{"id":8688,"date":"2015-06-28T08:24:44","date_gmt":"2015-06-28T06:24:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=8688"},"modified":"2015-06-28T08:24:44","modified_gmt":"2015-06-28T06:24:44","slug":"kleinteiligkeit-der-ostdeutschen-wirtschaft-laesst-aufholprozess-ins-stocken-geraten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=8688","title":{"rendered":"Kleinteiligkeit der ostdeutschen Wirtschaft l\u00e4sst Aufholprozess ins Stocken geraten"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Ostbeauftragte Gleicke: Kleinteiligkeit der ostdeutschen Wirtschaft l\u00e4sst<br \/>\nAufholprozess ins Stocken geraten<br \/>\nStudie zur Gr\u00f6\u00dfenstruktur und Wachstumsdynamik der ostdeutschen Wirtschaft<br \/>\nvorgestellt<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1513\" rel=\"attachment wp-att-1513\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1513\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg\" alt=\"statistik\" width=\"300\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Iris Gleicke, die Beauftragte der Bundesregierung f\u00fcr die neuen Bundesl\u00e4nder und<br \/>\nParlamentarische Staatssekret\u00e4rin beim Bundesminister f\u00fcr Wirtschaft und Energie<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Ministerium\/Minister-und-Staatssekretaere\/Visitenkarten\/visitenkarte-gleicke.html&gt;,<br \/>\nhat heute in Berlin ein Forschungsgutachten zur Gr\u00f6\u00dfenstruktur und<br \/>\nWachstumsdynamik der ostdeutschen Wirtschaft vorgestellt. Die Studie<br \/>\n&#8222;Kleinteiligkeit der ostdeutschen Wirtschaft. Gibt es spezifische<br \/>\nWachstumshemmnisse f\u00fcr die Bildung gr\u00f6\u00dferer Unternehmenseinheiten?&#8220; (PDF: 3,19<br \/>\nMB)<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/Publikationen\/Studien\/kleinteiligkeit-der-ostdeutschen-wirtschaft-endbericht,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf&gt;<br \/>\nwurde vom Deutschen Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag der<br \/>\nOstbeauftragten erstellt. Die Gutachter untersuchen ein besonderes<br \/>\nStrukturph\u00e4nomen der ostdeutschen Wirtschaft: Weitgehend fehlen in Ostdeutschland<br \/>\ngr\u00f6\u00dfere Unternehmen und Konzernzentralen, beispielsweise gibt es in den neuen<br \/>\nL\u00e4ndern einschlie\u00dflich Berlin kein einziges DAX-Unternehmen. Die Untersuchung<br \/>\nbest\u00e4tigt, dass die ostdeutsche Wirtschaft weiterhin vergleichsweise kleinteilig<br \/>\nstrukturiert ist.<\/p>\n<p>Die Ostbeauftragte Gleicke: &#8222;Der Aufholprozess ist ins Stocken geraten und<br \/>\nstagniert, das muss man so hart sagen. Das liegt nicht etwa an klassischen<br \/>\nStandortfaktoren wie etwa Lohn- und Mietpreisniveau, Infrastruktur, B\u00fcrokratie<br \/>\nund Gewerbefl\u00e4chenangebot, sondern zu einem guten Teil an der Kleinteiligkeit der<br \/>\nostdeutschen Wirtschaft. Diese Kleinteiligkeit ist wiederum vor allem auf die<br \/>\nPrivatisierungspolitik der Treuhand zur\u00fcckzuf\u00fchren, die die Gr\u00fcndung kleiner und<br \/>\nmittlerer Unternehmen stark beg\u00fcnstigt hat. Wir haben im Osten eine<br \/>\nleistungsf\u00e4hige mittelst\u00e4ndische Wirtschaft, und die kann sich sehen lassen. Was<br \/>\nuns fehlt, sind gro\u00dfe Unternehmen, die wettbewerbsf\u00e4hige Liefer- und<br \/>\nWertsch\u00f6pfungsketten etablieren und so zu Ankerpunkten f\u00fcr die regionale<br \/>\nEntwicklung werden k\u00f6nnten. Das ist die harte Realit\u00e4t, der wir uns nach 25<br \/>\nJahren Einheit stellen m\u00fcssen.&#8220;<\/p>\n<p>Laut Staatssekret\u00e4rin Gleicke gibt es zur aktuellen F\u00f6rderpolitik des Bundes<br \/>\nkeine Alternative: &#8222;Wenn wir Wachstum und Weiterentwicklung f\u00fcr Ostdeutschland<br \/>\nwollen, m\u00fcssen wir die vielen leistungsf\u00e4higen kleinen und mittleren Unternehmen<br \/>\nin ihrem Expansionsbestreben gezielt unterst\u00fctzen. Und genau das machen wir. Zum<br \/>\nBeispiel mit unserem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Technologie\/Innovationsfoerderung-Mittelstand\/technologieoffene-projektfoerderung.html&gt;,<br \/>\nmit dem wir Unternehmen unterst\u00fctzen, die innovative Netzwerke und Kooperationen<br \/>\neingehen. Erst dieses Jahr haben wir die ZIM-Mittel aufgestockt.&#8220;<\/p>\n<p>Die Ostbeauftragte warnte vor der Illusion, der Aufbau Ost sei mit den<br \/>\nJubil\u00e4umsfeiern zu 25 Jahre deutsche Einheit abgeschlossen: &#8222;Wir werden noch viel<br \/>\nZeit brauchen, und zwar deutlich \u00fcber 2019 hinaus. Wir brauchen einen langen<br \/>\nAtem.&#8220;<\/p>\n<p>Das DIW-Gutachten best\u00e4tigt, dass die ostdeutsche Unternehmenslandschaft nach wie<br \/>\nvor kleinteilig strukturiert ist. Nur 20 % der Besch\u00e4ftigten sind in Unternehmen<br \/>\nmit mehr als 250 Mitarbeitern t\u00e4tig, in Westdeutschland sind es etwa die H\u00e4lfte.<br \/>\nPositiv ist, dass eine st\u00e4rkere Wachstumsdynamik als in Westdeutschland in<br \/>\nBetrieben in oberen Gr\u00f6\u00dfenklassen zu beobachten ist, dies gilt insbesondere f\u00fcr<br \/>\ndas Verarbeitende Gewerbe. Allerdings ist der Trend nicht so stark ausgepr\u00e4gt,<br \/>\ndass mit einer Angleichung der Unternehmensgr\u00f6\u00dfenstruktur in absehbarer Zeit<br \/>\ngerechnet werden kann. Die Kleinteiligkeit der ostdeutschen Wirtschaft<br \/>\nbeeintr\u00e4chtigt zudem wichtige Wachstumsfaktoren, wie die Vernetzung der<br \/>\nostdeutschen Wirtschaft (Zulieferstrukturen, Wachstumskerne, Cluster), die<br \/>\nInnovations- und Exportleistung und die strategische Ausrichtung der<br \/>\nUnternehmensziele. Keine oder kaum eine Rolle f\u00fcr den stockenden Aufholprozess<br \/>\nspielen dagegen klassische Standortfaktoren wie beispielsweise Lohn- und<br \/>\nMietpreisniveau, Infrastruktur, B\u00fcrokratie und Gewerbefl\u00e4chenangebot.<\/p>\n<p>Abgeleitet aus diesen Ergebnissen, die u. a. mit Hilfe einer<br \/>\nUnternehmensbefragung mit \u00fcber 500 Unternehmen und einer umfassenden Auswertung<br \/>\nvon Unternehmensstatistiken erzielt wurden, schlagen die Gutachter vor, die<br \/>\nF\u00f6rderpolitik mit Hilfe konkreter Ma\u00dfnahmen in sechs Handlungsfeldern zu<br \/>\nverst\u00e4rken: (1) Unterst\u00fctzung von F&amp;E- und Innovationst\u00e4tigkeiten; (2) F\u00f6rderung<br \/>\nder Vernetzung der ostdeutschen Wirtschaftsstrukturen; (3) Bessere Erschlie\u00dfung<br \/>\nvon Auslandsm\u00e4rkten, F\u00f6rderung der Exportt\u00e4tigkeit; (4) Angebote f\u00fcr<br \/>\nManagementunterst\u00fctzung bis hin zur Unternehmensnachfolge; (5) Unterst\u00fctzung von<br \/>\nGr\u00fcndungen und Wachstum von jungen KMUs und (6) Ma\u00dfnahmen zur<br \/>\nFachkr\u00e4ftesicherung.<\/p>\n<p>Das Gutachten in Kurzfassung finden Sie hier (PDF: 513 KB)<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/Publikationen\/Studien\/kleinteiligkeit-der-ostdeutschen-wirtschaft-kurzfassung,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf&gt;<br \/>\nund Langfassung hier (PDF: 3,19 MB)<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/Publikationen\/Studien\/kleinteiligkeit-der-ostdeutschen-wirtschaft-endbericht,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf&gt;.<\/p>\n<p>Weitere Informationen der Beauftragten der Bundesregierung f\u00fcr die neuen<br \/>\nBundesl\u00e4nder finden Sie unter www.beauftragte-neue-laender.de<br \/>\n&lt;http:\/\/www.beauftragte-neue-laender.de\/&gt;.<\/p>\n<p>Quelle: bmwi.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Ostbeauftragte Gleicke: Kleinteiligkeit der ostdeutschen Wirtschaft l\u00e4sst Aufholprozess ins Stocken geraten Studie zur Gr\u00f6\u00dfenstruktur und Wachstumsdynamik der ostdeutschen Wirtschaft vorgestellt Iris Gleicke, die Beauftragte der Bundesregierung f\u00fcr die neuen Bundesl\u00e4nder und Parlamentarische Staatssekret\u00e4rin beim Bundesminister f\u00fcr Wirtschaft und Energie &lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Ministerium\/Minister-und-Staatssekretaere\/Visitenkarten\/visitenkarte-gleicke.html&gt;, hat heute in Berlin ein Forschungsgutachten zur Gr\u00f6\u00dfenstruktur und Wachstumsdynamik der ostdeutschen Wirtschaft vorgestellt. 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