München:

Entwurf für Bundeshaushalt 2024 sieht Kürzung der Mittel für Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) im Handwerk vor Aiwanger: „Die Handwerksbetriebe sichern mit der Ausbildung des Fachkräftenachwuchses die Qualität der Gewerke. Die Bundesregierung soll die notwendigen Haushaltsmittel für die Förderung der ÜLU im Handwerk auch weiterhin zur Verfügung stellen.“

Die Finanzierung der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) im Handwerk steht auf der Kippe. Im Entwurf des Bundeshaushaltsgesetzes 2024 sollen die Mittel für die ÜLU-Förderung des Bundes von 70 Millionen (Jahr 2023) auf 59,19 Millionen Euro im kommenden Jahr gekürzt werden. Diese im Regierungsentwurf verankerte Senkung hätte nachteilige Folgen für die Ausbildung im Handwerk, so Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Aiwanger setzt sich in seinen Schreiben an die Bundesminister für Wirtschaft (BMWK) sowie Finanzen (BMF) dafür ein, dass die ÜLU-Förderung auf bestehendem Niveau weiterhin Bestand hat: „Seit vielen Jahren ergänzen sich Bund und Länder gegenseitig in der Förderung der ÜLU. Ziel ist es, die ausbildenden Unternehmen des Handwerks finanziell zu entlasten. Die ÜLU unterstützt Jugendliche bei der Erwerbsintegration, stärkt die duale Ausbildung und sichert die Qualität in den Gewerken,“ sagt Aiwanger. „Die Berufsausbildung im Handwerk ist der Schlüssel für eine gute Zukunft einer gesunden mittelständischen Struktur unserer Wirtschaft. Auch der energetische Umbau ist untrennbar mit einer nachhaltigen Absicherung der Fachkräfteversorgung des Handwerks auf hohem fachlichen und damit leistungsstarkem Niveau verbunden. Die berufliche Bildung des Handwerks muss in ihrer gesamten Breite auf hohem technologischen Niveau auch in Zukunft gewährleistet bleiben. Ich fordere vom Bundeswirtschaftsminister und Bundesfinanzminister: Stellen Sie im Bereich der Förderung der ÜLU, aber auch der Investitionen in die überbetrieblichen Bildungsstätten des Handwerks weiterhin die notwendigen Haushaltsmittel zur Verfügung. Sollte der Bund sich nicht an den Ausbildungskosten in gewohntem Maß beteiligen, steigen die Kosten für die rund 140.000 Ausbildungsbetriebe in Deutschland enorm.  Dies wäre ein falsches Signal des BMWK und BMF im Hinblick auf das Ausbildungsengagement der Handwerksbetriebe und die Absicherung des Fachkräftenachwuchses von Morgen. Wir brauchen die über 350.000 Jugendlichen, die sich aktuell in der Ausbildung befinden, dringend. Eine Ausbildung in einem der über 140 Gewerke des Handwerks ist ein zukunftssicheres Karrieresprungbrett für jeden jungen Menschen. Die Bundesregierung soll dies mit einer finanziellen Unterstützung fördern und nicht unnötig Steine in den Weg legen. Die Generation Z im Handwerk steht für Zukunft.“   Die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) in der Fachstufe (2. bis 4. Ausbildungsjahr) wird aktuell in Bayern aus Bundes- und Landesmittel sowie EU-Mittel gefördert. Nach Artikel 110 GG hat der Deutsche Bundestag das Budgetrecht und legt den Haushaltsplan fest, in dem sämtliche Ausgaben des Bundes fixiert sind. In der ersten Sitzungswoche des Deutschen Bundestages nach der Sommerpause wird der aktuelle Regierungsentwurf für den Bundeshaushaltsplan 2024 beraten.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

Bayerns Wirtschaftsminister informiert sich im Bayerischen Wald Aiwanger: „Gemeinsam haben wir den Borkenkäfer deutlich zurückgedrängt – jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Nach dem trockenen Sommer sind die Bäume geschwächt und anfällig“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Das Bild zeigt ihn mit (v.l.n.r) Nationalparkchefin Ursula Schuster und BaySF-Vorstand Rudolf Plochmann. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download SPIEGELAU  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings.   Aiwanger: „Die Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald hat sich deutlich entspannt. Das ist eine gute Nachricht für unsere Wälder und ein Erfolg der konsequenten Arbeit aller Beteiligten. Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass wir den Käfer nur gemeinsam und über die Grenzen der Waldbesitzarten hinweg wirksam bekämpfen können. Genau diesen Weg müssen wir weitergehen. Denn Entwarnung können wir noch lange nicht geben: Nach Hitze und Trockenheit sind viele Bäume geschwächt. Wir müssen aufmerksam bleiben, Befall früh erkennen, Käferholz konsequent aufarbeiten und zügig aus dem Wald bringen.“   Der Ortstermin in Spiegelau war bereits das dritte gemeinsame Treffen zur Borkenkäferthematik im Bayerischen Wald nach den Terminen im März 2024 und August 2025. Damals stand die Sorge im Mittelpunkt, dass sich der Borkenkäfer aus dem Nationalpark in angrenzende Waldflächen ausbreiten könnte. Heute fällt die Bilanz deutlich positiver aus. Gemeinsam mit den Partnern wurden an Exkursionspunkten im Staatswald und im Nationalpark Bayerischer Wald unterschiedliche Verfahren und Methoden zur waldschutzwirksamen Aufarbeitung von Käferholz vorgestellt.   Aiwanger: „Wir sehen, dass regelmäßiger Austausch und abgestimmtes Handeln etwas bewirken. Staatswald, Nationalpark und Privatwald haben unterschiedliche Aufgaben und Rahmenbedingungen. Beim Schutz unserer Wälder haben wir aber ein gemeinsames Interesse. Deshalb werden wir den regelmäßigen Austausch fortsetzen und weiter an einem Strang ziehen.“ Die Borkenkäfersituation in der Region Bayerischer Wald ist aktuell so ruhig wie seit Jahren nicht mehr. In den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen wurden bislang historisch geringe Mengen an Käferholz festgestellt. Die Fangzahlen des Borkenkäfermonitorings der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft liegen rund 40 Prozent unter dem Niveau von 2024. Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen sehr geringe Schadholzmengen und in der Managementzone des Nationalparks ist die Situation im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls ruhig. Die Entwicklung zeigt: Konsequentes Borkenkäfermanagement und eine enge Zusammenarbeit über die Waldbesitzarten hinweg zahlen sich aus. Gleichzeitig bleibt der Käfer eine Gefahr. Nach den heißen und trockenen Phasen dieses Sommers sind die Wälder weiterhin belastet. Deshalb gilt es, gerade jetzt wachsam zu bleiben und bei ersten Anzeichen konsequent zu handeln. Regelmäßige Bohrmehlsuche, schnelle Aufarbeitung und der zügige Abtransport des Käferholzes bleiben die entscheidenden Maßnahmen. Ziel bleibt, den Wald als Lebens- und Wirtschaftsraum für kommende Generationen zu erhalten. Ansprechpartner: Bastian Brummer Stellv. Pressesprecher Auf Flächen des Nationalparks Bayerischer Wald überzeugte sich der Minister von einem Verfahren der Parkverwaltung, wodurch Käferbäume unschädlich gemacht werden. Dabei griff er auch selbst zum Werkzeug und entrindete einen Baum. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäfers.