Berlin:

Öko-Barometer 2022: Bio-Lebensmittel auch in Krisenzeiten nachgefragt
Mehrheit der Deutschen will künftig zu Bio-Produkten greifen

Die Verbraucherinnen und Verbraucher bleiben Bio-Lebensmitteln treu. Trotz Inflation und Kaufzurückhaltung am gesamten Lebensmittelmarkt geben 89 Prozent der Befragten an, in Zukunft Bio-Lebensmittel kaufen zu wollen, so die Ergebnisse des aktuellen Öko-Barometers. Aktuell greifen nach Angaben der Befragten 85 Prozent zu Bio. Besonders beliebt sind bei den Kundinnen und Kunden Bio-Eier sowie Gemüse und Obst aus Öko-Erzeugung. Auch in Betriebsrestaurants, Kantinen oder Mensen sind Speisen mit Bio-Lebensmitteln beliebt. Die wichtigsten Gründe für den Bio-Konsum: artgerechte Tierhaltung, möglichst naturbelassene Lebensmittel, regionale Herkunft und eine gesunde Ernährung.

Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, sagt: „Die Menschen wollen weiter Bio – das ist eine gute Nachricht für Umwelt, Klima, Artenschutz und unsere Höfe. Und es bestärkt uns auf unserem Weg, Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion zukunftsfest aufzustellen. Gerade in Krisenzeiten wird uns noch einmal stärker bewusst, wie wertvoll und wichtig es ist, nachhaltig zu wirtschaften. Genau darauf zahlt unser Ziel von 30 Prozent Bio bis 2030 ein. Für die Höfe kann Bio eine wichtige Zukunftschance sein. Wichtig ist mir, dass sich Öko für die Betriebe ebenso lohnt wie für die Kundinnen und Kunden, damit die gute Wahl zur einfachen wird. Daran arbeiten wir.“

Die wichtigsten Ergebnisse des Öko-Barometers 2022:
• 36 Prozent der Befragten bekunden, häufig (33 Prozent) oder ausschließlich (3 Prozent) Bio-Lebensmittel zu kaufen. Unter den befragten Frauen fällt der Anteil mit 40 Prozent höher als unter Männern (32 Prozent) aus. Zudem geben 49 Prozent der Befragten an, gelegentlich Bio-Lebensmittel zu erwerben.
• Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln ist bei Eiern sowie Gemüse und Obst am größten, gefolgt von Kartoffeln, Milchprodukten sowie Fleisch- oder Wurstwaren. Seltener werden Süßwaren und alkoholische Getränke in Bio-Qualität gekauft.
• Von den vorgegebenen Aspekten für den Einkauf von Bio-Lebensmitteln werden am häufigsten eine artgerechte Tierhaltung (54 Prozent) und gesunde Lebensmittel (44 Prozent) als wichtigster oder als zweitwichtigster Aspekt ausgewählt. Faire Bedingungen bei Produktion und Handel sowie der Klimaschutz werden dabei von jeweils einem Viertel der befragten Bio-Käuferinnen und -Käufer angegeben. Der Geschmack ist für etwa ein Fünftel der wichtigste oder zweitwichtigste Aspekt.
• Gekauft werden Bio-Lebensmittel mit Abstand am häufigsten im Supermarkt: Neun von zehn befragten Bio-Käuferinnen und -Käufern nutzen das Bio-Angebot der Supermärkte.
• Etwa die Hälfte der Befragten nutzt nach eigenen Angaben Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung wie Betriebsrestaurants, Kantinen oder Mensen (49 Prozent). Ein Viertel aller Befragten isst dort mindestens einmal monatlich, 15 Prozent tun dies mindestens einmal wöchentlich. Vier von fünf Befragten sind bereit, in einer Kantine oder Mensa für ein Bio-Gericht mehr zu bezahlen (80 Prozent).

Hintergrund
Das Öko-Barometer wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft seit 2002 regelmäßig in Auftrag gegeben und ist fester Bestandteil des Bundesprogramms Ökologischer Landbau. Es ist eine repräsentative Umfrage zum Konsum von Bio-Lebensmitteln. Die aktuelle Studie wurde von der INFO GmbH Markt- und Meinungsforschung von Dezember 2022 bis Januar 2023 durchgeführt. Für die Ergebnisse wurden insgesamt 1.014 Interviews ausgewertet.

Das Öko-Barometer 2022 finden Sie in Kürze hier<http://www.bmel.de/oeko-barometer-2022>.

Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

Bayerns Wirtschaftsminister informiert sich im Bayerischen Wald Aiwanger: „Gemeinsam haben wir den Borkenkäfer deutlich zurückgedrängt – jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Nach dem trockenen Sommer sind die Bäume geschwächt und anfällig“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Das Bild zeigt ihn mit (v.l.n.r) Nationalparkchefin Ursula Schuster und BaySF-Vorstand Rudolf Plochmann. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download SPIEGELAU  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings.   Aiwanger: „Die Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald hat sich deutlich entspannt. Das ist eine gute Nachricht für unsere Wälder und ein Erfolg der konsequenten Arbeit aller Beteiligten. Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass wir den Käfer nur gemeinsam und über die Grenzen der Waldbesitzarten hinweg wirksam bekämpfen können. Genau diesen Weg müssen wir weitergehen. Denn Entwarnung können wir noch lange nicht geben: Nach Hitze und Trockenheit sind viele Bäume geschwächt. Wir müssen aufmerksam bleiben, Befall früh erkennen, Käferholz konsequent aufarbeiten und zügig aus dem Wald bringen.“   Der Ortstermin in Spiegelau war bereits das dritte gemeinsame Treffen zur Borkenkäferthematik im Bayerischen Wald nach den Terminen im März 2024 und August 2025. Damals stand die Sorge im Mittelpunkt, dass sich der Borkenkäfer aus dem Nationalpark in angrenzende Waldflächen ausbreiten könnte. Heute fällt die Bilanz deutlich positiver aus. Gemeinsam mit den Partnern wurden an Exkursionspunkten im Staatswald und im Nationalpark Bayerischer Wald unterschiedliche Verfahren und Methoden zur waldschutzwirksamen Aufarbeitung von Käferholz vorgestellt.   Aiwanger: „Wir sehen, dass regelmäßiger Austausch und abgestimmtes Handeln etwas bewirken. Staatswald, Nationalpark und Privatwald haben unterschiedliche Aufgaben und Rahmenbedingungen. Beim Schutz unserer Wälder haben wir aber ein gemeinsames Interesse. Deshalb werden wir den regelmäßigen Austausch fortsetzen und weiter an einem Strang ziehen.“ Die Borkenkäfersituation in der Region Bayerischer Wald ist aktuell so ruhig wie seit Jahren nicht mehr. In den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen wurden bislang historisch geringe Mengen an Käferholz festgestellt. Die Fangzahlen des Borkenkäfermonitorings der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft liegen rund 40 Prozent unter dem Niveau von 2024. Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen sehr geringe Schadholzmengen und in der Managementzone des Nationalparks ist die Situation im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls ruhig. Die Entwicklung zeigt: Konsequentes Borkenkäfermanagement und eine enge Zusammenarbeit über die Waldbesitzarten hinweg zahlen sich aus. Gleichzeitig bleibt der Käfer eine Gefahr. Nach den heißen und trockenen Phasen dieses Sommers sind die Wälder weiterhin belastet. Deshalb gilt es, gerade jetzt wachsam zu bleiben und bei ersten Anzeichen konsequent zu handeln. Regelmäßige Bohrmehlsuche, schnelle Aufarbeitung und der zügige Abtransport des Käferholzes bleiben die entscheidenden Maßnahmen. Ziel bleibt, den Wald als Lebens- und Wirtschaftsraum für kommende Generationen zu erhalten. Ansprechpartner: Bastian Brummer Stellv. Pressesprecher Auf Flächen des Nationalparks Bayerischer Wald überzeugte sich der Minister von einem Verfahren der Parkverwaltung, wodurch Käferbäume unschädlich gemacht werden. Dabei griff er auch selbst zum Werkzeug und entrindete einen Baum. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäfers.