Berlin:

Nationale Stillstrategie wird erarbeitet
Bundesministerin Julia Klöckner bringt Vorhaben auf dem Weg – Stillen fördert Gesundheit von Mutter und Kind

Es ist wissenschaftlich gut belegt, dass das Stillen die Gesundheit von Mutter und Kind fördert. Langfristig gesehen sind gestillte Kinder im späteren Kindes- oder Erwachsenenalter signifikant seltener übergewichtig als nicht gestillte Säuglinge. Auch leiden sie seltener an Diabetes Typ 2. Bei den Müttern sinkt das Risiko für Krebserkrankungen der Brust, der Eierstöcke und der Gebärmutterschleimhaut sowie das Erkrankungsrisiko für Diabetes Typ 2. Die Stillförderung leistet damit einen wichtigen Beitrag zum gesunden Aufwachsen.

Auf Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft hat das internationale Forschungsvorhaben „Becoming Breastfeeding Friendly“ (BBF) daher die Rahmenbedingungen für das Stillen systematisch untersucht und Empfehlungen zur Verbesserung der Situation abgeleitet. Bundesministerin Julia Klöckner will möglichst viele der Empfehlungen in einer Nationalen Stillstrategie umsetzen.

Ziel der neuen Nationalen Stillstrategie ist es
• die Rahmenbedingungen für das Stillen zu verbessern,
• die Akzeptanz der Öffentlichkeit für das Stillen zu erhöhen,
• die Stillmotivation in Deutschland zu steigern und
• Frauen nach ihrem individuellen Bedarf beim Stillen zu unterstützen.

Erreicht werden soll dies durch die Vernetzung der relevanten Akteure – das Max Rubner-Institut koordiniert den Erarbeitungsprozess der Stillstrategie im Auftrag des Bundesernährungsministeriums.

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner: „Mein Anspruch ist es, eine ausgewogene Ernährung in allen Lebensphasen zu unterstützen. Die erste Zeit im Leben bildet dabei einen Schwerpunkt. Denn gesunde Ernährung von Anfang an ist entscheidend, um Übergewicht und späteren Folgeerkrankungen vorzubeugen. Das Stillen leistet hier einen wichtigen Beitrag. Es fördert kurz und auch langfristig die Gesundheit des Kindes und auch der Mutter. Deshalb wollen wir mit der Erarbeitung der Nationalen Strategie gemeinsam die Rahmenbedingungen dafür verbessern.“

Hintergrund:
Mit der Erarbeitung einer Nationalen Strategie zur Stillförderung setzt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eine zentrale Empfehlung aus dem Projekt „Becoming Breastfeeding Friendly“ (BBF) um. Dieses Projekt wurde auf Initiative des BMEL vom Netzwerk Gesund ins Leben in Kooperation mit der Universität Yale und der Nationalen Stillkommission durchgeführt. Dazu führte eine Expertenkommission eine systematische Bestandsaufnahme zum Stand der Stillförderung in Deutschland durch. Aus dieser Analyse ergaben sich Ansatzpunkte zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für das Stillen in Deutschland. Diese wurden in acht Handlungsempfehlungen zusammengeführt – allen voran gestellt dabei die Entwicklung und Umsetzung einer langfristigen und interdisziplinären Strategie zur Stillförderung.

Quelle: bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

Bayerns Wirtschaftsminister informiert sich im Bayerischen Wald Aiwanger: „Gemeinsam haben wir den Borkenkäfer deutlich zurückgedrängt – jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Nach dem trockenen Sommer sind die Bäume geschwächt und anfällig“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Das Bild zeigt ihn mit (v.l.n.r) Nationalparkchefin Ursula Schuster und BaySF-Vorstand Rudolf Plochmann. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download SPIEGELAU  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings.   Aiwanger: „Die Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald hat sich deutlich entspannt. Das ist eine gute Nachricht für unsere Wälder und ein Erfolg der konsequenten Arbeit aller Beteiligten. Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass wir den Käfer nur gemeinsam und über die Grenzen der Waldbesitzarten hinweg wirksam bekämpfen können. Genau diesen Weg müssen wir weitergehen. Denn Entwarnung können wir noch lange nicht geben: Nach Hitze und Trockenheit sind viele Bäume geschwächt. Wir müssen aufmerksam bleiben, Befall früh erkennen, Käferholz konsequent aufarbeiten und zügig aus dem Wald bringen.“   Der Ortstermin in Spiegelau war bereits das dritte gemeinsame Treffen zur Borkenkäferthematik im Bayerischen Wald nach den Terminen im März 2024 und August 2025. Damals stand die Sorge im Mittelpunkt, dass sich der Borkenkäfer aus dem Nationalpark in angrenzende Waldflächen ausbreiten könnte. Heute fällt die Bilanz deutlich positiver aus. Gemeinsam mit den Partnern wurden an Exkursionspunkten im Staatswald und im Nationalpark Bayerischer Wald unterschiedliche Verfahren und Methoden zur waldschutzwirksamen Aufarbeitung von Käferholz vorgestellt.   Aiwanger: „Wir sehen, dass regelmäßiger Austausch und abgestimmtes Handeln etwas bewirken. Staatswald, Nationalpark und Privatwald haben unterschiedliche Aufgaben und Rahmenbedingungen. Beim Schutz unserer Wälder haben wir aber ein gemeinsames Interesse. Deshalb werden wir den regelmäßigen Austausch fortsetzen und weiter an einem Strang ziehen.“ Die Borkenkäfersituation in der Region Bayerischer Wald ist aktuell so ruhig wie seit Jahren nicht mehr. In den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen wurden bislang historisch geringe Mengen an Käferholz festgestellt. Die Fangzahlen des Borkenkäfermonitorings der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft liegen rund 40 Prozent unter dem Niveau von 2024. Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen sehr geringe Schadholzmengen und in der Managementzone des Nationalparks ist die Situation im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls ruhig. Die Entwicklung zeigt: Konsequentes Borkenkäfermanagement und eine enge Zusammenarbeit über die Waldbesitzarten hinweg zahlen sich aus. Gleichzeitig bleibt der Käfer eine Gefahr. Nach den heißen und trockenen Phasen dieses Sommers sind die Wälder weiterhin belastet. Deshalb gilt es, gerade jetzt wachsam zu bleiben und bei ersten Anzeichen konsequent zu handeln. Regelmäßige Bohrmehlsuche, schnelle Aufarbeitung und der zügige Abtransport des Käferholzes bleiben die entscheidenden Maßnahmen. Ziel bleibt, den Wald als Lebens- und Wirtschaftsraum für kommende Generationen zu erhalten. Ansprechpartner: Bastian Brummer Stellv. Pressesprecher Auf Flächen des Nationalparks Bayerischer Wald überzeugte sich der Minister von einem Verfahren der Parkverwaltung, wodurch Käferbäume unschädlich gemacht werden. Dabei griff er auch selbst zum Werkzeug und entrindete einen Baum. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäfers.