Berlin:

Altmaier: Strukturwandel für Kohleregionen gestalten bevor Arbeitsplätze wegfallen – Förderprogramm
„Unternehmen Revier“ wird aufgestockt und attraktiver

Das Bundeswirtschaftsministerium verbessert die Förderbedingungen im Ideenwettbewerb „Unternehmen
Revier“. Die wurde nun im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Minister Altmaier: „Mein Ziel ist es, den Strukturwandel zu gestalten – und zwar bevor
Arbeitsplätze in den Kohlerevieren wegfallen und nicht erst danach. Deshalb hat das
Bundeswirtschaftsministerium bereits im vergangenen Jahr begonnen, mit dem Ideenwettbewerb
„Unternehmen Revier“ Projekte zum Strukturwandel in den vier Braunkohleregionen in Deutschland zu
unterstützen. Diese Mittel haben wir verdoppelt und verbessern jetzt die Förderbedingungen. Dabei
erhöhen wir insbesondere die Höchstfördersumme für Projekte, bei denen sich mehrere Partner, etwa
aus Wirtschaft und Wissenschaft, zusammenschließen. Denn je stärker sich die Menschen beim
Strukturwandel vernetzen, desto erfolgreicher ist die gesamte Region.“

Mit der neuen Förderrichtlinie wird die Höchstfördersumme für Kooperationsprojekte von 200.000 auf
800.000 Euro erhöht. Für die Umsetzung vor Ort werden mehr personelle Ressourcen in den Regionen
bereitgestellt.

Mit der Änderung der Förderrichtlinie greift das BMWi die Erfahrungen der Reviere auf, die diese
seit dem Beginn von „Unternehmen Revier“ gemacht haben. So ist besonders deutlich geworden, dass
die Bewältigung des Strukturwandels nicht nur Fördermittel erfordert, sondern auch eine umfassende
Beratung und Begleitung der Projektträger. Dies erfolgt durch die
Wirtschaftsförderungsgesellschaften in den Revieren, die im Zuge der Änderung der Richtlinie für
diese Aufgaben mehr Ressourcen erhalten. Zusätzlich zur Änderung der Richtlinie wurden aufgrund des
großen Zuspruchs im Haushaltsjahr 2019 die Mittel für „Unternehmen Revier“ verdoppelt.

Mit dem Bundesmodellvorhaben „Unternehmen Revier“ unterstützt der Bund Projektideen zum
Strukturwandel im Lausitzer, Rheinischen, dem Mitteldeutschen und Helmstedter Revier. Gefördert
werden im bundesweiten Maßstab modellhafte und innovative Projekte, die den Strukturwandel in den
Kohleregionen begleiten und deren wirtschaftliche Weiterentwicklung fördern.

Weitere Informationen finden Sie hier.

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2019/20191217-altmaier-strukturwandel-fuer-kohleregionen-gestalten-bevor-arbeitsplaetze-wegfallen.html

Quelle:bmwi.bund.de

Von redaktion

Versäumt

Bayerns Wirtschaftsminister informiert sich im Bayerischen Wald Aiwanger: „Gemeinsam haben wir den Borkenkäfer deutlich zurückgedrängt – jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Nach dem trockenen Sommer sind die Bäume geschwächt und anfällig“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Das Bild zeigt ihn mit (v.l.n.r) Nationalparkchefin Ursula Schuster und BaySF-Vorstand Rudolf Plochmann. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download SPIEGELAU  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings.   Aiwanger: „Die Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald hat sich deutlich entspannt. Das ist eine gute Nachricht für unsere Wälder und ein Erfolg der konsequenten Arbeit aller Beteiligten. Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass wir den Käfer nur gemeinsam und über die Grenzen der Waldbesitzarten hinweg wirksam bekämpfen können. Genau diesen Weg müssen wir weitergehen. Denn Entwarnung können wir noch lange nicht geben: Nach Hitze und Trockenheit sind viele Bäume geschwächt. Wir müssen aufmerksam bleiben, Befall früh erkennen, Käferholz konsequent aufarbeiten und zügig aus dem Wald bringen.“   Der Ortstermin in Spiegelau war bereits das dritte gemeinsame Treffen zur Borkenkäferthematik im Bayerischen Wald nach den Terminen im März 2024 und August 2025. Damals stand die Sorge im Mittelpunkt, dass sich der Borkenkäfer aus dem Nationalpark in angrenzende Waldflächen ausbreiten könnte. Heute fällt die Bilanz deutlich positiver aus. Gemeinsam mit den Partnern wurden an Exkursionspunkten im Staatswald und im Nationalpark Bayerischer Wald unterschiedliche Verfahren und Methoden zur waldschutzwirksamen Aufarbeitung von Käferholz vorgestellt.   Aiwanger: „Wir sehen, dass regelmäßiger Austausch und abgestimmtes Handeln etwas bewirken. Staatswald, Nationalpark und Privatwald haben unterschiedliche Aufgaben und Rahmenbedingungen. Beim Schutz unserer Wälder haben wir aber ein gemeinsames Interesse. Deshalb werden wir den regelmäßigen Austausch fortsetzen und weiter an einem Strang ziehen.“ Die Borkenkäfersituation in der Region Bayerischer Wald ist aktuell so ruhig wie seit Jahren nicht mehr. In den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen wurden bislang historisch geringe Mengen an Käferholz festgestellt. Die Fangzahlen des Borkenkäfermonitorings der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft liegen rund 40 Prozent unter dem Niveau von 2024. Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen sehr geringe Schadholzmengen und in der Managementzone des Nationalparks ist die Situation im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls ruhig. Die Entwicklung zeigt: Konsequentes Borkenkäfermanagement und eine enge Zusammenarbeit über die Waldbesitzarten hinweg zahlen sich aus. Gleichzeitig bleibt der Käfer eine Gefahr. Nach den heißen und trockenen Phasen dieses Sommers sind die Wälder weiterhin belastet. Deshalb gilt es, gerade jetzt wachsam zu bleiben und bei ersten Anzeichen konsequent zu handeln. Regelmäßige Bohrmehlsuche, schnelle Aufarbeitung und der zügige Abtransport des Käferholzes bleiben die entscheidenden Maßnahmen. Ziel bleibt, den Wald als Lebens- und Wirtschaftsraum für kommende Generationen zu erhalten. Ansprechpartner: Bastian Brummer Stellv. Pressesprecher Auf Flächen des Nationalparks Bayerischer Wald überzeugte sich der Minister von einem Verfahren der Parkverwaltung, wodurch Käferbäume unschädlich gemacht werden. Dabei griff er auch selbst zum Werkzeug und entrindete einen Baum. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäfers.