München:

„Gelebte Werte: Unverzichtbar für Zusammenleben – in Krisenzeiten wichtiger denn je“ ISB-Internetportal zur Wertebildung geht online – Praktische Anregungen und gute Beispiele für gelungene Werteerziehung im Unterricht und Schulleben


„Abstand halten, Maske tragen, Rücksicht nehmen und anderen helfen: Seit Beginn der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen leben die Menschen im Freistaat vor, welche Bedeutung Werte wie Solidarität und gegenseitige Rücksichtnahme besitzen. Eigenschaften, die sogar Leben retten können und deren Bildung auch in der Schule stattfindet.“ Kultusstaatssekretärin Anna Stolz machte zur Eröffnung des Onlineportals deutlich, welch hoher Stellenwert der Wertebildung an den bayerischen Schulen zukommt. Das neue Portal soll Schülerinnen und Schüler in der Persönlichkeitsentwicklung fördern und die Lehrkräfte zudem dabei unterstützen, Werteerziehung im Unterricht, in Projekten oder generell im Schulleben praktisch umzusetzen. Dabei werden online theoretische Informationen auf der Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse ebenso wie zahlreiche praktische Beispiele aus bayerischen Schulen präsentiert.

Entscheidend ist für Anna Stolz hierbei vor allem die praktische Umsetzung, denn, so die Staatssekretärin: „Werte müssen gelebt werden. Ob im aktiven Vorgehen gegen Mobbing, bei der Rücksichtnahme auf vermeintlich Schwächere oder ganz generell mit der eigenen Haltung: Gelebte Werte sind für unser Zusammenleben unverzichtbar und in Krisenzeiten wichtiger denn je. Unsere jugendlichen Wertebotschafterinnen und Wertebotschafter leben Werte gemeinsam mit den zahlreichen Wertemultiplikatoren unter den Lehrkräften tagtäglich vor.“

Wertebildung macht Schule

Die Initiative „Werte machen Schule“ stärkt die Werteerziehung an den Schulen im Freistaat und leistet einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen der Initiative wurden seit dem Schuljahr 2018/2019 rund 180 Schülerinnen und Schüler in allen bayerischen Regierungsbezirken zu Wertebotschafterinnen und -botschaftern ausgebildet. Mit ihren Ideen und Initiativen leisten sie einen wichtigen Beitrag für ein respektvolles und verantwortungsvolles Miteinander in unserer Gesellschaft. Sie geben ihren Mitschülerinnen und Mitschülern Tipps für eine von gegenseitigem Respekt geleitete Kommunikation und starten Wertewochen, Plakataktionen oder Projekttage zum Thema Werte. Darüber hinaus sind im Freistaat rund 100 Lehrkräfte als Wertemultiplikatorinnen und Wertemultiplikatoren aktiv und unterstützen unsere Schulen beispielsweise bei pädagogischen Tagen oder regen Wertevereinbarungen und Schulverfassungen an. Im Rahmen der Initiative „Werte machen Schule“ wurde das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus beauftragt, ein Internetportal zur Wertebildung zu erstellen, um Lehrkräfte bei ihrer wertebildenden Arbeit zu unterstützen und theoretische Informationen, praktische Anregungen und gute Beispiele für gelungene Werteerziehung in Unterricht und Schulleben bereitzustellen. Das Portal ist seit Beginn des Schuljahres 2020/2021 freigeschaltet  und unter https://www.wertebildung.bayern.de/ zu erreichen.

Quelle: stmuk.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

Bayerns Wirtschaftsminister informiert sich im Bayerischen Wald Aiwanger: „Gemeinsam haben wir den Borkenkäfer deutlich zurückgedrängt – jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Nach dem trockenen Sommer sind die Bäume geschwächt und anfällig“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Das Bild zeigt ihn mit (v.l.n.r) Nationalparkchefin Ursula Schuster und BaySF-Vorstand Rudolf Plochmann. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download SPIEGELAU  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings.   Aiwanger: „Die Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald hat sich deutlich entspannt. Das ist eine gute Nachricht für unsere Wälder und ein Erfolg der konsequenten Arbeit aller Beteiligten. Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass wir den Käfer nur gemeinsam und über die Grenzen der Waldbesitzarten hinweg wirksam bekämpfen können. Genau diesen Weg müssen wir weitergehen. Denn Entwarnung können wir noch lange nicht geben: Nach Hitze und Trockenheit sind viele Bäume geschwächt. Wir müssen aufmerksam bleiben, Befall früh erkennen, Käferholz konsequent aufarbeiten und zügig aus dem Wald bringen.“   Der Ortstermin in Spiegelau war bereits das dritte gemeinsame Treffen zur Borkenkäferthematik im Bayerischen Wald nach den Terminen im März 2024 und August 2025. Damals stand die Sorge im Mittelpunkt, dass sich der Borkenkäfer aus dem Nationalpark in angrenzende Waldflächen ausbreiten könnte. Heute fällt die Bilanz deutlich positiver aus. Gemeinsam mit den Partnern wurden an Exkursionspunkten im Staatswald und im Nationalpark Bayerischer Wald unterschiedliche Verfahren und Methoden zur waldschutzwirksamen Aufarbeitung von Käferholz vorgestellt.   Aiwanger: „Wir sehen, dass regelmäßiger Austausch und abgestimmtes Handeln etwas bewirken. Staatswald, Nationalpark und Privatwald haben unterschiedliche Aufgaben und Rahmenbedingungen. Beim Schutz unserer Wälder haben wir aber ein gemeinsames Interesse. Deshalb werden wir den regelmäßigen Austausch fortsetzen und weiter an einem Strang ziehen.“ Die Borkenkäfersituation in der Region Bayerischer Wald ist aktuell so ruhig wie seit Jahren nicht mehr. In den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen wurden bislang historisch geringe Mengen an Käferholz festgestellt. Die Fangzahlen des Borkenkäfermonitorings der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft liegen rund 40 Prozent unter dem Niveau von 2024. Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen sehr geringe Schadholzmengen und in der Managementzone des Nationalparks ist die Situation im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls ruhig. Die Entwicklung zeigt: Konsequentes Borkenkäfermanagement und eine enge Zusammenarbeit über die Waldbesitzarten hinweg zahlen sich aus. Gleichzeitig bleibt der Käfer eine Gefahr. Nach den heißen und trockenen Phasen dieses Sommers sind die Wälder weiterhin belastet. Deshalb gilt es, gerade jetzt wachsam zu bleiben und bei ersten Anzeichen konsequent zu handeln. Regelmäßige Bohrmehlsuche, schnelle Aufarbeitung und der zügige Abtransport des Käferholzes bleiben die entscheidenden Maßnahmen. Ziel bleibt, den Wald als Lebens- und Wirtschaftsraum für kommende Generationen zu erhalten. Ansprechpartner: Bastian Brummer Stellv. Pressesprecher Auf Flächen des Nationalparks Bayerischer Wald überzeugte sich der Minister von einem Verfahren der Parkverwaltung, wodurch Käferbäume unschädlich gemacht werden. Dabei griff er auch selbst zum Werkzeug und entrindete einen Baum. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäfers.