{"id":9792,"date":"2016-07-27T08:27:48","date_gmt":"2016-07-27T06:27:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=9792"},"modified":"2016-07-27T08:27:48","modified_gmt":"2016-07-27T06:27:48","slug":"bayerischen-kunstfoerderpreises-2016-in-der-sparte-bildende-kunst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=9792","title":{"rendered":"&#8222;Bayerischen Kunstf\u00f6rderpreises 2016&#8220; in der Sparte &#8222;Bildende Kunst&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle gibt Preistr\u00e4ger des &#8222;Bayerischen Kunstf\u00f6rderpreises 2016&#8220; in der Sparte &#8222;Bildende Kunst&#8220; bekannt &#8211; &#8222;Au\u00dfergew\u00f6hnliche k\u00fcnstlerische Begabung gew\u00fcrdigt&#8220;<br \/>\nDie Preise in der Sparte &#8222;Bildende Kunst&#8220; des &#8222;Bayerischen Kunstf\u00f6rderpreises 2016&#8220; gehen in diesem Jahr an Jakob Egenrieder, Funda G\u00fcl \u00d6zcan, Miho Kasama und Felix Leon Westner sowie Anna McCarthy. Das gab Bayerns Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle heute in M\u00fcnchen bekannt. Minister Spaenle gratulierte den Preistr\u00e4gern: &#8222;Mit den Bayerischen Kunstf\u00f6rderpreisen w\u00fcrdigen wir herausragende Leistungen von jungen Menschen mit au\u00dfergew\u00f6hnlicher k\u00fcnstlerischer Begabung. Die Auszeichnung ist zugleich Anerkennung f\u00fcr das bisherige k\u00fcnstlerische Wirken der jungen K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler wie auch Ansporn f\u00fcr ihr k\u00fcnftiges Schaffen.&#8220; Die Preise sind mit je 6.000 Euro dotiert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=9432\" rel=\"attachment wp-att-9432\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-9432\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/P1000974-300x225.jpg\" alt=\"P1000974\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/P1000974-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/P1000974.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Informationen zu den einzelnen Preistr\u00e4gerinnen und Preistr\u00e4gern der Sparte &#8222;Bildende Kunst&#8220; f\u00fcr den &#8222;Bayerischen Kunstf\u00f6rderpreis 2016&#8220;:<\/p>\n<p>Die Arbeiten des in M\u00fcnchen lebenden Bildhauers Jakob Egenrieder spannen den Bogen von der Skulptur als Einzelobjekt im klassischen Sinne \u00fcber gro\u00dfe installative Werke bis hin zu veritablen B\u00fchnenszenerien. Die Jury betonte die Intensit\u00e4t und \u00dcberzeugungskraft, welche zum einen aus der Spannung der jeweils konkreten Form und dem besonderen Sinn f\u00fcr architektonische Zusammenh\u00e4nge resultieren. Dabei impliziere Egenrieders konzeptueller Ansatz keinesfalls, dass seine Arbeiten kopfgesteuert oder gar intellektuell zu bezeichnen w\u00e4ren. Das Gegenteil sei der Fall: Alle seine skulpturalen Erfindungen, seine Installationen und Aktionen einige ein hohes Ma\u00df an sch\u00f6pferischer Spontaneit\u00e4t und Sinnlichkeit.<\/p>\n<p>Die in Garmisch-Partenkirchen geborene K\u00fcnstlerin Funda G\u00fcl \u00d6zcan setzt sich in ihrem Schaffen, das Skulptur, Video, Audio und Performance kombiniert, mit Fragen der Identit\u00e4t, des K\u00f6rpers, der Sexualit\u00e4t und der Gewalt auseinander. Nach Ansicht der Jury l\u00e4sst sie mit der offenen Pr\u00e4sentation ihrer eigenen inneren Konflikte zudem einen emotional aufgeladenen Dialog mit ihrem Publikum entstehen. Die Betrachter f\u00fchre dies oft an die Grenze des Ertr\u00e4glichen, weil das Gezeigte eindringlich, bisweilen schmerzhaft sei und stets eine psychische wie physische Herausforderung darstelle. Die Jury \u00fcberzeugt das Werk Funda G\u00fcl \u00d6zcans durch die kompromisslose Bildsprache und den origin\u00e4ren wie spielerisch-souver\u00e4nen Umgang mit den gew\u00e4hlten Materialien. Die K\u00fcnstlerin biete der Diskussion um individuelle und gesellschaftliche Identit\u00e4tsmuster reichlich Stoff, der die menschliche Existenz schonungslos ausleuchte, wie die Jury abschlie\u00dfend feststellt.<\/p>\n<p>Die Werke der in Japan geborenen und heute in N\u00fcrnberg lebenden Miho Kasama widmen sich auf vielf\u00e4ltige Weise wissenschaftlichen Ordnungssystemen, die unsere Wahrnehmung der Welt pr\u00e4gen. Sie verwendet Vermessungstechniken als Material und legt deren Konstruktion offen. Die Jury beeindruckt, wie in ihren Installationen und 3D-Animationen Farben zu Kl\u00e4ngen werden, zweidimensionale Landschaftsfotografien zu dreidimensionalen Gebilden und R\u00e4ume zu Messdaten. Der Prozess des Knickens und Faltens steht dabei f\u00fcr die kontinuierliche Ver\u00e4nderung von Karten, die Miho Kasama in ihren Werken verwendet. Durch ihre pers\u00f6nlich assoziative Ann\u00e4herung an die Landschaft als Karte erschafft sie, so die Jury, h\u00f6chst subjektive Modelle: Neukartierungen verbinden Fiktion und Wirklichkeit miteinander, festgefahrene Zuschreibungen werden aufgebrochen und Perspektivwechsel, die unsere Wahrnehmung herausfordern, m\u00f6glich gemacht.<\/p>\n<p>Die k\u00fcnstlerische Arbeit des M\u00fcnchners Felix Leon Westner ist gepr\u00e4gt durch zahlreiche Auslandsaufenthalte. Nach Ansicht der Jury flie\u00dfen in seine k\u00fcnstlerische Arbeit das konkrete Erlebnis sowie das Erfahren anderer Kulturen und das damit verbundene Erkennen von vorhandenen \u00dcberschneidungen des allt\u00e4glichen Geschehens und gesellschaftlich relevanter Themen ein. Die Jurymitglieder heben die Vielschichtigkeit der Installationen und performativen Arbeiten des K\u00fcnstlers hervor: Angetrieben durch eine lebendige dialogische Auseinandersetzungsbereitschaft entstehen performative Collagen aus Ton, Wort, Zeichnung und seiner eigenen Pr\u00e4senz. Konzentriert baue Westner seine Choreografien auf, die nachdenkliche Ruhe ausstrahlen oder im Stakkato auf die Projektionsfl\u00e4che zeichnerisch gesetzt werden. Bei seinen Performances bezieht er projektbezogen selbst entwickelte Soundelemente und Videoelemente ein.<\/p>\n<p>In diesem Jahr vergibt Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zudem einen Spezialpreis f\u00fcr &#8222;Sound und Ger\u00e4usche&#8220;, den die in M\u00fcnchen lebende K\u00fcnstlerin Anna McCarthy erh\u00e4lt. Sie \u00fcberzeugt die Jury mit ihrem k\u00fcnstlerischem Schaffen, das s\u00e4mtliche Spielarten der syn\u00e4sthetischen Aktion umfasst: Performative Installation, Konzert, Musical, Parade, Demonstration. Anna McCarthys Arbeit ist &#8211; wie die K\u00fcnstlerin selbst &#8211; ein Gesamtkunstwerk, so die Jury. Sound und Ger\u00e4usche seien jeder ihrer Ausdrucksformen immanent, jedes ihrer virtuosen &amp;sbquo;Spektakel&#8216; basiere auf musikalischen oder sprachlichen Elementen, die Anna McCarthy meisterhaft beherrsche. \u00dcberschrieben sind Anna McCarthys Projekte zumeist mit einem politischen Gedanken, sie rufen zu Verweigerung oder Rebellion auf, aufbauend auf historischen Recherchen und unter Verwendung von Zitaten.<\/p>\n<p>Der Bayerische Kunstf\u00f6rderpreis<\/p>\n<p>Der Bayerische Kunstf\u00f6rderpreis wird j\u00e4hrlich in den vier Sparten &#8222;Bildende Kunst&#8220;, &#8222;Darstellende Kunst&#8220;, &#8222;Musik und Tanz&#8220; sowie &#8222;Literatur&#8220; vergeben. Die Preistr\u00e4ger m\u00fcssen in Bayern leben, hier ihren Schaffensmittelpunkt haben und d\u00fcrfen h\u00f6chstens 40 Jahre alt sein. Voraussetzung ist zudem, dass sie \u00fcber eine au\u00dfergew\u00f6hnliche k\u00fcnstlerische Begabung verf\u00fcgen und durch herausragende Leistungen hervorgetreten sind. Die Preise werden vom Bayerischen Staatsminister f\u00fcr Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst auf Vorschlag von Fachjurys vergeben. Die feierliche Verleihung der Preise erfolgt am 28. November durch Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle in der Hochschule f\u00fcr Fernsehen und Film M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Quelle: stmbw.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle gibt Preistr\u00e4ger des &#8222;Bayerischen Kunstf\u00f6rderpreises 2016&#8220; in der Sparte &#8222;Bildende Kunst&#8220; bekannt &#8211; &#8222;Au\u00dfergew\u00f6hnliche k\u00fcnstlerische Begabung gew\u00fcrdigt&#8220; Die Preise in der Sparte &#8222;Bildende Kunst&#8220; des &#8222;Bayerischen Kunstf\u00f6rderpreises 2016&#8220; gehen in diesem Jahr an Jakob Egenrieder, Funda G\u00fcl \u00d6zcan, Miho Kasama und Felix Leon Westner sowie Anna McCarthy. 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