München – Bayreuth – Kulmbach:

Universität Bayreuth: Startschuss für Ausbau der Fakultät Life Science: Food, Nutrition and Health am Campus Kulmbach

Kaufvertrag für Grundstück am ehemaligen Güterbahnhof unterzeichnet – Wissenschaftsminister Markus Blume: einmalige Win-Win-Situation für Universität und Region

Der Freistaat Bayern hat heute den Kaufvertrag für das Grundstück im Entwicklungsgebiet am ehemaligen Güterbahnhof in Kulmbach unterzeichnet. Der Ausbau des Campus Kulmbach mit der 7. Fakultät der Universität Bayreuth für Life Science: Food, Nutrition and Health wird damit konkret.

Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume betont anlässlich der Vertragsunterzeichnung: „Das ist der ideale Standort für die Fakultät Life Science: Food, Nutrition and Health. Kulmbach hat schon jetzt einen reichhaltig gedeckten Tisch zu bieten, wenn es um Innovation, Knowhow und Forschung zu Lebensmitteln geht. Zusammen mit den hier beheimaten Lebensmittelkonzernen ergibt sich durch den neuen Campus eine einmalige Win-Win-Situation: Sowohl die Universität als auch die gesamte Region profitieren von diesem spezialisierten Hochschulangebot. Dank der Hightech Agenda können wir das Projekt beschleunigen. Sie ist ein Innovationsturbo für alle Branchen!“ Der Kauf des Grundstücks sei nun der Startschuss für die konkrete Realisierung des neuen Campus, so der Minister weiter. Das Projekt erhöhe die Attraktivität der Universität Bayreuth und passe mit seinem interdisziplinären Ansatz zur höchst erfolgreichen „Schnittstellen-Philosophie“ der Universität.

Bayerns Bauminister Christian Bernreiter sagt: „Das ist eine einmalige Chance für Kulmbach und die ganze Region. Zusammen mit der vorhandenen Lebensmittelindustrie bauen wir damit die Genussregion weiter aus und tragen gleichzeitig der steigenden Bedeutung von Ernährung und Bewegung für die Gesundheit Rechnung. Jetzt können wir in die nächste Phase einsteigen, damit möglichst schnell gebaute Wirklichkeit entsteht und die Studierenden einen adäquaten, modernen Campus erhalten.“

Der Präsident der Universität Bayreuth Prof. Dr. Stefan Leible erklärt: „Wir freuen uns, dass der Prozess des Grundstückserwerbs für unsere 7. Fakultät nach dem positiven Votum des Haushaltsausschusses im Dezember nun erfolgreich abgeschlossen wurde. Der Erwerb ist die maßgebliche Initialzündung für viele weitere Schritte, um die Fakultät für Lebenswissenschaften: Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit auch baulich in Kulmbach anzusiedeln. Ich danke heute allen Beteiligten, dass sie die kommenden Maßnahmen so gründlich vorbereitet haben, sodass wir jetzt zügig weitermachen können.“

An der 2019 eröffneten Fakultät Life Science: Food, Nutrition and Health sind die drei bisher eingerichteten Studiengänge stark nachgefragt. Aktuell studieren bereits über 140 Studentinnen und Studenten am Universitätsstandort Kulmbach, neun Professorinnen und Professoren haben ihre Arbeit dort aufgenommen. Im Endausbau soll die Fakultät bis zu 22 Professuren umfassen. Für bis zu 1.000 Studentinnen und Studenten sollen nach und nach zwei Bachelor- und fünf Master-Studiengänge angeboten werden.

Die neue Fakultät verbindet in Forschung und Lehre die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge von Ernährung, Bewegung und Gesundheit mit relevanten ökonomischen, juristischen, soziologischen und Verhaltensfragen. Damit werden hier nicht wie üblich verwandte Fächer in einer Fakultät zusammengefasst, sondern eine Fakultät wird ausgehend von einem übergreifenden Forschungsthema interdisziplinär aufgestellt.

