München:

10 Millionen Euro für Münchner Spitzenmedizin-Allianz

Anschubfinanzierung für „M1 – Munich Medicine Alliance“ zum Aufbau gemeinsamer Dateninfrastruktur – Wissenschaftsminister Blume: „Wir personalisieren die Medizin, um Leben zu retten“

Nächster Schritt für die zukunftsweisende „M1 – Munich Medicine Alliance“: Direkt nach dem Bayerischen Medizingipfel hat Wissenschaftsminister Markus Blume den Weg für eine erste Anschubfinanzierung der Allianz für Spitzenmedizin bestehend aus den beiden Münchner Exzellenzuniversitäten LMU und TUM, den beiden Münchner Universitätsklinika und Helmholtz Munich frei gemacht: „Wir wollen Strukturen schaffen, von denen der Medizinstandort sofort profitiert. Noch in 2023 stellen wir deshalb rund 10 Millionen Euro zum Aufbau einer gemeinsamen Datencloud und für den Aufbau einer klinischen Studienplattform zur Verfügung. Wir wollen das Potential des riesigen Datenschatzes im Gesundheitsbereich gemeinsam nutzen. Ein breiter Zugang zu Daten bringt uns bei der Versorgung und Patientensicherheit in eine neue Liga. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet das: Die Therapie wird noch besser auf sie zugeschnitten – wir personalisieren die Medizin, um Leben zu retten“, so der Minister.

Potentiale in Forschung und Versorgung heben

In „M1 – Munich Medicine Alliance“ bündeln die Münchner Spitzenmedizin-Einrichtungen ihre Stärken. Der Medizinstandort München kann sein Potential in Forschung und Krankenversorgung so noch besser ausschöpfen und international sichtbarer werden. Seit vielen Jahren arbeiten die beiden Münchner Universitäten und die Universitätsklinika in Forschung und Krankenversorgung bereits erfolgreich zusammen. Die Münchner Universitätsmedizin und Helmholtz Munich sind Partner in zahlreichen Forschungsverbünden (z. B. Exzellenzcluster, Sonderforschungsbereiche, alle Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung), die eine starke Basis für die nationale und internationale Sichtbarkeit des Gesundheitsstandorts München bilden. Auch mit Blick auf die gegenwärtig aufgeblühten unternehmerischen Potenziale der BioTech-Szene ist die strategische Allianz M1 ein großer Wurf: Eine international kompetitive biomedizinische Forschung ist Grundlage der Wertschöpfung von morgen und zugleich das Fundament für eine hochwertige Gesundheitsversorgung. M1 positioniert München für die internationale Pharma- und MedTech-Industrie auch als Top-Standort für die Durchführung klinischer Studien.

Offensive für Spitzenmedizin: Highmed Agenda Bayern

Die Kooperation ist Teil der Highmed Agenda Bayern – der bayerischen Offensive für die Spitzenmedizin – und ist langfristig angelegt. Gemeinsame Plattformen sowie Forschungs- und Translationsstrukturen werden sukzessive aufgebaut.

Weitere Informationen zur Highmed Agenda Bayern und zu „M1 – Munich Medicine Alliance“ finden Sie unter:

Krankheiten heilen, bevor sie entstehen: Medizingipfel zeigt die Zukunft der Medizin – Highmed Agenda Bayern schafft Rahmenbedingungen

Quelle: stmwk.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

Bayerns Wirtschaftsminister informiert sich im Bayerischen Wald Aiwanger: „Gemeinsam haben wir den Borkenkäfer deutlich zurückgedrängt – jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Nach dem trockenen Sommer sind die Bäume geschwächt und anfällig“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Das Bild zeigt ihn mit (v.l.n.r) Nationalparkchefin Ursula Schuster und BaySF-Vorstand Rudolf Plochmann. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download SPIEGELAU  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings.   Aiwanger: „Die Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald hat sich deutlich entspannt. Das ist eine gute Nachricht für unsere Wälder und ein Erfolg der konsequenten Arbeit aller Beteiligten. Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass wir den Käfer nur gemeinsam und über die Grenzen der Waldbesitzarten hinweg wirksam bekämpfen können. Genau diesen Weg müssen wir weitergehen. Denn Entwarnung können wir noch lange nicht geben: Nach Hitze und Trockenheit sind viele Bäume geschwächt. Wir müssen aufmerksam bleiben, Befall früh erkennen, Käferholz konsequent aufarbeiten und zügig aus dem Wald bringen.“   Der Ortstermin in Spiegelau war bereits das dritte gemeinsame Treffen zur Borkenkäferthematik im Bayerischen Wald nach den Terminen im März 2024 und August 2025. Damals stand die Sorge im Mittelpunkt, dass sich der Borkenkäfer aus dem Nationalpark in angrenzende Waldflächen ausbreiten könnte. Heute fällt die Bilanz deutlich positiver aus. Gemeinsam mit den Partnern wurden an Exkursionspunkten im Staatswald und im Nationalpark Bayerischer Wald unterschiedliche Verfahren und Methoden zur waldschutzwirksamen Aufarbeitung von Käferholz vorgestellt.   Aiwanger: „Wir sehen, dass regelmäßiger Austausch und abgestimmtes Handeln etwas bewirken. Staatswald, Nationalpark und Privatwald haben unterschiedliche Aufgaben und Rahmenbedingungen. Beim Schutz unserer Wälder haben wir aber ein gemeinsames Interesse. Deshalb werden wir den regelmäßigen Austausch fortsetzen und weiter an einem Strang ziehen.“ Die Borkenkäfersituation in der Region Bayerischer Wald ist aktuell so ruhig wie seit Jahren nicht mehr. In den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen wurden bislang historisch geringe Mengen an Käferholz festgestellt. Die Fangzahlen des Borkenkäfermonitorings der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft liegen rund 40 Prozent unter dem Niveau von 2024. Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen sehr geringe Schadholzmengen und in der Managementzone des Nationalparks ist die Situation im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls ruhig. Die Entwicklung zeigt: Konsequentes Borkenkäfermanagement und eine enge Zusammenarbeit über die Waldbesitzarten hinweg zahlen sich aus. Gleichzeitig bleibt der Käfer eine Gefahr. Nach den heißen und trockenen Phasen dieses Sommers sind die Wälder weiterhin belastet. Deshalb gilt es, gerade jetzt wachsam zu bleiben und bei ersten Anzeichen konsequent zu handeln. Regelmäßige Bohrmehlsuche, schnelle Aufarbeitung und der zügige Abtransport des Käferholzes bleiben die entscheidenden Maßnahmen. Ziel bleibt, den Wald als Lebens- und Wirtschaftsraum für kommende Generationen zu erhalten. Ansprechpartner: Bastian Brummer Stellv. Pressesprecher Auf Flächen des Nationalparks Bayerischer Wald überzeugte sich der Minister von einem Verfahren der Parkverwaltung, wodurch Käferbäume unschädlich gemacht werden. Dabei griff er auch selbst zum Werkzeug und entrindete einen Baum. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäfers.