{"id":8676,"date":"2015-06-24T10:26:09","date_gmt":"2015-06-24T08:26:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=8676"},"modified":"2015-06-24T10:26:09","modified_gmt":"2015-06-24T08:26:09","slug":"ohne-organisatorische-huerden-zur-promotion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=8676","title":{"rendered":"Ohne organisatorische H\u00fcrden zur Promotion"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>Bayerns Wissenschaftsminister Spaenle, Universit\u00e4t Bayern e.V. und Hochschule Bayern e.V. stellen Modell zur Verbundpromotion im Bayerischen Landtag vor<br \/>\n&#8222;Ohne organisatorische H\u00fcrden zur Promotion &#8211; Bayerische Verbundpromotion hat Signalwirkung \u00fcber den Freistaat hinaus&#8220;<\/p>\n<p>Eine neue Form der Zusammenarbeit bei Promotionsvorhaben haben nun Bayerns Universit\u00e4ten und Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften unter Moderation des Bayerischen Wissenschaftsministeriums erarbeitet. Unter dem gemeinsamen Dach des neu zu errichtenden Bayerischen Wissenschaftsforums (BayWISS) werden Hochschullehrer von Universit\u00e4ten und Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften k\u00fcnftig Doktorandinnen und Doktoranden gemeinsam betreuen. Ohne Hinweis auf ihre akademische Herkunft werden sie ihre Promotionsurkunde erhalten, auf der die beteiligten Universit\u00e4ten und Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften genannt sind.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=3372\" rel=\"attachment wp-att-3372\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3372\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/foerderung-300x187.jpg\" alt=\"foerderung\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/foerderung-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/foerderung.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#8222;Die Eckpunkte der Zusammenarbeit von Universit\u00e4ten und Hochschulen im Bayerischen Wissenschaftsforum und das Modell zur Verbundpromotion garantieren eine Zusammenarbeit mit Signalwirkung weit \u00fcber Bayern hinaus. Die beiden Arten der Hochschulen stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern arbeiten bei der F\u00f6rderung von Nachwuchswissenschaftlern eng und gleichberechtigt zusammen. Sie bringen dabei ihre jeweiligen fachlichen Kompetenzen ein&#8220;, so Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle. &#8222;Das neue Bayerische Wissenschaftsforum BayWISS garantiert die Durchl\u00e4ssigkeit wissenschaftlicher Karrierewege in einer ganz neuen Form. Unsere Verbundpromotion wird weit \u00fcber Bayern hinaus Strahlkraft entfalten. Denn sie ist strukturell abgesichert, barrierefrei, parit\u00e4tisch und greift f\u00fcr das gesamte F\u00e4cherspektrum der Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften.&#8220;<\/p>\n<p>Diese Form der Zusammenarbeit von Universit\u00e4ten und Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften stellt sicher, dass alle Promovierenden, unabh\u00e4ngig von der Hochschule, an der sie den Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeit haben, in ein wissenschaftliches Umfeld mit anderen Forscherinnen und Forschern eingebettet sind. Das ist f\u00fcr die Qualit\u00e4t und die Betreuung der Nachwuchswissenschaftler von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung.&#8220;<br \/>\nMinister Spaenle erg\u00e4nzte: &#8222;Mit der Verbundpromotion kann Bayern k\u00fcnftig qualifizierten Absolventinnen und Absolventen der Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften einen gesicherten Zugang zur Promotion er\u00f6ffnen &#8211; ohne H\u00fcrden. Sie erm\u00f6glicht ein Miteinander von Universit\u00e4ten und Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften auf Augenh\u00f6he und stellt gleiche wissenschaftliche Standards f\u00fcr alle Promotionen sicher.<br \/>\nBayWISS wird, davon gehen die beteiligten Einrichtungen aus, k\u00fcnftig mehr gemeinsame Promotionsverfahren zwischen den bayerischen Universit\u00e4ten und Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften erm\u00f6glichen. Und das ist angesichts der F\u00f6rderung der Talente ein Gewinn.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sidentin Sabine Doering-Manteuffel: &#8222;Wegweisendes Modell&#8220;<\/p>\n<p>Dazu Pr\u00e4sidentin Prof. Sabine Doering-Manteuffel, Vorsitzende der Universit\u00e4t Bayern e.V. &#8211; Bayerische Universit\u00e4tenkonferenz: &#8222;In langwierigen, durchaus nicht immer spannungsfreien Verhandlungen, aber stets getragen von beiderseitigem festen Willen, einen Konsens zu finden, haben\u00a0 sich im Rahmen des neu zu errichtenden Bayerischen Wissenschaftsforums (BayWISS) die bayerischen Universit\u00e4ten mit den Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften auf die sog. Verbundpromotion verst\u00e4ndigt, ein wegweisendes Modell, das auch anderen Bundesl\u00e4ndern als Vorbild dienen k\u00f6nnte. Ist es doch mit der gemeinsamen, stets auf Augenh\u00f6he getroffenen Vereinbarung gelungen, dauerhaft einen \u00fcberzeugenden, zukunftsweisenden Ausweg aus dem latenten Konflikt um ein eigenst\u00e4ndiges Promotionsrecht der Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften in Bayern zum Wohle aller Promovierenden zu finden. Nach wie vor gilt jedoch in Bayern: Das Promotionsrecht liegt auch bei Verbundpromotionen bei den Universit\u00e4ten.<br \/>\nDem Bayerischen Landtag geb\u00fchrt unser Dank daf\u00fcr, dass dieser, im Vertrauen auf die Konsensf\u00e4higkeit und den Willen zum Konsens, den Universit\u00e4ten und Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften anstelle einer beantragten Gesetzes\u00e4nderung die Chance f\u00fcr eine einvernehmliche L\u00f6sung geboten hat. Dem Wissenschaftsministerium wiederum ist f\u00fcr die aktive Begleitung der Verhandlungen zu danken.&#8220;<\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Michael Braun: &#8222;Zusammenarbeit zwischen Unis und HAWs auf neuem Niveau&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;F\u00fcr die bayerischen Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften stellt der nun strukturell verankerte Zugang von hochqualifizierten Absolventinnen und Absolventen in die Promotion sowie die institutionalisierte Beteiligung\u00a0 der Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen bei der Betreuung und Begutachtung der Promotionsprojekte einen ganz wesentlichen Qualit\u00e4tsgewinn im Vergleich zur kooperativen Promotion dar. Damit wird die Zusammenarbeit zwischen Universit\u00e4ten und HAWs auf ein neu definiertes Niveau gehoben&#8220;, freut sich Prof. Dr. Michael Braun, Vorsitzender von Hochschule Bayern und Pr\u00e4sident der TH N\u00fcrnberg. &#8222;Allerdings gilt es nun&#8220;, f\u00fcgt er hinzu,\u00a0 &#8222;diese Ideen rasch mit Leben zu f\u00fcllen und in die Praxis umzusetzen.&#8220;<\/p>\n<p>Eckpunkte der k\u00fcnftigen Zusammenarbeit<\/p>\n<p>Die Vereinbarungen zwischen Universit\u00e4t Bayern e.V. und Hochschule Bayern e.V.\u00a0 sehen u.a. vor:<br \/>\n&#8211; Dezentral werden Verbundkollegs in der Tr\u00e4gerschaft mindestens einer Universit\u00e4t und mindestens einer Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften eingerichtet.<br \/>\n&#8211; Zentral koordiniert ein fach\u00fcbergreifender Lenkungsrat im Rahmen des Bayerischen Wissenschaftsforums die Arbeit der Verbundkollegs.<\/p>\n<p>Universit\u00e4t Bayern e.V. und Hochschule Bayern e.V. haben Eckpunkte vereinbart, die die Zusammenarbeit von Universit\u00e4ten und Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften auf eine neue Grundlage stellen, u.a. folgendes Vorgehen:<br \/>\n&#8211; Die Zusammenarbeit zwischen Universit\u00e4ten und Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften erstreckt sich \u00fcber das gesamte F\u00e4cherspektrum der Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften.<br \/>\n&#8211; Die Professoren arbeiten auf der Grundlage wissenschaftlicher Kontakte im Rahmen von Fachforen &#8222;Verbundpromotion&#8220; zusammen. Als Grundlage dazu dienen die Kooperationsvereinbarungen der beteiligten Universit\u00e4ten und Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften.<br \/>\n&#8211; Jede Universit\u00e4t und Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften hat einen zentralen Ansprechpartner f\u00fcr Verbundpromotionen.<br \/>\n&#8211; Die Masterabschl\u00fcsse werden als gleichwertig anerkannt.<br \/>\n&#8211; F\u00fcr jedes Promotionsvorhaben wird eine Betreuungsvereinbarung geschlossen, mit Thema, fachlicher Betreuung und zeitlichem Horizont. Professoren der Universit\u00e4ten und Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften fungieren gleichberechtigt als Betreuer.<br \/>\n&#8211; Die betreuenden Professoren sind gleichberechtigte Gutachter und Pr\u00fcfer.<br \/>\n&#8211; Bei Verbundpromotionen liegt das Promotionsrecht bei den Universit\u00e4ten, in den entsprechenden Kommissionen und Aussch\u00fcssen ist jeweils ein Professor der Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften gleichberechtigt vertreten.<br \/>\n&#8211; Die Universit\u00e4t stellt die Promotionsurkunde aus, auf der auch die Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften aufgef\u00fchrt ist.<br \/>\n&#8211; Es wird keine Unterscheidung nach der akademischen Herkunft der Promovierenden vorgenommen.<\/p>\n<p>Bayerisches Wissenschaftsforum fungiert als Plattform<\/p>\n<p>Das Bayerische Wissenschaftsforum BayWISS dient als Plattform zum Austausch, zur Koordinierung und zur St\u00e4rkung der Kooperation beider Hochschularten in Forschung, Lehre und Weiterbildung. BayWISS wird dazu Fachforen einrichten, das erste ist das Fachforum &#8222;Verbundpromotionen&#8220;. In den Lenkungsrat des Bayerischen Wissenschaftsforums entsenden Universit\u00e4t Bayern e.V. &#8211; Bayerische Universit\u00e4tenkonferenz und Hochschule Bayern e.V. jeweils drei Mitglieder, der Vorsitz wechselt.<\/p>\n<p>Quelle:stmbw.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Bayerns Wissenschaftsminister Spaenle, Universit\u00e4t Bayern e.V. und Hochschule Bayern e.V. stellen Modell zur Verbundpromotion im Bayerischen Landtag vor &#8222;Ohne organisatorische H\u00fcrden zur Promotion &#8211; Bayerische Verbundpromotion hat Signalwirkung \u00fcber den Freistaat hinaus&#8220; Eine neue Form der Zusammenarbeit bei Promotionsvorhaben haben nun Bayerns Universit\u00e4ten und Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften unter Moderation des Bayerischen Wissenschaftsministeriums erarbeitet. 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