Berlin:

Bundeskabinett beschließt Wirtschaftsplan des Klima- und Transformationsfonds (KTF)
Wichtiger Schub für Investitionen in Zukunftstechnologien und Klimaschutz

Das Bundeskabinett hat heute die federführend vom Bundesfinanzministerium eingebrachte Vorlage für
den Regierungsentwurf für den Wirtschaftsplan des Sondervermögens Klima- und Transformationsfonds
(KTF) für das Jahr 2024 sowie die Finanzplanung bis 2027 beschlossen.
Die Programmausgaben im Wirtschaftsplan 2024 belaufen sich auf 57,6 Mrd. €. Davon entfallen 47,4
Mrd. € auf Programme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Für die Jahre
2024 bis 2027 plant die Bundesregierung über den KTF–Klima- und Transformationsfonds Investitionen
in Höhe von insgesamt 211,8 Mrd. €. Damit leistet der KTF–Klima- und Transformationsfonds
weiterhin einen zentralen Beitrag zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele
Deutschlands, zur Entwicklung und Ansiedlung von Zukunftstechnologien und damit zur Transformation
hin zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Volkswirtschaft.
Die Ausgabenschwerpunkte des BMWK im KTF–Klima- und Transformationsfonds-Wirtschaftsplan belegen
diese Zielrichtung und geben einen wichtigen Schub für Investitionen in Zukunftstechnologien, den
Aufbau von Produktionskapazitäten und den Klimaschutz.

Konkret handelt es sich um folgende Aufgabenschwerpunkte – jeweils bezogen auf das Jahr 2024: die
Förderung für effiziente Gebäude inklusive der sozialen Abfederung des neuen Gebäudeenergiegesetzes
(rund 18,8 Mrd. €), die Finanzierung des EEG (rund 12,6 Mrd. €), Transformationsprogramme im
Bereich der Mikroelektronik, des Aufbaus von Produktionskapazitäten für Transformationstechnologien
und Rohstoffe (rund 4,1 Mrd. €), den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft inklusive der
Wasserstoffstrategie Außenwirtschaft (u.a. H2Global) und die Dekarbonisierung der Industrie (rund
3,7 Mrd. €), die Strompreiskompensation zur Entlastung der Unternehmen von den Kosten durch den
EU-Emissionshandel (rund 2,6 Mrd. €), die Förderung der Elektromobilität im BMWK inklusive der
Batteriezellfertigung (rund 1,6 Mrd. €), die Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe (rund 850
Mio. €) und die Transformation der Wärmenetze (rund 800 Mio. €).
Bei der Mikroelektronik wird die bisher auf unterschiedliche Titel des Bundeshaushalts verteilte
Finanzierung nunmehr zentral im KTF–Klima- und Transformationsfonds gebündelt. Damit wird künftig
die Komponente Transformation Deutschlands hin zu einer nachhaltigen und klimaneutralen
Volkswirtschaft im KTF–Klima- und Transformationsfonds verstärkt, und es wird sichergestellt, dass
diese Schlüsseltechnologie nach Deutschland kommt. Die Mikroelektronik ist Hebel sowie
unverzichtbare Grundlage für das Gelingen wichtiger Transformationsprozesse. Halbleiterprodukte
stellen eine essentielle Komponente und einen Multiplikator für die Wertschöpfung in nahezu jeder
wirtschaftlichen Tätigkeit in Deutschland und Europa dar.
Auch für andere wichtige Transformationstechnologien – z.B. die Herstellung von Solaranlagen – soll
künftig öfter gelten „Made in Germany“. Daher fördern wir aus dem KTF–Klima- und
Transformationsfonds künftig auch Investitionen zur Ansiedlung entsprechender
Produktionskapazitäten.
Der Entwurf des Wirtschaftsplans wird nun zusammen mit dem Entwurf des Bundeshaushalts dem
Bundestag für das parlamentarische Verfahren zugeleitet.
Der Klima- und Transformationsfonds liegt als Sondervermögen in der federführenden Zuständigkeit
des Bundesfinanzministeriums. Die Mittelbewirtschaftung liegt zum Großteil in der Zuständigkeit des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2023/08/20230809-bundeskabinett-beschliesst-wirtschaftsplan-des-ktf.html

