Neufahrn:

Energieminister Aiwanger unterzeichnet Positionspapier „Biogasproduktion in Bayern sichern“

 

Aiwanger: „Der Bund lässt Betreiber von Biogasanlagen im Regen stehen. Dabei sehen wir nicht tatenlos zu.“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger bei der Unterzeichnung des Positionspapiers „Biogasproduktion in Bayern sichern“ mit Christoph HubeA.Ufert

Energieminister Hubert Aiwanger hat sich mit Verbandsvertretern an der Biogasanlage Wagner in Ettenkofen getroffen. Alle Teilnehmer sehen den Weiterbetrieb bestehender Biogasanlagen gefährdet und fordern in einem Positionspapier konkrete Maßnahmen vom Bund. Aiwanger: „Die Bundesregierung unterschätzt die Bedeutung von Biogas für die Energieversorgung massiv. Biogasanlagen sind flexibel in der Stromerzeugung. Gerade deshalb sind sie ein wichtiger Baustein, um die volatile Stromerzeugung bei Wind oder Photovoltaik auszugleichen. Biogasanlagen reduzieren nicht nur die Abhängigkeit von fossilen Energien, sondern sparen pro Jahr mehr als 21 Millionen Tonnen Treibhausgase ein. Dieser aktive Klimaschutz wird vom Bund nicht honoriert.“   Diese geringe Wertschätzung spiegelt sich auch im Ausschreibungsvolumen wider. Dieses und letztes Jahr waren die Ausschreibungen für Biomasse massiv überzeichnet. Zwei von drei Biogasanlagen stehen vor der Gefahr der Stilllegung. „An zahlreiche Biogasanlagen sind Wärmenetze angeschlossen. Fallen diese Anlagen weg, müssten auch zahlreiche Wärmenetze stillgelegt werden. Der Bund lässt die Anlagenbetreiber im Regen stehen. Dabei werden wir nicht tatenlos zusehen. Unser Positionspapier ist ein Warnschuss mit konkreten Maßnahmen für eine klimafreundliche Energie, die auch noch die Wertschöpfung vor Ort stärkt“, betont der Minister.

Gerade für Bayern ist Biogas ein wichtiger erneuerbarer Energieträger. Mit 2.737 Anlagen und rund 1,5 Gigawatt installierter Leistung stehen in Bayern die meisten Biogasanlagen in Deutschland, umgerechnet ist das jede vierte Anlage. Alle bayerischen Anlagen zusammen ersetzen die Leistung des stillgelegten Kernkraftwerks Isar 2.    Die Unterzeichner des Positionspapiers fordern vom Bund: das Volumen der Biomasse-Ausschreibungen auf mindestens 1.200 Megawatt zu erhöhen, den Flexibilitätszuschlag auf 120 Euro je Kilowatt anzuheben, die vorhandenen Poentziale zu nutzen und den Klimaschutz sowie Ökologie zu stärken, sowie Biomethan als Speicher und zur Wärmeerzeugung zu nutzen. Unterzeichner des Positionspapiers sind neben Staatsminister Aiwanger der Landesverband Erneuerbare Energien Bayern mit dem Fachverband Biogas, der Bayerische Bauernverband und der Verband Landwirtschaft verbindet Bayern.   „Bayern steht zur heimischen Bioenergie. Wir fordern nicht nur, sondern schaffen bei uns neue Möglichkeiten für unsere Biogasbranche. Mit BioMeth Bayern fördern wir die Errichtung von Anlagen zur Aufbereitung von Biogas zu Biomethan. Das aufbereitete Biomethan kann direkt in bereits bestehende Gasleitungen geleitet, weiter transportiert und verwertet werden. Das ist nicht nur kosteneffizient, sondern besonders ressourcenschonend,“ erklärt der Minister.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.