Kulmbach als passgenauer Standort

In Kulmbach wurde am bereits vorhandenen Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, dem Max-Rubner-Institut, im Jahr 2018 ein Nationales Referenzzentrum für die Echtheit und Integrität der Lebensmittelkette eingerichtet. Auf Landesebene sind dort das Kompetenzzentrum für Ernährung und seit 2018 die neu eingerichtete Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen angesiedelt. Zusammen mit verschiedenen mittelständischen Unternehmen der Lebensmittelindustrie bietet sich damit ein geeignetes Umfeld für den Aufbau des Universitätsstandorts in Kulmbach.

Quelle: stmwk.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

Bayerns Wirtschaftsminister informiert sich im Bayerischen Wald Aiwanger: „Gemeinsam haben wir den Borkenkäfer deutlich zurückgedrängt – jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Nach dem trockenen Sommer sind die Bäume geschwächt und anfällig“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Das Bild zeigt ihn mit (v.l.n.r) Nationalparkchefin Ursula Schuster und BaySF-Vorstand Rudolf Plochmann. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download SPIEGELAU  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings.   Aiwanger: „Die Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald hat sich deutlich entspannt. Das ist eine gute Nachricht für unsere Wälder und ein Erfolg der konsequenten Arbeit aller Beteiligten. Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass wir den Käfer nur gemeinsam und über die Grenzen der Waldbesitzarten hinweg wirksam bekämpfen können. Genau diesen Weg müssen wir weitergehen. Denn Entwarnung können wir noch lange nicht geben: Nach Hitze und Trockenheit sind viele Bäume geschwächt. Wir müssen aufmerksam bleiben, Befall früh erkennen, Käferholz konsequent aufarbeiten und zügig aus dem Wald bringen.“   Der Ortstermin in Spiegelau war bereits das dritte gemeinsame Treffen zur Borkenkäferthematik im Bayerischen Wald nach den Terminen im März 2024 und August 2025. Damals stand die Sorge im Mittelpunkt, dass sich der Borkenkäfer aus dem Nationalpark in angrenzende Waldflächen ausbreiten könnte. Heute fällt die Bilanz deutlich positiver aus. Gemeinsam mit den Partnern wurden an Exkursionspunkten im Staatswald und im Nationalpark Bayerischer Wald unterschiedliche Verfahren und Methoden zur waldschutzwirksamen Aufarbeitung von Käferholz vorgestellt.   Aiwanger: „Wir sehen, dass regelmäßiger Austausch und abgestimmtes Handeln etwas bewirken. Staatswald, Nationalpark und Privatwald haben unterschiedliche Aufgaben und Rahmenbedingungen. Beim Schutz unserer Wälder haben wir aber ein gemeinsames Interesse. Deshalb werden wir den regelmäßigen Austausch fortsetzen und weiter an einem Strang ziehen.“ Die Borkenkäfersituation in der Region Bayerischer Wald ist aktuell so ruhig wie seit Jahren nicht mehr. In den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen wurden bislang historisch geringe Mengen an Käferholz festgestellt. Die Fangzahlen des Borkenkäfermonitorings der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft liegen rund 40 Prozent unter dem Niveau von 2024. Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen sehr geringe Schadholzmengen und in der Managementzone des Nationalparks ist die Situation im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls ruhig. Die Entwicklung zeigt: Konsequentes Borkenkäfermanagement und eine enge Zusammenarbeit über die Waldbesitzarten hinweg zahlen sich aus. Gleichzeitig bleibt der Käfer eine Gefahr. Nach den heißen und trockenen Phasen dieses Sommers sind die Wälder weiterhin belastet. Deshalb gilt es, gerade jetzt wachsam zu bleiben und bei ersten Anzeichen konsequent zu handeln. Regelmäßige Bohrmehlsuche, schnelle Aufarbeitung und der zügige Abtransport des Käferholzes bleiben die entscheidenden Maßnahmen. Ziel bleibt, den Wald als Lebens- und Wirtschaftsraum für kommende Generationen zu erhalten. Ansprechpartner: Bastian Brummer Stellv. Pressesprecher Auf Flächen des Nationalparks Bayerischer Wald überzeugte sich der Minister von einem Verfahren der Parkverwaltung, wodurch Käferbäume unschädlich gemacht werden. Dabei griff er auch selbst zum Werkzeug und entrindete einen Baum. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäfers.