Berlin:

Regionale Wertschöpfung macht ländliche Räume stark
17. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung von Bundeminister Özdemir und Vizekanzler Habeck eröffnet

„Land.schöpft.Wert – Starke ländliche Regionen“ lautet das Motto des 17. Zukunftsforums Ländliche Entwicklung, das heute von Gastgeber und Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir sowie Vizekanzler und Bundeswirtschafts- und klimaschutzminister Robert Habeck eröffnet wurde.

 

Zwei Tage lang diskutieren im Rahmen der Grünen Woche mehr als 1800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – vor Ort und digital – beim größten nationale Forum für die Entwicklung ländlicher Räume darüber, wie regionale Wertschöpfung auf dem Land gestärkt werden kann. Dabei geht es etwa um die Erzeugung lokaler Produkte, die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region oder auch die Förderung von lokalem Unternehmertum. In 28 Fachforen wird das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, beispielsweise wie die Einbindung und Teilhabe der Bevölkerung vor Ort gelingt sowie relevante Akteure vernetzt und digitale Lösungen zur Unterstützung von Transformationsprozessen eingesetzt werden können.

Dazu sagt Bundesminister Özdemir: „Die ländlichen Regionen sind die Kraft unseres Landes. Egal ob Energieversorgung und Mobilität der Zukunft, regionale Wirtschaftskreisläufe oder besserer Schutz vor Extremwettern – die ländlichen Räume spielen bei der Entwicklung und Umsetzung von Lösungen eine Schlüsselrolle. Viele Menschen packen hier gemeinsam an, engagieren sich ehrenamtlich und schaffen Gemeinschaft. Wenn wir die Potentiale der ländlichen Räume noch stärker fördern und heben, sind sie unsere Pioniere und Zukunftsgestalter für eine engagierte Bürgergesellschaft und einen neuen Wohlstand. Dieser fußt auf einer nachhaltigeren Art des Wirtschaftens mit kurzen Wertschöpfungsketten und einer regionalen Verarbeitung. Ich freue mich, dass das Zukunftsforum eine Plattform bietet, damit die maßgeblichen Zukunftsgestalterinnen und -gestalter miteinander reden können, die in den ländlichen Räumen leben und dort Veränderungen gestalten.“

Bundesminister Habeck: „Ländliche Räume decken nicht nur etwa 90 Prozent der Fläche Deutschlands ab, sie sind auch das wirtschaftliche Fundament unseres Landes. Die Transformation hin zu Klimaneutralität, die Digitalisierung und die demografische Entwicklung stellen ländliche Räume vor große Herausforderungen, gleichzeitig finden sich dort aber auch große Potenziale und Chancen. Die Wirtschafts- und Klimaschutzpolitik hat in dieser Legislaturperiode die Weichen dafür gestellt, dass die vielfältigen Entwicklungspotenziale in ländlichen Räumen besser genutzt und damit auch die Lebens- und Wirtschaftsbedingungen verbessert werden. Ein Beispiel ist die umfassende Reform der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) – dem wichtigsten regionalpolitischen Instrument Deutschlands. Damit können wir Transformationsprozesse in strukturschwachen ländlichen Regionen künftig noch besser flankieren.“

Hintergrund:
• Ländliche Räume zu stärken und zu gleichwertigen Lebensverhältnissen in Stadt und Land beizutragen, gehört zu den Kernaufgaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit ländlicher Regionen, in denen mehr als die Hälfte unserer Bevölkerung lebt, zu stärken.
• Mit dem Zukunftsforum als größter nationaler Plattform für ländliche Räume bietet das BMEL Akteurinnen und Akteuren der Ländlichen Entwicklung seit 2008 jährlich während der Grünen Woche eine zentrale Plattform für Vernetzung, Wissenstransfer, Diskussion und Austausch zu praktischen Lösungen.
• Mehr Informationen zu den BMEL-Projekten und zum Thema „Ländliche Entwicklung“ finden Sie hier<https://www.bmel.de/DE/themen/laendliche-regionen/laendliche-regionen_node>.
• Das gesamte Programm des 17. Zukunftsforums Ländliche Entwicklung finden Sie hier<https://www.zukunftsforum-laendliche-entwicklung.de/>.

Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

Bayerns Wirtschaftsminister informiert sich im Bayerischen Wald Aiwanger: „Gemeinsam haben wir den Borkenkäfer deutlich zurückgedrängt – jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Nach dem trockenen Sommer sind die Bäume geschwächt und anfällig“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Das Bild zeigt ihn mit (v.l.n.r) Nationalparkchefin Ursula Schuster und BaySF-Vorstand Rudolf Plochmann. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download SPIEGELAU  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings.   Aiwanger: „Die Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald hat sich deutlich entspannt. Das ist eine gute Nachricht für unsere Wälder und ein Erfolg der konsequenten Arbeit aller Beteiligten. Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass wir den Käfer nur gemeinsam und über die Grenzen der Waldbesitzarten hinweg wirksam bekämpfen können. Genau diesen Weg müssen wir weitergehen. Denn Entwarnung können wir noch lange nicht geben: Nach Hitze und Trockenheit sind viele Bäume geschwächt. Wir müssen aufmerksam bleiben, Befall früh erkennen, Käferholz konsequent aufarbeiten und zügig aus dem Wald bringen.“   Der Ortstermin in Spiegelau war bereits das dritte gemeinsame Treffen zur Borkenkäferthematik im Bayerischen Wald nach den Terminen im März 2024 und August 2025. Damals stand die Sorge im Mittelpunkt, dass sich der Borkenkäfer aus dem Nationalpark in angrenzende Waldflächen ausbreiten könnte. Heute fällt die Bilanz deutlich positiver aus. Gemeinsam mit den Partnern wurden an Exkursionspunkten im Staatswald und im Nationalpark Bayerischer Wald unterschiedliche Verfahren und Methoden zur waldschutzwirksamen Aufarbeitung von Käferholz vorgestellt.   Aiwanger: „Wir sehen, dass regelmäßiger Austausch und abgestimmtes Handeln etwas bewirken. Staatswald, Nationalpark und Privatwald haben unterschiedliche Aufgaben und Rahmenbedingungen. Beim Schutz unserer Wälder haben wir aber ein gemeinsames Interesse. Deshalb werden wir den regelmäßigen Austausch fortsetzen und weiter an einem Strang ziehen.“ Die Borkenkäfersituation in der Region Bayerischer Wald ist aktuell so ruhig wie seit Jahren nicht mehr. In den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen wurden bislang historisch geringe Mengen an Käferholz festgestellt. Die Fangzahlen des Borkenkäfermonitorings der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft liegen rund 40 Prozent unter dem Niveau von 2024. Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen sehr geringe Schadholzmengen und in der Managementzone des Nationalparks ist die Situation im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls ruhig. Die Entwicklung zeigt: Konsequentes Borkenkäfermanagement und eine enge Zusammenarbeit über die Waldbesitzarten hinweg zahlen sich aus. Gleichzeitig bleibt der Käfer eine Gefahr. Nach den heißen und trockenen Phasen dieses Sommers sind die Wälder weiterhin belastet. Deshalb gilt es, gerade jetzt wachsam zu bleiben und bei ersten Anzeichen konsequent zu handeln. Regelmäßige Bohrmehlsuche, schnelle Aufarbeitung und der zügige Abtransport des Käferholzes bleiben die entscheidenden Maßnahmen. Ziel bleibt, den Wald als Lebens- und Wirtschaftsraum für kommende Generationen zu erhalten. Ansprechpartner: Bastian Brummer Stellv. Pressesprecher Auf Flächen des Nationalparks Bayerischer Wald überzeugte sich der Minister von einem Verfahren der Parkverwaltung, wodurch Käferbäume unschädlich gemacht werden. Dabei griff er auch selbst zum Werkzeug und entrindete einen Baum. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäfers.