{"id":9053,"date":"2015-09-29T08:40:06","date_gmt":"2015-09-29T06:40:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=9053"},"modified":"2015-10-03T08:36:29","modified_gmt":"2015-10-03T06:36:29","slug":"herausragendes-sprachgefuehl-und-hohe-sensibilitaet-fuer-die-emotionalen-untertoene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=9053","title":{"rendered":"&#8222;Herausragendes Sprachgef\u00fchl und hohe Sensibilit\u00e4t f\u00fcr die emotionalen Untert\u00f6ne&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>&#8222;Herausragendes Sprachgef\u00fchl und hohe Sensibilit\u00e4t f\u00fcr die emotionalen Untert\u00f6ne&#8220; &#8211; Kunststaatssekret\u00e4r Sibler \u00fcbergibt \u00dcbersetzerstipendium des Freistaats an Birgit Leib &#8211; Erstmals wird die \u00dcbersetzung eines zeitgen\u00f6ssischen Deb\u00fctromans ausgezeichnet<br \/>\n&#8222;Das literarische \u00dcbersetzen ist eine gro\u00dfe k\u00fcnstlerische Leistung. Dies hat Birgit Leib mit ihrem \u00dcbersetzungsprojekt \u00fcberzeugend unter Beweis gestellt. Ihr herausragendes Sprachgef\u00fchl und ihre hohe Sensibilit\u00e4t f\u00fcr die emotionalen Untert\u00f6ne eines Texts sorgen daf\u00fcr, dass ihre Stimme eine \u00fcberzeugende Symbiose mit der Stimme der Autorin eingeht&#8220;, w\u00fcrdigte Bayerns Kunststaatssekret\u00e4r Bernd Sibler heute im Literaturhaus M\u00fcnchen die Arbeit von Birgit Leib. Sie erhielt das mit 6.000 Euro dotierte Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern f\u00fcr ein literarisches \u00dcbersetzungsprojekt.<br \/>\nLeib arbeitete an der Erst\u00fcbersetzung des Romandeb\u00fcts &#8222;La mal\u00e9diction du bandit moustachu&#8220; (&#8222;Der Fluch des schnauzb\u00e4rtigen Banditen&#8220;) von Irina Teodorescu, das 2014 erschienen ist. Der Roman handelt von einer jungen Frau, die die Geschichte ihrer rum\u00e4nischen Familie \u00fcber ein Jahrhundert hinweg rekonstruiert und dabei in Erfahrung bringt, dass ein Fluch auf den jeweils erstgeborenen S\u00f6hnen liegt und diese deshalb von absurden Unf\u00e4llen und Krankheiten ereilt werden. Die deutsche \u00dcbersetzung ist k\u00fcrzlich im Klaus Wagenbach-Verlag erscheinen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=3802\" rel=\"attachment wp-att-3802\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3802\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/buch2-300x225.jpg\" alt=\"buch2\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/buch2-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/buch2.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Erstmalig Auszeichnung f\u00fcr einen zeitgen\u00f6ssischen Roman<\/p>\n<p>Staatssekret\u00e4r Sibler sprach von &#8222;einem neuen Akzent in der Vergabe des Stipendiums.&#8220; Nach den Klassiker\u00fcbersetzungen der letzten Jahre wurde in diesem Jahr die \u00dcbersetzung des Deb\u00fctromans einer jungen zeitgen\u00f6ssischen Autorin ausgew\u00e4hlt. Er begr\u00fc\u00dfte die Wahl der Jury ausdr\u00fccklich: &#8222;Die Entscheidung f\u00fcr dieses Projekt setzt ein wichtiges Signal: Als aus-zeichnungsw\u00fcrdig gelten nicht nur \u00dcbersetzungen von klassischer Literatur, sondern auch von anspruchsvoller Gegenwartsliteratur. Ich freue ich mich sehr, dass wir die Arbeit von Birgit Leib durch ein Stipendium pr\u00e4mieren k\u00f6nnen, und w\u00fcnsche ihr f\u00fcr ihre weiteren Vorhaben viel Erfolg.&#8220;<br \/>\nDie Jury w\u00fcrdigte das \u00dcbersetzungsvorhaben aufgrund seiner hohen sprachlichen Qualit\u00e4ten: &#8222;Es gelingt der \u00dcbersetzerin Birgit Leib, den Ton des Originals zu treffen und gleichzeitig originelle L\u00f6sungen f\u00fcr den eigenwilligen bildhaften Stil der Autorin zu finden, der seine Lebendigkeit besonders aus der F\u00fclle von franz\u00f6sischen oder rum\u00e4nischen Redewendungen gewinnt.&#8220; Aufgrund der notwendigen Recherchen stelle Irina Teodorescus Text hohe Anspr\u00fcche an die \u00dcbersetzung. &#8222;Die \u00dcberlagerung verschiedener Sprachkulturen ist in der deutschen \u00dcbertragung \u00fcberzeugend nachgebildet&#8220;, so die Jury.<\/p>\n<p>Das \u00dcbersetzerstipendium des Freistaats Bayern<\/p>\n<p>Das bayerische Kunstministerium vergibt j\u00e4hrlich ein Arbeitsstipendium an einen literarischen \u00dcbersetzer oder eine \u00dcbersetzerin, das es erm\u00f6glichen soll, sich ohne wirtschaftlich-materiellen Zwang einem \u00dcbersetzungsvorhaben zu widmen. Das Stipendium wird heuer zum siebten Mal vergeben.<\/p>\n<p>Birgit Leib, geboren 1965 in Schw\u00e4bisch Hall, studierte Romanistik (Franz\u00f6sisch), Germanistik und Komparatistik in M\u00fcnchen und Paris. 17 Jahre lebte sie in Frankreich (Paris und Avignon), wo sie u. a. f\u00fcr das Franz\u00f6sische Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Finanzen und Industrie sowie f\u00fcr Unternehmen als Lehrerin f\u00fcr Deutsch und Interkulturelles arbeitete. Seit 1993 ist sie als \u00dcbersetzerin von Literatur, H\u00f6rspielen und Theaterst\u00fccken t\u00e4tig. Ein Schwerpunkt ihrer \u00dcbersetzert\u00e4tigkeit ist es, Untertitel f\u00fcr franz\u00f6sische Filme zu erarbeiten. 2010 gr\u00fcndete sie das Netzwerk mimikri media f\u00fcr Medien\u00fcbersetzung und Untertitelung. Seit 2012 leitet sie Workshops in diesem Bereich.<\/p>\n<p>Quelle: stmbw.bund.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: &#8222;Herausragendes Sprachgef\u00fchl und hohe Sensibilit\u00e4t f\u00fcr die emotionalen Untert\u00f6ne&#8220; &#8211; Kunststaatssekret\u00e4r Sibler \u00fcbergibt \u00dcbersetzerstipendium des Freistaats an Birgit Leib &#8211; Erstmals wird die \u00dcbersetzung eines zeitgen\u00f6ssischen Deb\u00fctromans ausgezeichnet &#8222;Das literarische \u00dcbersetzen ist eine gro\u00dfe k\u00fcnstlerische Leistung. Dies hat Birgit Leib mit ihrem \u00dcbersetzungsprojekt \u00fcberzeugend unter Beweis gestellt. 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