{"id":9871,"date":"2016-08-20T08:36:43","date_gmt":"2016-08-20T06:36:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=9871"},"modified":"2016-08-20T08:36:43","modified_gmt":"2016-08-20T06:36:43","slug":"brexit-darf-nicht-zu-lasten-des-klimaschutzes-gehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=9871","title":{"rendered":"Brexit darf nicht zu Lasten des Klimaschutzes gehen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>Scharf: Brexit darf nicht zu Lasten des Klimaschutzes gehen<br \/>\nZ\u00fcgige Reform beim Emissionshandel n\u00f6tig<\/p>\n<p>Der Emissionshandel ist das zentrale Klimaschutzinstrument der EU. Das unterstrich die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute in M\u00fcnchen. &#8222;Globale Herausforderungen m\u00fcssen gemeinsam gemeistert werden. Nur mit einem funktionierenden Emissionshandel k\u00f6nnen die ehrgeizigen Klimaziele der EU erreicht werden. Es muss alles getan werden, damit das Vereinigte K\u00f6nigreich weiterhin am Europ\u00e4ischen Emissionshandel teilnimmt und sich der Brexit nicht negativ auf die europ\u00e4ische Klimapolitik auswirkt. Der Ausstieg der Briten aus der EU darf nicht zum Ausstieg aus dem europ\u00e4ischen Emissionshandel f\u00fchren. Wir brauchen eine gemeinsame europ\u00e4ische Klimapolitik. Nationale Alleing\u00e4nge bringen uns nicht weiter.&#8220; Das Vereinigte K\u00f6nigreich z\u00e4hlt mit rund 450 Millionen Tonnen CO2 nach Deutschland zu den gr\u00f6\u00dften CO2-Emittenten in der EU. Am Europ\u00e4ischen Emissionshandel nehmen neben den EU-Mitgliedstaaten auch Norwegen, Island und Liechtenstein teil. Scharf: &#8222;Das Vereinigte K\u00f6nigreich k\u00f6nnte also auch bei einem Austritt aus der EU im System bleiben. Das w\u00e4re ein klares Signal f\u00fcr die Zukunft von der neuen Regierung unter Premierministerin May.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=9874\" rel=\"attachment wp-att-9874\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-9874\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/P1010335-300x225.jpg\" alt=\"P1010335\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/P1010335-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/P1010335.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Leiterin des ifo-Zentrums f\u00fcr Energie, Klima und ersch\u00f6pfbare Ressourcen und Mitglied des Bayerischen Klimarates, Prof. Dr. Karen Pittel, betonte: &#8222;Auch die anstehenden Beschl\u00fcsse \u00fcber die nationalen Beitr\u00e4ge zur Reduktion der Emissionen au\u00dferhalb des Emissionshandels, die immerhin 50 Prozent der europ\u00e4ischen CO2-Emissionen ausmachen, d\u00fcrfen sich aufgrund des drohenden Brexit nicht verz\u00f6gern.&#8220; Eine Wiederbelebung nationalstaatlichen Denkens in der Klima- wie in der Energiepolitik k\u00f6nnte die Erreichung der gesteckten Ziele gef\u00e4hrden und falsche Signale an die M\u00e4rkte senden. Pittel: &#8222;Bei den jetzt anstehenden Verhandlungen zum Austritt muss die EU auf die Einhaltung der vereinbarten Klimaschutzziele dringen, um das Gewicht Europas im internationalen Klimaschutz zu sichern.&#8220;<\/p>\n<p>Derzeit wird innerhalb der EU \u00fcber eine Reform des Emissionshandels diskutiert. Scharf: &#8222;Die EU-Kommission muss z\u00fcgig eine strukturelle Reform des Emissionshandels vorantreiben. Die zuviel ausgegebenen, kostenlosen Zertifikate sollten dauerhaft vom Markt genommen werden. Gleichzeitig muss ein zu starker Anstieg der Strompreise f\u00fcr die im internationalen Wettbewerb stehende Industrie vermieden werden.&#8220; Mit dem Europ\u00e4ischen Emissionshandel wurde im Jahr 2005 ein marktwirtschaftlicher Ansatz geschaffen, die CO2-Emissionen unter eine festgelegte Obergrenze zu senken. Europarechtlich zur Teilnahme am Emissionshandel verpflichtet sind beispielsweise Energieerzeuger, Stahl- und Zementwerke sowie energieintensive Industrieanlagen. Sie m\u00fcssen f\u00fcr jede Tonne CO2, die sie emittieren, ein Zertifikat erwerben. Damit besteht ein finanzieller Anreiz f\u00fcr Minderungsma\u00dfnahmen im Betrieb. In den Tagen nach dem Ausstiegsreferendum im Vereinigten K\u00f6nigreich fiel der ohnehin niedrige Preis f\u00fcr Zertifikate an den B\u00f6rsen weiter \u00a0von knapp 6 Euro auf unter 4,50 Euro.<\/p>\n<p>Quelle:stmuv.bywern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Scharf: Brexit darf nicht zu Lasten des Klimaschutzes gehen Z\u00fcgige Reform beim Emissionshandel n\u00f6tig Der Emissionshandel ist das zentrale Klimaschutzinstrument der EU. Das unterstrich die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute in M\u00fcnchen. &#8222;Globale Herausforderungen m\u00fcssen gemeinsam gemeistert werden. Nur mit einem funktionierenden Emissionshandel k\u00f6nnen die ehrgeizigen Klimaziele der EU erreicht werden. 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