Straubing:

Spatenstich für neuen Fraunhofer-Forschungsbau in Straubing

Aiwanger: „Mit dem neuen Fraunhofer-Gebäude stärken wir den Forschungsstandort Straubing“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat heute am Spatenstich für den Neubau des Forschungsgebäudes des Fraunhofer IGB gesetzt. Das Bild zeigt ihn mit Vertretern der Fraunhofer Gesellschaft, des Hafens Straubing-Sand sowie der Landes-, Kreis- und Kommunalpolitik.

Foto: StMWi/Bastian Brummer

Das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB erweitert seinen Standort in Straubing. Am Hafen Straubing-Sand entsteht ein neues Forschungsgebäude mit mehr als 900 Quadratmetern Fläche. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat heute den symbolischen ersten Spatenstich für den Neubau gesetzt. Künftig sollen am Standort unter anderem nachhaltige Kraftstoffe erforscht werden. Freistaat, Bund und EU fördern das Vorhaben mit insgesamt rund 14 Millionen Euro. Aiwanger: „Erneuerbare Kraftstoffe sind der einzige Weg, ein energiearmes Land wie Bayern unabhängig zu machen, ohne unsere Wirtschaft zu schwächen. Hier sollen aus der Theorie bald praktische Lösungen entstehen. Mit dem neuen Forschungsgebäude stärken wir den Forschungsstandort Straubing und schaffen beste Voraussetzungen, um innovative Technologien schneller in die Anwendung zu bringen. Besonders die Forschung an nachhaltigen Kraftstoffen aus CO2 und Wasserstoff bietet großes Potenzial für unsere Wirtschaft. Die rund 14 Millionen Euro Förderung von Freistaat, Bund und EU sind deshalb gut investiert.“ Das Fraunhofer IGB forscht seit 2009 in Straubing an innovativen katalytischen Verfahren für nachhaltige Chemie und biobasierte Funktionsmaterialien. In den kommenden zwei Jahren entstehen im Neubau ein Technikum für Demonstrationsanlagen und Prototypen, Labore und Büros mit Platz für weitere, knapp 30 Beschäftigte. Ein Forschungsschwerpunkt wird die Entwicklung synthetischer Kraftstoffe im 2023 gegründeten Bayerischen Zentrum für nachhaltige Kraftstoffe (ZENK). Gemeinsam mit dem Fraunhofer UMSICHT in Sulzbach-Rosenberg erforscht das Fraunhofer IGB neue Produktionswege für CO2-neutrale Kraftstoffe auf erneuerbarer Rohstoff- und Energiebasis. Aiwanger: „Wir brauchen neue Lösungen, um CO2 und Wasserstoff für neue Kraftstoffe nutzbar zu machen. In Straubing schaffen wir die Infrastruktur, um solche Verfahren weiterzuentwickeln und im Technikumsmaßstab zu erproben. Davon können auch die Unternehmen am Standort und in der Region profitieren.“ In unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen Forschungsgebäude wird gleichzeitig auch eine Pilotanlage errichtet werden, um die Forschungsergebnisse skalieren zu können. Hierfür investieren Freistaat, Bund und die EU weitere rund 9 Millionen Euro. Das Fraunhofer IGB ist am Standort eng mit der Technischen Universität München, dem Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ), C.A.R.M.E.N. e.V. sowie dem BioCampus vernetzt. Pilotanlage und Forschungsgebäude sollen 2028 zur Verfügung stehen.

Quelle:stmwi.bayern.de

 

Von redaktion