{"id":9205,"date":"2016-02-07T08:53:07","date_gmt":"2016-02-07T07:53:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=9205"},"modified":"2016-02-07T08:53:07","modified_gmt":"2016-02-07T07:53:07","slug":"starkregen-und-hochwassergefahren-nehmen-zu-gesteuerte-flutpolder-wichtige-zukunftsaufgabe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=9205","title":{"rendered":"Starkregen und Hochwassergefahren nehmen zu Gesteuerte Flutpolder wichtige Zukunftsaufgabe"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>Scharf: Starkregen und Hochwassergefahren nehmen zu<br \/>\nGesteuerte Flutpolder wichtige Zukunftsaufgabe<\/p>\n<p>Der Klimawandel hat Einfluss auf H\u00e4ufigkeit und Intensit\u00e4t von Niederschl\u00e4gen. Experten gehen davon aus, dass es im S\u00fcden Deutschlands bis zum Ende des Jahrhunderts h\u00e4ufiger zu gro\u00dffl\u00e4chigen starken Niederschl\u00e4gen kommen wird. Dadurch steigt auch die Hochwassergefahr. Darauf wies die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute hin. &#8222;Der Klimawandel hat den Alpenraum fest im Griff. Zunehmende Starkniederschl\u00e4ge erh\u00f6hen die Hochwassergefahr und k\u00f6nnen zur Bedrohung f\u00fcr die Menschen werden. Wir m\u00fcssen bei der Anpassung an den Klimawandel auch die kurzfristigen Wetterextreme ber\u00fccksichtigen. Die Klimaforschung liefert daf\u00fcr wichtige Erkenntnisse&#8220;, so Scharf weiter. Internationale Experten haben in den letzten drei Jahren in einem grenz\u00fcberschreitenden Forschungsprojekt ausgewertet, welche Wetterlagen ab 1951 hochwassergef\u00e4hrliche Starkregen in Mitteleuropa ausgel\u00f6st haben. Im Herbst sind die Starkniederschl\u00e4ge in Folge von Westwetterlagen bereits tendenziell h\u00e4ufiger geworden. Ein Blick in die Zukunft nach 2050 zeigt aber vor allem im Winter und Fr\u00fchjahr eine Zunahme der Starkniederschl\u00e4ge um bis zu 20 Prozent. Im Sommer k\u00f6nnte es infolge vermehrter Hochdruck-Wetterlagen \u00fcber Mitteleuropa &amp;ndash; bei einer gleichzeitigen Zunahme der Luftfeuchtigkeit &amp;ndash; zu selteneren aber heftigeren Niederschl\u00e4gen in S\u00fcddeutschland kommen. Solche Niederschl\u00e4ge k\u00f6nnen extreme Hochwasser an gro\u00dfen Fl\u00fcssen verursachen, wie zum Beispiel an der Donau. Zu einem derartigen Hochwasser kommt es vor allem dann, wenn B\u00f6den \u00fcber Tage und Wochen hinweg bereits stark mit Wasser ges\u00e4ttigt sind. Vor dem Hochwasser 2013 zogen etwa in kurzer Folge drei Tiefdruckgebiete mit starkem Regen \u00fcber den Alpenraum.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=8235\" rel=\"attachment wp-att-8235\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8235\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/bamberg34-300x225.jpg\" alt=\"bamberg34\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/bamberg34-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/bamberg34.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Erkenntnisse \u00fcber hochwasserrelevante atmosph\u00e4rische Vorg\u00e4nge helfen bei der Entwicklung von Anpassungsstrategien an den Klimawandel. Um auch in Zukunft den bestm\u00f6glichen Schutz der Menschen in Bayern zu gew\u00e4hrleisten, setzt der Freistaat deshalb auf die Errichtung gesteuerter Flutpolder. Scharf: &#8222;Flutpolder sind Festungen gegen Jahrhundertfluten. Sie kommen nur dann zum Einsatz, wenn andere Hochwasserschutzma\u00dfnahmen nicht mehr ausreichen. Jeder Polder kann eine Lebensversicherung f\u00fcr die Unterlieger an den Fl\u00fcssen sein.&#8220; Derzeit plant der Freistaat insbesondere mehrere gesteuerte Flutpolder entlang der Donau. Mit dem Seifener Becken an der Iller verf\u00fcgt Bayern bereits seit mehreren Jahren \u00fcber einen gesteuerten Flutpolder, der sich zuletzt beim Juni-Hochwasser 2013 bew\u00e4hrt hat.<\/p>\n<p>Das grenz\u00fcberschreitende Forschungsprojekt WETRAX (Weather Patterns, CycloneTracks and related precipitation Extremes) wurde mit insgesamt rund 390.000 Euro vom Bayerischen Staatsministerium f\u00fcr Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV), der Bundesanstalt f\u00fcr Gew\u00e4sserkunde (BfG) und dem \u00d6sterreichischen Bundesministerium f\u00fcr Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) finanziert. Projekttr\u00e4ger waren das Bayerische Landesamt f\u00fcr Umwelt (LfU) und die Zentralanstalt f\u00fcr Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Mit der Projektdurchf\u00fchrung waren die ZAMG und die Universit\u00e4t Augsburg unter Beteiligung des Deutschen Wetterdiensts (DWD) betraut.<\/p>\n<p>Die meisten gro\u00dfr\u00e4umigen Starkniederschlagsereignisse in S\u00fcddeutschland und im Alpenraum sind mit zwei typischen Mustern zu erkl\u00e4ren: Tiefdruckgebiete, die von Oberitalien \u00fcber den Ostrand der Alpen nach Polen ziehen (sogenannte Vb-Tiefs, sprich: &#8222;f\u00fcnf b&#8220;) und f\u00fcr den gesamten Alpenraum intensiven Niederschlag bringen sowie rascher vom Atlantik nach Mitteleuropa durchziehende Tiefdruckgebiete (Westwetterlagen), die an der Nordseite der Alpen sowie den Mittelgebirgen Niederschlag bringen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Projekt:<\/p>\n<p>http:\/\/www.lfu.bayern.de\/wasser\/klima_wandel\/projekte\/wetrax\/index.htm<\/p>\n<p>Quelle: stmuv.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Scharf: Starkregen und Hochwassergefahren nehmen zu Gesteuerte Flutpolder wichtige Zukunftsaufgabe Der Klimawandel hat Einfluss auf H\u00e4ufigkeit und Intensit\u00e4t von Niederschl\u00e4gen. 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