Berlin:

Menschenrechtsbeauftragte Kofler zur Verurteilung von drei Journalisten zu langen Haftstrafen

Zur Verurteilung der vietnamesischen Journalisten Pham Chi Dung, Nguyen Tuong Thuy und Le Huu Minh Tuan sagte die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Bärbel Kofler, heute (05.01):

„Erneut sind in Vietnam Aktivisten zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt worden, die sich friedlich für‎ Presse- und Meinungsfreiheit sowie für die Gründung von freien und unabhängigen Gewerkschaften eingesetzt haben. Die vietnamesische Regierung setzt damit ihren Kurs der Unterdrückung von Zivilgesellschaft sowie Meinungs- und Demonstrationsfreiheit fort.

Vietnam verletzt mit dieser Verurteilung internationale Konventionen, zu deren Einhaltung sich das Land verpflichtet hat. Auch die vietnamesische Verfassung garantiert Meinungs- und Pressefreiheit. Es ist nicht zu rechtfertigen, wenn Bürger wegen ihres friedlichen Engagements ‎verurteilt werden.

Ich rufe die vietnamesische Regierung dazu auf, Bürger nicht für die Wahrnehmung ihrer Rechte zu inhaftieren, politische Häftlinge freizulassen und die Zivilgesellschaft mit ihren berechtigten Forderungen in den politischen Entscheidungsprozess einzubinden und die Menschenrechte aller Vietnamesen zu achten!

Hintergrund:

Am 5. Januar 2021 wurden gegen die Journalisten Pham Chi Dung, Nguyen Tuong Thuy und Le Huu Minh Tuan wegen „Propaganda gegen den Staat“ lange Gefängnisstrafen verhängt: 15 Jahre Haft plus 3 Jahre Bewährung sowie zwei Mal 11 Jahre Haft plus 3 Jahre Bewährung.

Als Gründungsmitglied und Vorsitzender der Vereinigung unabhängiger Journalisten in Vietnam (Independent Journalists Association of Vietnam IJAVN) setzt sich Pham Chi Dung seit langer Zeit für Demokratie und Menschenrechte ein. Bis zu seiner Verhaftung im November 2019 hat er täglich bis zu drei Artikel für verschiedene in- und ausländische Medien geschrieben (darunter Voice of America VOA, Radio Free Asia RFA, BBC und RFI). Im Jahr 2014 wurde Dung von „Reporter ohne Grenzen“ zu einem der hundert „Helden der Information“ erkoren.

Nguyen Tuong Thuy ist stellvertretender Vorsitzender der IJAVN und gleichzeitig Redakteur bei Radio Free Asia RFA. In seinen Beiträgen prangerte Thuy Korruption und andere Missstände an.

Le Huu Minh Tuan arbeitet ebenfalls als unabhängiger Journalist mit RFA zusammen. Er berichtete über soziale Ungerechtigkeit, Innenpolitik und die demokratische Bewegung in Vietnam.

Quelle:auswaertiges-amt.de

Von redaktion

Versäumt

Bayerns Wirtschaftsminister informiert sich im Bayerischen Wald Aiwanger: „Gemeinsam haben wir den Borkenkäfer deutlich zurückgedrängt – jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Nach dem trockenen Sommer sind die Bäume geschwächt und anfällig“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Das Bild zeigt ihn mit (v.l.n.r) Nationalparkchefin Ursula Schuster und BaySF-Vorstand Rudolf Plochmann. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download SPIEGELAU  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings.   Aiwanger: „Die Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald hat sich deutlich entspannt. Das ist eine gute Nachricht für unsere Wälder und ein Erfolg der konsequenten Arbeit aller Beteiligten. Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass wir den Käfer nur gemeinsam und über die Grenzen der Waldbesitzarten hinweg wirksam bekämpfen können. Genau diesen Weg müssen wir weitergehen. Denn Entwarnung können wir noch lange nicht geben: Nach Hitze und Trockenheit sind viele Bäume geschwächt. Wir müssen aufmerksam bleiben, Befall früh erkennen, Käferholz konsequent aufarbeiten und zügig aus dem Wald bringen.“   Der Ortstermin in Spiegelau war bereits das dritte gemeinsame Treffen zur Borkenkäferthematik im Bayerischen Wald nach den Terminen im März 2024 und August 2025. Damals stand die Sorge im Mittelpunkt, dass sich der Borkenkäfer aus dem Nationalpark in angrenzende Waldflächen ausbreiten könnte. Heute fällt die Bilanz deutlich positiver aus. Gemeinsam mit den Partnern wurden an Exkursionspunkten im Staatswald und im Nationalpark Bayerischer Wald unterschiedliche Verfahren und Methoden zur waldschutzwirksamen Aufarbeitung von Käferholz vorgestellt.   Aiwanger: „Wir sehen, dass regelmäßiger Austausch und abgestimmtes Handeln etwas bewirken. Staatswald, Nationalpark und Privatwald haben unterschiedliche Aufgaben und Rahmenbedingungen. Beim Schutz unserer Wälder haben wir aber ein gemeinsames Interesse. Deshalb werden wir den regelmäßigen Austausch fortsetzen und weiter an einem Strang ziehen.“ Die Borkenkäfersituation in der Region Bayerischer Wald ist aktuell so ruhig wie seit Jahren nicht mehr. In den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen wurden bislang historisch geringe Mengen an Käferholz festgestellt. Die Fangzahlen des Borkenkäfermonitorings der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft liegen rund 40 Prozent unter dem Niveau von 2024. Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen sehr geringe Schadholzmengen und in der Managementzone des Nationalparks ist die Situation im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls ruhig. Die Entwicklung zeigt: Konsequentes Borkenkäfermanagement und eine enge Zusammenarbeit über die Waldbesitzarten hinweg zahlen sich aus. Gleichzeitig bleibt der Käfer eine Gefahr. Nach den heißen und trockenen Phasen dieses Sommers sind die Wälder weiterhin belastet. Deshalb gilt es, gerade jetzt wachsam zu bleiben und bei ersten Anzeichen konsequent zu handeln. Regelmäßige Bohrmehlsuche, schnelle Aufarbeitung und der zügige Abtransport des Käferholzes bleiben die entscheidenden Maßnahmen. Ziel bleibt, den Wald als Lebens- und Wirtschaftsraum für kommende Generationen zu erhalten. Ansprechpartner: Bastian Brummer Stellv. Pressesprecher Auf Flächen des Nationalparks Bayerischer Wald überzeugte sich der Minister von einem Verfahren der Parkverwaltung, wodurch Käferbäume unschädlich gemacht werden. Dabei griff er auch selbst zum Werkzeug und entrindete einen Baum. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäfers.