München:

Energiewende erfolgreich gestalten: Wissenschaftsministerium fördert Forschung zu klimafreundlicher Energiebereitstellung – 2021 insgesamt rund 2,9 Millionen Euro für zwei Initiativen

Wissenschaftsminister Sibler: „Gezielte Investition in unser aller Zukunft“ – Weiterförderung der Geothermie-Allianz Bayern von TU München, FAU Erlangen-Nürnberg, Universität Bayreuth, LMU und Hochschule München sowie des Kompetenzzentrums für Kraft-Wärme-Kopplung an der OTH Amberg-Weiden – Bis 2025 Investitionen bis zu 13,5 Millionen Euro

Insgesamt rund 2,9 Millionen Euro erhalten die Geothermie-Allianz Bayern (GAB) und das Kompetenzzentrum für Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden in diesem Jahr für ihre Forschungsprojekte zu erneuerbarer und klimafreundlicher grundlastfähiger Energie. Für die weitere Förderung hat Wissenschaftsminister Bernd Sibler den beiden Hochschulinitiativen heute grünes Licht gegeben.

„Unsere Universitäten und Hochschulen verfügen über große Kompetenz und Expertise, um den Herausforderungen des Klimawandels erfolgreich begegnen zu können. Deshalb ist es mir sehr wichtig, sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Der Freistaat investiert mit diesen Projekten ganz gezielt in die Umsetzung der Energiewende und damit in unser aller Zukunft“, betonte Sibler.

Beide Projekte eint die Besonderheit, dass sie in Bereichen forschen, in denen Sonne und Wind tageszeit- und wetterbedingt Lücken in den nachhaltigen Strom- und Wärmenetzen der Zukunft hinterlassen können. Geothermie und hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung können dazu beitragen, diese zu schließen.

Die Geothermie Allianz Bayern (GAB) von Technischer Universität München (TUM), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Universität Bayreuth, Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und Hochschule München (HM) erhält nach dem Beschluss des Landtags zum Haushalt 2021 für dieses Jahr rund 1,9 Millionen Euro für Personal- und Sachmittel, das Kompetenzzentrum für Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden über eine Million Euro.

Fortsetzung der Projekte in zweiter und dritter Förderphase als Bekenntnis zur Energieforschung

Insgesamt strebt der Freistaat für die zweite Förderphase der GAB von 2021 bis 2024 Investitionen von bis zu 8,5 Millionen an. Das KWK-Kompetenzzentrum an der OTH Amberg-Weiden soll in seiner dritten Förderphase von 2021 bis 2025 mit insgesamt bis zu 5 Millionen Euro unterstützt werden.

Der Startschuss für die erste Förderphase der Geothermie-Allianz Bayern (GAB) erfolgte 2016. Bislang investierte das Wissenschaftsministerium im Zusammenhang mit diesem Verbundforschungsvorhaben über 12,5 Millionen Euro in den Aufbau der bayerischen Tiefengeothermie-Forschung. Ziel der GAB ist die Stärkung des heimischen Energieträgers Geothermie, damit dieser einen signifikanten Beitrag zu den CO2-Reduktionszielen leisten kann.

Das Kompetenzzentrum für Kraft-Wärme-Kopplung an der OTH Amberg-Weiden wurde vom Wissenschaftsministerium in zwei Förderperioden seit 2012 mit bislang insgesamt 8 Millionen Euro gefördert. In der dritten Förderphase wird hier unter anderem die Verwendung von Wasserstoff in der Kraft-Wärme-Kopplung erforscht.

Quelle: stmuk.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

Bayerns Wirtschaftsminister informiert sich im Bayerischen Wald Aiwanger: „Gemeinsam haben wir den Borkenkäfer deutlich zurückgedrängt – jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Nach dem trockenen Sommer sind die Bäume geschwächt und anfällig“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Das Bild zeigt ihn mit (v.l.n.r) Nationalparkchefin Ursula Schuster und BaySF-Vorstand Rudolf Plochmann. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download SPIEGELAU  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings.   Aiwanger: „Die Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald hat sich deutlich entspannt. Das ist eine gute Nachricht für unsere Wälder und ein Erfolg der konsequenten Arbeit aller Beteiligten. Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass wir den Käfer nur gemeinsam und über die Grenzen der Waldbesitzarten hinweg wirksam bekämpfen können. Genau diesen Weg müssen wir weitergehen. Denn Entwarnung können wir noch lange nicht geben: Nach Hitze und Trockenheit sind viele Bäume geschwächt. Wir müssen aufmerksam bleiben, Befall früh erkennen, Käferholz konsequent aufarbeiten und zügig aus dem Wald bringen.“   Der Ortstermin in Spiegelau war bereits das dritte gemeinsame Treffen zur Borkenkäferthematik im Bayerischen Wald nach den Terminen im März 2024 und August 2025. Damals stand die Sorge im Mittelpunkt, dass sich der Borkenkäfer aus dem Nationalpark in angrenzende Waldflächen ausbreiten könnte. Heute fällt die Bilanz deutlich positiver aus. Gemeinsam mit den Partnern wurden an Exkursionspunkten im Staatswald und im Nationalpark Bayerischer Wald unterschiedliche Verfahren und Methoden zur waldschutzwirksamen Aufarbeitung von Käferholz vorgestellt.   Aiwanger: „Wir sehen, dass regelmäßiger Austausch und abgestimmtes Handeln etwas bewirken. Staatswald, Nationalpark und Privatwald haben unterschiedliche Aufgaben und Rahmenbedingungen. Beim Schutz unserer Wälder haben wir aber ein gemeinsames Interesse. Deshalb werden wir den regelmäßigen Austausch fortsetzen und weiter an einem Strang ziehen.“ Die Borkenkäfersituation in der Region Bayerischer Wald ist aktuell so ruhig wie seit Jahren nicht mehr. In den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen wurden bislang historisch geringe Mengen an Käferholz festgestellt. Die Fangzahlen des Borkenkäfermonitorings der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft liegen rund 40 Prozent unter dem Niveau von 2024. Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen sehr geringe Schadholzmengen und in der Managementzone des Nationalparks ist die Situation im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls ruhig. Die Entwicklung zeigt: Konsequentes Borkenkäfermanagement und eine enge Zusammenarbeit über die Waldbesitzarten hinweg zahlen sich aus. Gleichzeitig bleibt der Käfer eine Gefahr. Nach den heißen und trockenen Phasen dieses Sommers sind die Wälder weiterhin belastet. Deshalb gilt es, gerade jetzt wachsam zu bleiben und bei ersten Anzeichen konsequent zu handeln. Regelmäßige Bohrmehlsuche, schnelle Aufarbeitung und der zügige Abtransport des Käferholzes bleiben die entscheidenden Maßnahmen. Ziel bleibt, den Wald als Lebens- und Wirtschaftsraum für kommende Generationen zu erhalten. Ansprechpartner: Bastian Brummer Stellv. Pressesprecher Auf Flächen des Nationalparks Bayerischer Wald überzeugte sich der Minister von einem Verfahren der Parkverwaltung, wodurch Käferbäume unschädlich gemacht werden. Dabei griff er auch selbst zum Werkzeug und entrindete einen Baum. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäfers.