{"id":8867,"date":"2015-08-16T08:27:06","date_gmt":"2015-08-16T06:27:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=8867"},"modified":"2015-08-16T08:27:06","modified_gmt":"2015-08-16T06:27:06","slug":"weitere-fortschritte-beim-human-biomonitoring","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=8867","title":{"rendered":"Weitere Fortschritte beim Human-Biomonitoring"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Chemikalien\/Gesundheit<br \/>\nWeitere Fortschritte beim Human-Biomonitoring<\/p>\n<p>Gemeinsam mit der Chemischen Industrie l\u00e4sst das Bundesumweltministerium<br \/>\nneue Methoden zur Messung von Chemikalien im menschlichen K\u00f6rper<br \/>\nentwickeln. Im Fokus dieses Human-Biomonitorings stehen Substanzen, die<br \/>\nvon der Bev\u00f6lkerung m\u00f6glicherweise vermehrt aufgenommen werden oder die<br \/>\neine besondere Gesundheitsrelevanz haben k\u00f6nnten. F\u00fcr bis zu f\u00fcnfzig<br \/>\ndieser ausgew\u00e4hlten Stoffe soll es bis 2020 Analysemethoden geben.<br \/>\nKoope-rationspartner des Bundesumweltministeriums ist der Verband der<br \/>\nChemischen Industrie (VCI).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=4943\" rel=\"attachment wp-att-4943\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4943\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/mauer.jpg\" alt=\"mauer\" width=\"100\" height=\"100\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/mauer.jpg 100w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/mauer-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 100px) 100vw, 100px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Erst wenn f\u00fcr m\u00f6glichst viele chemische Stoffe Analysemethoden vorhanden<br \/>\nsind, l\u00e4sst sich die Belastung der Bev\u00f6lkerung mit wichtigen<br \/>\nIndustriechemikalien genau einsch\u00e4tzen. Bisher muss hier allzu oft auf<br \/>\nmodellhafte Annahmen zur\u00fcckgegriffen werden, mit denen gesundheitliche<br \/>\nRisiken leicht \u00fcber- oder untersch\u00e4tzt werden. Die<br \/>\ntoxikologisch-gesundheitliche Bewertung der gefundenen Konzentrationen<br \/>\n\u00fcbernimmt die Human-Biomonitoring-Kommission, ein unabh\u00e4ngiges<br \/>\nExpertengremium beim Umweltbundesamt. Allein das Vorkommen eines Stoffes<br \/>\nim Organismus bedeutet noch nicht, dass dieser als gesundheitlich relevant<br \/>\nangesehen werden kann.<\/p>\n<p>Jedes Jahr werden im Rahmen der Kooperation mit dem VCI neue Stoffe<br \/>\nausgew\u00e4hlt, f\u00fcr die erstmals Nachweismethoden f\u00fcr das<br \/>\nHuman-Biomonitoring entwickelt werden sollen. Bei den nun f\u00fcr 2015<br \/>\nausgew\u00e4hlten Stoffen handelt es sich um Climbazol, Octisalate,<br \/>\n7-Hydroxycitronellal und Tinuvin 328. Diese werden als<br \/>\nAnti-Schuppenmittel, Sonnenschutzmittel, Riechstoff und als UV-Absorber in<br \/>\nKunststoffen eingesetzt. Die Auswahl der Stoffe basiert auf den<br \/>\nEmpfehlungen eines hochrangig besetzten Expertenkreises aus Wissenschaft<br \/>\nund Forschung, der Industrie und einschl\u00e4gigen Fachbeh\u00f6rden.<\/p>\n<p>Insgesamt konnten seit 2010 neue Methoden f\u00fcr die zehn folgenden Stoffe<br \/>\nDINCH, DPHP, MDI, HHBCD, 4-Nonylphenol, 4-tert-Octylphenol, NMP, NEP,<br \/>\n2-MBT und 4-MBC erarbeitet werden. Weitere Methoden sind in Arbeit. Die<br \/>\nneuen Analysemethoden werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft als<br \/>\nunabh\u00e4ngigem Expertengremium validiert. Bei allen im Projekt<br \/>\nausgew\u00e4hlten Stoffen handelt es sich um Substanzen, die in<br \/>\nVerbraucherprodukten eingesetzt werden, z.B. als Weichmacher f\u00fcr<br \/>\nKunststoffe, als UV-Filter in Kosmetika, als L\u00f6semittel oder<br \/>\nFlammschutzmittel.<br \/>\nDie neuen Messmethoden werden nun im Rahmen von zwei Reihenuntersuchungen<br \/>\nan-gewendet: im neuen Umwelt-Survey des Umweltbundesamtes, der 5.<br \/>\nDeutschen Umweltstudie zur Gesundheit, und an Proben der Umweltprobenbank.<br \/>\nErste Ergebnisse liegen dazu voraussichtlich 2018 nach Abschluss der<br \/>\nStudie vor. F\u00fcr die Entwicklung der Nachweisverfahren hat der VCI die<br \/>\nVerantwortung \u00fcbernommen und wird dabei von o.g. hochrangig besetzten<br \/>\nExpertenkreis unterst\u00fctzt und beraten. F\u00fcr die Anwendung der Methoden<br \/>\nliegt die Verantwortung beim BMUB, das hier eng mit dem Umweltbundesamt<br \/>\nzusammenarbeitet. Zu einzelnen Methoden gibt es bereits wissenschaftliche<br \/>\nVer\u00f6ffentlichungen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen:<br \/>\nHuman-Biomonitoring (HBM) liefert wissenschaftlich fundierte Daten zur<br \/>\nBelastung der Bev\u00f6lkerung mit Chemikalien aus Verbraucherprodukten. Durch<br \/>\ndie Messungen l\u00e4sst sich feststellen, ob und in welchem Ausma\u00df Stoffe<br \/>\nvom menschlichen K\u00f6rper aufgenommen werden, ob es in der Bev\u00f6lkerung<br \/>\nGruppen mit besonders hohen Belastungen gibt und ob chemikalienrechtliche<br \/>\nRegelungen zum gew\u00fcnschten R\u00fcckgang von Belastungen gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p>Details zum Human-Biomonitoring:<br \/>\nhttp:\/\/www.umweltbundesamt.de\/themen\/gesundheit\/belastung-des-menschen-ermitteln\/human-biomonitoring<\/p>\n<p>Quelle bmub.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Chemikalien\/Gesundheit Weitere Fortschritte beim Human-Biomonitoring Gemeinsam mit der Chemischen Industrie l\u00e4sst das Bundesumweltministerium neue Methoden zur Messung von Chemikalien im menschlichen K\u00f6rper entwickeln. 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