Quelle: abo-bmwi.de

Von redaktion

Versäumt

Bayerns Wirtschaftsminister informiert sich im Bayerischen Wald Aiwanger: „Gemeinsam haben wir den Borkenkäfer deutlich zurückgedrängt – jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Nach dem trockenen Sommer sind die Bäume geschwächt und anfällig“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Das Bild zeigt ihn mit (v.l.n.r) Nationalparkchefin Ursula Schuster und BaySF-Vorstand Rudolf Plochmann. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download SPIEGELAU  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings.   Aiwanger: „Die Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald hat sich deutlich entspannt. Das ist eine gute Nachricht für unsere Wälder und ein Erfolg der konsequenten Arbeit aller Beteiligten. Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass wir den Käfer nur gemeinsam und über die Grenzen der Waldbesitzarten hinweg wirksam bekämpfen können. Genau diesen Weg müssen wir weitergehen. Denn Entwarnung können wir noch lange nicht geben: Nach Hitze und Trockenheit sind viele Bäume geschwächt. Wir müssen aufmerksam bleiben, Befall früh erkennen, Käferholz konsequent aufarbeiten und zügig aus dem Wald bringen.“   Der Ortstermin in Spiegelau war bereits das dritte gemeinsame Treffen zur Borkenkäferthematik im Bayerischen Wald nach den Terminen im März 2024 und August 2025. Damals stand die Sorge im Mittelpunkt, dass sich der Borkenkäfer aus dem Nationalpark in angrenzende Waldflächen ausbreiten könnte. Heute fällt die Bilanz deutlich positiver aus. Gemeinsam mit den Partnern wurden an Exkursionspunkten im Staatswald und im Nationalpark Bayerischer Wald unterschiedliche Verfahren und Methoden zur waldschutzwirksamen Aufarbeitung von Käferholz vorgestellt.   Aiwanger: „Wir sehen, dass regelmäßiger Austausch und abgestimmtes Handeln etwas bewirken. Staatswald, Nationalpark und Privatwald haben unterschiedliche Aufgaben und Rahmenbedingungen. Beim Schutz unserer Wälder haben wir aber ein gemeinsames Interesse. Deshalb werden wir den regelmäßigen Austausch fortsetzen und weiter an einem Strang ziehen.“ Die Borkenkäfersituation in der Region Bayerischer Wald ist aktuell so ruhig wie seit Jahren nicht mehr. In den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen wurden bislang historisch geringe Mengen an Käferholz festgestellt. Die Fangzahlen des Borkenkäfermonitorings der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft liegen rund 40 Prozent unter dem Niveau von 2024. Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen sehr geringe Schadholzmengen und in der Managementzone des Nationalparks ist die Situation im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls ruhig. Die Entwicklung zeigt: Konsequentes Borkenkäfermanagement und eine enge Zusammenarbeit über die Waldbesitzarten hinweg zahlen sich aus. Gleichzeitig bleibt der Käfer eine Gefahr. Nach den heißen und trockenen Phasen dieses Sommers sind die Wälder weiterhin belastet. Deshalb gilt es, gerade jetzt wachsam zu bleiben und bei ersten Anzeichen konsequent zu handeln. Regelmäßige Bohrmehlsuche, schnelle Aufarbeitung und der zügige Abtransport des Käferholzes bleiben die entscheidenden Maßnahmen. Ziel bleibt, den Wald als Lebens- und Wirtschaftsraum für kommende Generationen zu erhalten. Ansprechpartner: Bastian Brummer Stellv. Pressesprecher Auf Flächen des Nationalparks Bayerischer Wald überzeugte sich der Minister von einem Verfahren der Parkverwaltung, wodurch Käferbäume unschädlich gemacht werden. Dabei griff er auch selbst zum Werkzeug und entrindete einen Baum. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäfers.