{"id":8860,"date":"2015-08-13T08:24:30","date_gmt":"2015-08-13T06:24:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=8860"},"modified":"2015-08-15T08:03:37","modified_gmt":"2015-08-15T06:03:37","slug":"8860","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=8860","title":{"rendered":"Atomkraft\/Entsorgung"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Atomkraft\/Entsorgung<br \/>\nHendricks: Bedenken gegen eine Erweiterung von Konrad haben wir Rechnung<br \/>\ngetragen<br \/>\nBundeskabinett beschlie\u00dft umfassendes Konzept zur Entsorgung des<br \/>\nAtomm\u00fclls<\/p>\n<p>Auf Vorschlag von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat das Kabinett<br \/>\nheute ein umfassendes Konzept zur verantwortungsvollen und sicheren<br \/>\nEntsorgung aller radioaktiven Abf\u00e4lle beschlossen. Als Grundlage f\u00fcr die<br \/>\nErstellung dieses Nationalen Entsorgungsprogramms hat das<br \/>\nBundesumweltministerium erstmals eine Gesamtdarstellung erarbeitet, die<br \/>\nallen absehbaren und potentiellen Atomm\u00fcll beinhaltet, der entsorgt<br \/>\nwerden muss. Dem Kabinettsbeschluss ging eine Strategische Umweltpr\u00fcfung<br \/>\nunter Beteiligung der \u00d6ffentlichkeit voran. In diesem Rahmen konnten<br \/>\nB\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sowie Beh\u00f6rden zum Entwurf Stellung nehmen. Das<br \/>\nProgramm wird jetzt der EU-Kommission vorgelegt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=4796\" rel=\"attachment wp-att-4796\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4796\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/steckdose1-300x225.jpg\" alt=\"steckdose\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/steckdose1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/steckdose1.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Hendricks: \u201eMit dem Entsorgungsprogramm schaffen<br \/>\nwir Transparenz und eine belastbare, solide gerechnete und ungesch\u00f6nte<br \/>\nPlanung f\u00fcr die Entsorgung des Atomm\u00fclls. In den Stellungnahmen der<br \/>\nB\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sind insbesondere Bedenken gegen eine Erweiterung<br \/>\nder Schachtanlage Konrad ge\u00e4u\u00dfert worden. Diese Bedenken haben wir sehr<br \/>\nernst genommen und nach der Auswertung der Stellungnahmen in die<br \/>\n\u00dcberarbeitung des Entwurfs einbezogen. Es war mir ein besonderes<br \/>\nAnliegen, die Interessen der Bev\u00f6lkerung vor Ort aufzunehmen und sich<br \/>\nnicht dar\u00fcber hinwegzusetzen. Das ist praktizierte<br \/>\nB\u00fcrgerbeteiligung.\u201c<\/p>\n<p>Mit dem Beschluss des Nationalen Entsorgungsprogramms kommt die<br \/>\nBundesregierung nicht nur ihrer Pflicht entsprechend den Vorgaben der EU<br \/>\nnach, ein solches Programm aufzustellen und dieses fristgerecht bis zum<br \/>\n23. August 2015 der EU-Kommission zu \u00fcbersenden, sondern sie stellt sich<br \/>\ndamit insbesondere der Verantwortung, das bisher ungel\u00f6ste Problem der<br \/>\nAtomm\u00fcllentsorgung ernsthaft anzugehen und nicht zuk\u00fcnftigen<br \/>\nGenerationen zu \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der Abf\u00e4lle aus der Schachtanlage Asse II und der eventuell<br \/>\nendzulagernden Abf\u00e4lle aus der Urananreichung in Gronau wurde in dem<br \/>\nEntsorgungsprogramm konkretisierend ausgef\u00fchrt, dass diese bei der<br \/>\nStandortsuche f\u00fcr das Endlager f\u00fcr insbesondere hochra-dioaktive<br \/>\nAbf\u00e4lle ber\u00fccksichtigt werden sollen. Hendricks: \u201eSchacht Konrad<br \/>\nscheidet nicht mit endg\u00fcltiger Gewissheit aus. Aber ich habe klar die<br \/>\nRichtung vorgegeben. Eine Erweiterung von Konrad wollen wir auf diese<br \/>\nWeise vermeiden.\u201c Im Entwurf des Nationalen Entsorgungsprogramms waren<br \/>\ndas Endlager Konrad und das Endlager f\u00fcr hochradioaktive Abf\u00e4lle noch<br \/>\nals gleichwertige Optionen f\u00fcr die Asse-Abf\u00e4lle und Urantails<br \/>\nvorgesehen.<br \/>\nGrundlage des Nationalen Entsorgungsprogramms ist ein aktuelles<br \/>\nVerzeichnis, das alle Arten radioaktiver Abf\u00e4lle umfasst, die in<br \/>\nDeutschland endgelagert werden sollen. Das schlie\u00dft sowohl den<br \/>\nhochradioaktiven Atomm\u00fcll wie die abgebrannten Brennelemente aus den<br \/>\nAtomkraftwerken und zur\u00fcckgef\u00fchrte Abf\u00e4lle aus der ausl\u00e4ndischen<br \/>\nWiederaufarbeitung als auch schwach- und mittelradioaktive Abf\u00e4lle aller<br \/>\nArt ein. Zudem enth\u00e4lt das Verzeichnis eine Prognose \u00fcber die zu<br \/>\nerwartende Menge der radioaktiven Abf\u00e4lle, die bis 2080 anf\u00e4llt.<\/p>\n<p>Die erwarteten Mengen an radioaktiven Abf\u00e4llen sind im Nationalen<br \/>\nEntsorgungsprogramm detailliert aufgef\u00fchrt. Dabei handelt es sich um<br \/>\n\u2022 rund 10.500 Tonnen Schwermetall in Form von bestrahlten Brennelementen<br \/>\naus dem Betrieb der Atomkraftwerke (diese Masse wird in rund 1100<br \/>\nBeh\u00e4ltern in der Regel der Bauart CASTOR\u00aeV aufbewahrt),<br \/>\n\u2022 rund 300 Beh\u00e4lter mit hoch- und mittelradioaktiven Abf\u00e4llen aus der<br \/>\nWiederaufarbeitung bestrahlter Brennelemente im europ\u00e4ischen Ausland<br \/>\nsowie<br \/>\n\u2022 rund 500 Beh\u00e4lter mit bestrahlten Brennelementen aus dem Betrieb von<br \/>\nForschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsreaktoren.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich werden rund 600.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive<br \/>\nAbf\u00e4lle eingeplant. Dies umfasst insbesondere erwartete radioaktive<br \/>\nAbf\u00e4lle aus dem Betrieb und R\u00fcckbau der Atomkraftwerke, aber auch<br \/>\nradioaktive Abf\u00e4lle aus Industrie, Medizin und Forschung. Au\u00dferdem sind<br \/>\nderzeitige Sch\u00e4tzungen zur Abfallmenge aus der Schachtanlage Asse II<br \/>\nber\u00fccksichtigt. Die dort eingelagerten Abf\u00e4lle sollen zur\u00fcckgeholt<br \/>\nwerden, es wird von einem Volumen in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von 200.000<br \/>\nKubikmeter ausgegangen. Des Weiteren ist in dieser Sch\u00e4tzung auch eine<br \/>\nMenge von 100.000 Kubikmeter von Abf\u00e4llen aus der Urananreicherung<br \/>\nvorsorglich eingeplant, die entsorgt werden m\u00fcssen, sofern diese nicht<br \/>\nverwertet werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Endlagerung der radioaktiven Abf\u00e4lle sieht das Konzept des<br \/>\nBundesumweltministeriums zwei Standorte vor: das bereits genehmigte<br \/>\nEndlager Konrad f\u00fcr vernachl\u00e4ssigbar W\u00e4rme entwickelnde Abf\u00e4lle und<br \/>\neinen noch festzulegenden Standort f\u00fcr insbesondere hochradioaktive<br \/>\nAbf\u00e4lle. Das BMUB h\u00e4lt eine z\u00fcgige Inbetriebnahme von Schacht Konrad<br \/>\nf\u00fcr unverzichtbar.<\/p>\n<p>Quelle:bmub.bund.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Atomkraft\/Entsorgung Hendricks: Bedenken gegen eine Erweiterung von Konrad haben wir Rechnung getragen Bundeskabinett beschlie\u00dft umfassendes Konzept zur Entsorgung des Atomm\u00fclls Auf Vorschlag von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat das Kabinett heute ein umfassendes Konzept zur verantwortungsvollen und sicheren Entsorgung aller radioaktiven Abf\u00e4lle beschlossen. 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