Berlin – Peking:

Veterinärzertifikat erfolgreich verhandelt: Export deutscher Rohschafwolle nach China weiterhin möglich

Grünes Licht für den Export von sogenannter Schweißwolle, ungewaschener Rohwolle von Schafen, nach China: Nachdem Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir bei seiner China-Reise vergangenen April bereits bedeutende Schritte erzielen konnte, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) nun mit dem Staatlichen Hauptzollamt der Volksrepublik China (GACC) ein aktuelles Veterinärzertifikat für die Ausfuhr von ungewaschener Schweißwolle aus Deutschland in die Volksrepublik China abgestimmt. Damit ist der Weg weiterhin frei für den verlässlichen Handel von Schweißwolle aus Deutschland nach China.

Dazu sagt der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir: „Unsere Schäferinnen und Schäfer erbringen wertvolle Landschaftspflege. Ihre grasenden Schafe halten Deiche in Schuss und fördern das Artenreichtum auf Wiesen und Weiden – gerade im unwegsamen Gelände. Was Schafe leisten, kann keine Maschine ersetzen. Außerdem stärken die hochwertigen und nachhaltigen Schaf- und Lammprodukte die lokale Wertschöpfung. Für ihre Leistungen für unsere Gesellschaft verdienen die Schäferinnen und Schäfer einen passgenauen Rahmen, dazu gehören auch verlässliche Absatzmärkte für ihre Wolle.“

Die jährliche Schur der Schafe stellt die Schäferinnen und Schäfer vor Herausforderungen: In Deutschland gibt es keine geeignete und ökonomisch effektive Wollwäscherei mehr, auch innerhalb der EU existieren nur wenige solche Wäschereien. Für deutsche Schafwollproduzenten ist der Export ungewaschener Schweißwolle in ausländische Märkte daher besonders wichtig. Durch das nun verhandelte Veterinärzertifikat kann Schweißwolle ohne den Umweg über Wäschereien in anderen Mitgliedstaaten direkt nach China zur Weiterverarbeitung durch die Textilbranche geliefert werden.

2023 hielten rund 20.000 Betriebe in Deutschland 1,8 Millionen Schafe. Im selben Jahr wurden 123 Tonnen Schweißschurwolle nach China exportiert.

Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

Bayerns Wirtschaftsminister informiert sich im Bayerischen Wald Aiwanger: „Gemeinsam haben wir den Borkenkäfer deutlich zurückgedrängt – jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Nach dem trockenen Sommer sind die Bäume geschwächt und anfällig“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Das Bild zeigt ihn mit (v.l.n.r) Nationalparkchefin Ursula Schuster und BaySF-Vorstand Rudolf Plochmann. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download SPIEGELAU  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings.   Aiwanger: „Die Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald hat sich deutlich entspannt. Das ist eine gute Nachricht für unsere Wälder und ein Erfolg der konsequenten Arbeit aller Beteiligten. Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass wir den Käfer nur gemeinsam und über die Grenzen der Waldbesitzarten hinweg wirksam bekämpfen können. Genau diesen Weg müssen wir weitergehen. Denn Entwarnung können wir noch lange nicht geben: Nach Hitze und Trockenheit sind viele Bäume geschwächt. Wir müssen aufmerksam bleiben, Befall früh erkennen, Käferholz konsequent aufarbeiten und zügig aus dem Wald bringen.“   Der Ortstermin in Spiegelau war bereits das dritte gemeinsame Treffen zur Borkenkäferthematik im Bayerischen Wald nach den Terminen im März 2024 und August 2025. Damals stand die Sorge im Mittelpunkt, dass sich der Borkenkäfer aus dem Nationalpark in angrenzende Waldflächen ausbreiten könnte. Heute fällt die Bilanz deutlich positiver aus. Gemeinsam mit den Partnern wurden an Exkursionspunkten im Staatswald und im Nationalpark Bayerischer Wald unterschiedliche Verfahren und Methoden zur waldschutzwirksamen Aufarbeitung von Käferholz vorgestellt.   Aiwanger: „Wir sehen, dass regelmäßiger Austausch und abgestimmtes Handeln etwas bewirken. Staatswald, Nationalpark und Privatwald haben unterschiedliche Aufgaben und Rahmenbedingungen. Beim Schutz unserer Wälder haben wir aber ein gemeinsames Interesse. Deshalb werden wir den regelmäßigen Austausch fortsetzen und weiter an einem Strang ziehen.“ Die Borkenkäfersituation in der Region Bayerischer Wald ist aktuell so ruhig wie seit Jahren nicht mehr. In den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen wurden bislang historisch geringe Mengen an Käferholz festgestellt. Die Fangzahlen des Borkenkäfermonitorings der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft liegen rund 40 Prozent unter dem Niveau von 2024. Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen sehr geringe Schadholzmengen und in der Managementzone des Nationalparks ist die Situation im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls ruhig. Die Entwicklung zeigt: Konsequentes Borkenkäfermanagement und eine enge Zusammenarbeit über die Waldbesitzarten hinweg zahlen sich aus. Gleichzeitig bleibt der Käfer eine Gefahr. Nach den heißen und trockenen Phasen dieses Sommers sind die Wälder weiterhin belastet. Deshalb gilt es, gerade jetzt wachsam zu bleiben und bei ersten Anzeichen konsequent zu handeln. Regelmäßige Bohrmehlsuche, schnelle Aufarbeitung und der zügige Abtransport des Käferholzes bleiben die entscheidenden Maßnahmen. Ziel bleibt, den Wald als Lebens- und Wirtschaftsraum für kommende Generationen zu erhalten. Ansprechpartner: Bastian Brummer Stellv. Pressesprecher Auf Flächen des Nationalparks Bayerischer Wald überzeugte sich der Minister von einem Verfahren der Parkverwaltung, wodurch Käferbäume unschädlich gemacht werden. Dabei griff er auch selbst zum Werkzeug und entrindete einen Baum. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäfers.