbezirken. So unterstützen wir in den kommenden fünf Jahren Projekte wie ‚DeinHaus 4.0‘ für ein optimales Wohnumfeld für Pflegebedürftige mit insgesamt 35 Millionen Euro.“

Auch die Schaffung einer interaktiven Wissensplattform für professionell Pflegende in Bayern wird vom Gesundheits- und Pflegeministerium gefördert. Sie ist eine von drei Pflege-Maßnahmen zum Masterplan Bayern Digital.

Huml unterstrich: „Mit dieser Plattform wollen wir pflegefachliches Wissen, praktische Handlungshilfen und organisatorisch administratives Wissen bündeln sowie einen Austausch von Pflegekräften untereinander oder mit Experten ermöglichen. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen in der Pflege zu verbessern und die Pflegetätigkeit attraktiver machen.“

Huml fügte hinzu: „Hierzu haben wir 2017 zunächst eine Machbarkeitsstudie mit 37.000 Euro gefördert. Ergebnisse der Studie ‚MINI WIPP‘ liegen bereits vor. Anhand einer qualitativen Befragung von Pflegefachkräften in Bayern wurde eine Bedarfsanalyse ermittelt, um so ein bestmögliches Unterstützungssystem für die Fachkräfte in der Alterspflege im Arbeitsalltag aufbauen zu können. Für den Aufbau der Wissens- und Austauschplattform sind für 2018 weitere Mittel in Höhe von 200.000 Euro eingeplant.“

Weitere Informationen zu Digitalisierung und Technik in der Pflege finden Sie im Internet unter:

https://www.stmgp.bayern.de/pflege/aktuelles-aus-der-pflege/

Quelle: stmpg.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.