Berlin:

BMBF fördert Aufbau einer klinischen Forschergruppe in Jena / Schavan: „Klinisch-infektiologische Forschung muss an Krankenhäusern verankert werden, damit Infektionskrankheiten auch in Zukunft heilbar bleiben.“
In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 400.000 bis 600.000 Patientinnen und Patienten an einer Infektion, die sie im Krankenhaus erworben haben. Bis zu 15.000 Menschen sterben daran, wie in jüngster Zeit die Babys an einer Frühgeborenen-Intensivstation in Bremen. Besonders gefährlich sind die sogenannten multiresistenten Keime, gegen die Antibiotika kaum noch helfen. Sie entwickeln sich insbesondere in Krankenhäusern, weil hier von außen ständig neue Erreger eingeschleppt werden und andererseits Patienten je nach ihrer Erkrankung mit Antibiotika behandelt werden müssen. In einem derartigen Biotop können die Erreger gut verschiedenste Resistenzen ausbilden und damit zum Problem werden.

„Unser Ziel muss es sein, Infektionen mit solchen Erregern nach Möglichkeit zu vermeiden und sie im Falle ihres Auftretens gezielt bekämpfen zu können. Deshalb müssen wir die Forschung auf diesem Gebiet weiter mit aller Kraft vorantreiben. Nur so können Infektionskrankheiten auch in Zukunft heilbar bleiben“, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt dem Universitätsklinikum Jena deshalb in den kommenden drei Jahren 2,3 Millionen Euro für den Aufbau einer klinisch-infektiologischen Forschergruppe zur Verfügung.

Diese Forschergruppe wird eine Ambulanz und einen klinikweiten Beratungsdienst zum Thema Infektionen für das ärztliche Personal aufbauen und betreuen. Damit wird sie dazu beitragen, Mängel in Abläufen zu erkennen und zu beseitigen, die die Verbreitung von Infektionen fördern. Außerdem werden am Universitätsklinikum Jena zehn Betten für Patientinnen und Patienten eingerichtet, die mit multiresistenten Erregern infiziert sind.

Diese strukturellen Maßnahmen werden aber auch genutzt, um konkrete Forschungsfragen zu bearbeiten. So werden von der Jenaer Forschergruppe vier Projekte durchgeführt, die Infektionen durch Antibiotika-resistente Bakterien erforschen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen die Mechanismen ergründen, die Bakterien resistent werden lassen. Nur wenn diese Vorgänge verstanden sind, können neue Wirkstoffe gefunden beziehungsweise bewährte Substanzen entsprechend modifiziert werden – damit diese gefährlichen Infektionen behandelbar werden.

„Die Einrichtung der Gruppe in Jena ist eines von deutschlandweit mehreren Pilotvorhaben zur klinischen Infektiologie. Wir hoffen, dass das Modell in Zukunft auch von anderen Universitätskliniken übernommen wird.“, betonte Schavan. „Mit dieser Maßnahme stärken wir also nicht nur die Infektionsforschung. Ziel unserer Förderung ist es vor allem, dass die klinisch-infektiologische Forschung an Krankenhäusern strukturell verankert wird, sodass dort Forschungsergebnisse gezielt in diagnostische und therapeutische Maßnahmen umgesetzt werden können.

Quelle: bmbf.de

 

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.