München:

Hausdurchsuchungen gegen Hass und Hetze

/ Bayern beteiligt sich beim neunten Aktionstag gegen Hasspostings / Justizminister
Georg Eisenreich warnt: „Hasskriminalität hat sich zu einer echten Gefahr
für die Demokratie entwickelt. Die bayerische Justiz geht konsequent dagegen
vor.

“ Wer im Internet hetzt, muss in Bayern mit
unangemeldetem Besuch von Polizei und Staatsanwaltschaft rechnen: Beim
neunten bundesweiten Aktionstag zur Bekämpfung von Hasspostings durchsuchten
Ermittler heute (14. Juni) bayernweit Wohnungen. Sie ermitteln gegen 31
Beschuldigte. Es handelt sich um sieben Frauen und 24 Männer im Alter
von 19 bis 72 Jahren. Die Ermittler sicherten Laptops und Smartphones als
Beweismittel. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich:
„Hate Speech hat nach dem Ende der Pandemie einen neuen Höchststand
erreicht. Entwicklungen wie der russische Angriffskrieg auf die Ukraine
und seine Folgen bieten Hass und Hetze neuen Nährboden. Hasskriminalität
hat sich zu einer echten Gefahr für die Demokratie entwickelt. Im
vergangenen Jahr registrierte das Bundeskriminalamt allein 3.396 politisch
motivierte Hasspostings – ein Plus von mehr als 40 Prozent gegenüber
dem Vorjahr.“ Darunter waren 1.073 Volksverhetzungen und 981 Beleidigungen.
Der Justizminister warnt: „Volksverhetzung kann
bereits bei Ersttätern Geldstrafen von mehreren Monatsgehältern
zur Folge haben. Im Wiederholungsfall und in schweren Fällen sind
auch Freiheitsstrafen möglich.“ Die bayerische Justiz
geht konsequent gegen strafbare Posts im Internet vor. Bereits im Jahr
2020 hat Minister Eisenreich Deutschlands ersten Hate-Speech-Beauftragten
zentral für die bayerische Justiz bestellt und Sonderdezernate bei
allen 22 Staatsanwaltschaften eingerichtet. Eisenreich:
„Unsere Hate-Speech-Spezialisten haben allein im Jahr 2022 insgesamt
2.435 Verfahren neu eingeleitet.“ Damit möglichst viele Fälle
von Hate-Speech zur Anzeige gebracht werden, hat die Justiz fünf Online-Meldeverfahren
mit verschiedenen Kooperationspartnern eingerichtet: für Bürgerinnen
und Bürger mit der baden-württembergischen Meldestelle ″REspect!“,
für Jüdinnen und Juden mit der Recherche- und Informationsstelle
Antisemitismus Bayern (RIAS), für Medienschaffende mit der Bayerischen
Landeszentrale für neue Medien (BLM), für Kommunalpolitikerinnen
und -politiker, für queere Menschen mit der Münchner Fachstelle
„Strong!“. Eisenreich: „Angriffe
auf Journalistinnen und Journalisten, Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker,
Minderheiten, andersgläubige und politische andersdenkende Menschen
nehmen wir in Bayern nicht hin. Beim Aktionstag haben Polizei und Justiz
in Bayern erneut ein deutliches Signal gesetzt.“

Quelle:stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

Bayerns Wirtschaftsminister informiert sich im Bayerischen Wald Aiwanger: „Gemeinsam haben wir den Borkenkäfer deutlich zurückgedrängt – jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Nach dem trockenen Sommer sind die Bäume geschwächt und anfällig“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Das Bild zeigt ihn mit (v.l.n.r) Nationalparkchefin Ursula Schuster und BaySF-Vorstand Rudolf Plochmann. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download SPIEGELAU  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings.   Aiwanger: „Die Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald hat sich deutlich entspannt. Das ist eine gute Nachricht für unsere Wälder und ein Erfolg der konsequenten Arbeit aller Beteiligten. Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass wir den Käfer nur gemeinsam und über die Grenzen der Waldbesitzarten hinweg wirksam bekämpfen können. Genau diesen Weg müssen wir weitergehen. Denn Entwarnung können wir noch lange nicht geben: Nach Hitze und Trockenheit sind viele Bäume geschwächt. Wir müssen aufmerksam bleiben, Befall früh erkennen, Käferholz konsequent aufarbeiten und zügig aus dem Wald bringen.“   Der Ortstermin in Spiegelau war bereits das dritte gemeinsame Treffen zur Borkenkäferthematik im Bayerischen Wald nach den Terminen im März 2024 und August 2025. Damals stand die Sorge im Mittelpunkt, dass sich der Borkenkäfer aus dem Nationalpark in angrenzende Waldflächen ausbreiten könnte. Heute fällt die Bilanz deutlich positiver aus. Gemeinsam mit den Partnern wurden an Exkursionspunkten im Staatswald und im Nationalpark Bayerischer Wald unterschiedliche Verfahren und Methoden zur waldschutzwirksamen Aufarbeitung von Käferholz vorgestellt.   Aiwanger: „Wir sehen, dass regelmäßiger Austausch und abgestimmtes Handeln etwas bewirken. Staatswald, Nationalpark und Privatwald haben unterschiedliche Aufgaben und Rahmenbedingungen. Beim Schutz unserer Wälder haben wir aber ein gemeinsames Interesse. Deshalb werden wir den regelmäßigen Austausch fortsetzen und weiter an einem Strang ziehen.“ Die Borkenkäfersituation in der Region Bayerischer Wald ist aktuell so ruhig wie seit Jahren nicht mehr. In den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen wurden bislang historisch geringe Mengen an Käferholz festgestellt. Die Fangzahlen des Borkenkäfermonitorings der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft liegen rund 40 Prozent unter dem Niveau von 2024. Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen sehr geringe Schadholzmengen und in der Managementzone des Nationalparks ist die Situation im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls ruhig. Die Entwicklung zeigt: Konsequentes Borkenkäfermanagement und eine enge Zusammenarbeit über die Waldbesitzarten hinweg zahlen sich aus. Gleichzeitig bleibt der Käfer eine Gefahr. Nach den heißen und trockenen Phasen dieses Sommers sind die Wälder weiterhin belastet. Deshalb gilt es, gerade jetzt wachsam zu bleiben und bei ersten Anzeichen konsequent zu handeln. Regelmäßige Bohrmehlsuche, schnelle Aufarbeitung und der zügige Abtransport des Käferholzes bleiben die entscheidenden Maßnahmen. Ziel bleibt, den Wald als Lebens- und Wirtschaftsraum für kommende Generationen zu erhalten. Ansprechpartner: Bastian Brummer Stellv. Pressesprecher Auf Flächen des Nationalparks Bayerischer Wald überzeugte sich der Minister von einem Verfahren der Parkverwaltung, wodurch Käferbäume unschädlich gemacht werden. Dabei griff er auch selbst zum Werkzeug und entrindete einen Baum. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäfers.