München:

Eichpflicht für Messanlagen von Milch im Direktverkauf

Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger gegen teure Bonpflicht für Milchautomaten -Aiwanger: „Frische Milch direkt vom Bauernhof darf durch teure Bonpflicht nicht verhindert werden! Ich beabsichtige eine dauerhafte Aufhebung der Eich- und Bonpflicht für landwirtschaftliche Milchabgabeautomaten.“ Pressemeldung, München, 09. August 2023, 333/23 Eichpflicht für Messanlagen von Milch im Direktverkauf Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger gegen teure Bonpflicht für Milchautomaten Aiwanger: „Frische Milch direkt vom Bauernhof darf durch teure Bonpflicht nicht verhindert werden! Ich beabsichtige eine dauerhafte Aufhebung der Eich- und Bonpflicht für landwirtschaftliche Milchabgabeautomaten.“ MÜNCHEN Die Milchabgabeautomaten unterliegen seit dem 1. Januar 2023 wieder dem Mess- und Eichgesetz (MessEG) und der Mess- und Eichverordnung (MessEV). Im Jahr 2018 wurde auf Drängen des Freistaats Bayern die bundesweite Eichpflicht für Messanlagen für Milch im Direktverkauf für fünf Jahre ausgesetzt. Es durften in dieser Zeit auch ungeeichte Milchabgabeautomaten auf den Höfen betrieben werden. Dazu Aiwanger: „Die Automaten bieten den Kunden Milch direkt vom Hof „rund um die Uhr“. Diese Automaten müssen bezahlbar bleiben, sonst beendet der Landwirt den Verkauf – zum Schaden für den Kunden. Für viele Landwirte ist die Direktvermarktung neben der Abgabe an die Molkereien eine weitere, wichtige Absatzmöglichkeit für ihre tagfrische Milch. Der Freistaat ist ein großer Fürsprecher für die Milch-Direktvermarktung mit Automaten. Daher setze ich mich auch für eine weitere Verlängerung der Übergangsfrist hinsichtlich Eichpflicht ein. Außerdem muss es eine sinnvolle Ausnahmeregelungen für alte, ungeeichte Automaten ohne Belegdrucker geben. Ich beabsichtige eine Bundesratsinitiative, die eine dauerhafte Aufhebung der Eich- und Bonpflicht für Landwirte und deren Milchabgabeautomaten vorsieht. Werden die neuen Verpflichtungen des Mess- und Eichrechts umgesetzt, dann ist es eine Milchmädchenrechnung, die für Landwirte und Verbraucher teuer wird. Eine Nachrüstung oder der Austausch der alten Milchautomaten sind für die Landwirte unnötige und sehr hohe Kosten. So liegen die Investitionen in neue Milchautomaten ohne Pasteurisierungsanlage, Milchkannen und Ausstattung des Gebäudes bei rund 25.000 Euro. Bei einer Neu- und Ersatzbeschaffung eines Automaten gerät die Wirtschaftlichkeit des Milchverkaufs in eine enorme Schieflage. Gleichzeitig steigt aber seit längerem die Nachfrage nach unbehandelter frischer Milch direkt vom Bauernhof. Die Milchtrinker schätzen das wertvolle und gesunde Naturprodukt mit vielen wertvollen Inhaltsstoffe, weil es direkt aus der Region kommt. Neue Vorgaben lassen die Milch für Erzeuger und Verbraucher gleichermaßen versauern.“   Das zuständige Landesamt für Maß und Gewicht (LMG) gewährt unter Wirtschaftsminister Aiwanger angesichts der politischen Initiativen aus Bayern auch über das Jahr 2023 hinaus eine Übergangsfrist, um den Betreibern genügend Zeit zu geben, die Verpflichtungen des Mess- und Eichrechtes bei Messanlagen zur Abgabe von Milch zu erfüllen und die Geräte nach und nach in einen rechtskonformen Zustand zu bringen. Die Milchabgabeautomaten müssen laut Bundeseichrecht nach jedem Zapfvorgang für den Kunden einen Beleg ausdrucken, auf dem der Kunde sehen kann, wie viel Milch tatsächlich gezapft wurde und was sie kostet. Hierfür muss der Automat durch die zuständigen Eichämter des LMG geeicht sein. Für eine rechtmäßige Inbetriebnahme eines neuen Milchabgabeautomaten ist für den Landwirt zudem eine Konformitätserklärung des Herstellers Voraussetzung. Diese weist die Übereinstimmung des Geräts mit den rechtlichen Anforderungen nach.

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Versäumt

Bayerns Wirtschaftsminister informiert sich im Bayerischen Wald Aiwanger: „Gemeinsam haben wir den Borkenkäfer deutlich zurückgedrängt – jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Nach dem trockenen Sommer sind die Bäume geschwächt und anfällig“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Das Bild zeigt ihn mit (v.l.n.r) Nationalparkchefin Ursula Schuster und BaySF-Vorstand Rudolf Plochmann. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download SPIEGELAU  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings.   Aiwanger: „Die Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald hat sich deutlich entspannt. Das ist eine gute Nachricht für unsere Wälder und ein Erfolg der konsequenten Arbeit aller Beteiligten. Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass wir den Käfer nur gemeinsam und über die Grenzen der Waldbesitzarten hinweg wirksam bekämpfen können. Genau diesen Weg müssen wir weitergehen. Denn Entwarnung können wir noch lange nicht geben: Nach Hitze und Trockenheit sind viele Bäume geschwächt. Wir müssen aufmerksam bleiben, Befall früh erkennen, Käferholz konsequent aufarbeiten und zügig aus dem Wald bringen.“   Der Ortstermin in Spiegelau war bereits das dritte gemeinsame Treffen zur Borkenkäferthematik im Bayerischen Wald nach den Terminen im März 2024 und August 2025. Damals stand die Sorge im Mittelpunkt, dass sich der Borkenkäfer aus dem Nationalpark in angrenzende Waldflächen ausbreiten könnte. Heute fällt die Bilanz deutlich positiver aus. Gemeinsam mit den Partnern wurden an Exkursionspunkten im Staatswald und im Nationalpark Bayerischer Wald unterschiedliche Verfahren und Methoden zur waldschutzwirksamen Aufarbeitung von Käferholz vorgestellt.   Aiwanger: „Wir sehen, dass regelmäßiger Austausch und abgestimmtes Handeln etwas bewirken. Staatswald, Nationalpark und Privatwald haben unterschiedliche Aufgaben und Rahmenbedingungen. Beim Schutz unserer Wälder haben wir aber ein gemeinsames Interesse. Deshalb werden wir den regelmäßigen Austausch fortsetzen und weiter an einem Strang ziehen.“ Die Borkenkäfersituation in der Region Bayerischer Wald ist aktuell so ruhig wie seit Jahren nicht mehr. In den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen wurden bislang historisch geringe Mengen an Käferholz festgestellt. Die Fangzahlen des Borkenkäfermonitorings der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft liegen rund 40 Prozent unter dem Niveau von 2024. Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen sehr geringe Schadholzmengen und in der Managementzone des Nationalparks ist die Situation im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls ruhig. Die Entwicklung zeigt: Konsequentes Borkenkäfermanagement und eine enge Zusammenarbeit über die Waldbesitzarten hinweg zahlen sich aus. Gleichzeitig bleibt der Käfer eine Gefahr. Nach den heißen und trockenen Phasen dieses Sommers sind die Wälder weiterhin belastet. Deshalb gilt es, gerade jetzt wachsam zu bleiben und bei ersten Anzeichen konsequent zu handeln. Regelmäßige Bohrmehlsuche, schnelle Aufarbeitung und der zügige Abtransport des Käferholzes bleiben die entscheidenden Maßnahmen. Ziel bleibt, den Wald als Lebens- und Wirtschaftsraum für kommende Generationen zu erhalten. Ansprechpartner: Bastian Brummer Stellv. Pressesprecher Auf Flächen des Nationalparks Bayerischer Wald überzeugte sich der Minister von einem Verfahren der Parkverwaltung, wodurch Käferbäume unschädlich gemacht werden. Dabei griff er auch selbst zum Werkzeug und entrindete einen Baum. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäfers.