{"id":8512,"date":"2015-05-17T08:18:09","date_gmt":"2015-05-17T06:18:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=8512"},"modified":"2015-05-17T08:18:09","modified_gmt":"2015-05-17T06:18:09","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-mai-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=8512","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Mai 2015"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Mai 2015<\/p>\n<p>* Die deutsche Wirtschaft<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/schwerpunkte-der-wirtschaftspolitik.html&gt;<br \/>\nsetzt den Aufschwung fort. Motor der Entwicklung ist die solide inl\u00e4ndische<br \/>\nNachfrage.<br \/>\n* Die Industriekonjunktur hat im ersten Vierteljahr etwas an Schwung<br \/>\neingeb\u00fc\u00dft.<br \/>\n* Im ersten Quartal hat der Au\u00dfenhandel d\u00e4mpfend auf das Wachstum des<br \/>\nBruttoinlandsprodukts gewirkt. Die Euroabwertung d\u00fcrfte jedoch in den<br \/>\nkommenden Monaten f\u00fcr Impulse sorgen.<br \/>\n* Am Arbeitsmarkt setzten sich zu Jahresbeginn die positiven Entwicklungen<br \/>\nverlangsamt fort.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1457\" rel=\"attachment wp-att-1457\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1457\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/StatPressCN-\u2039-frankensicht.de-\u2014-WordPress_1336737358340.jpeg\" alt=\"StatPressCN \u2039 frankensicht.de \u2014 WordPress_1336737358340\" width=\"235\" height=\"119\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die deutsche Wirtschaft setzte im ersten Vierteljahr ihren Aufschwung fort. [1]<br \/>\nDas Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach der j\u00fcngsten Meldung des Statistischen<br \/>\nBundesamtes im ersten Vierteljahr 2015 mit +0,3\u00a0% sp\u00fcrbar. [2] Bereits im<br \/>\nSchlussquartal 2014 hatte sich die gesamtwirtschaftliche Leistung mit +0,7\u00a0%<br \/>\nkr\u00e4ftig erh\u00f6ht. Getragen wurde die Entwicklung im ersten Quartal vor allem durch<br \/>\ndie inl\u00e4ndische Nachfrage. Insbesondere die privaten Konsumausgaben erwiesen sich<br \/>\neinmal mehr als Wachstumstr\u00e4ger. Das Fundament hierf\u00fcr bildete die robuste<br \/>\nEntwicklung am Arbeitsmarkt und die positive reale Einkommensentwicklung. Die<br \/>\nKaufkraft der Verbraucher wurde durch den sehr moderaten Preisniveauanstieg auch<br \/>\ninfolge r\u00fcckl\u00e4ufiger Roh\u00f6lpreise gest\u00fctzt. Angesichts sinkender Importpreise und<br \/>\ndamit kr\u00e4ftig steigender Importvolumina ging im ersten Vierteljahr vom<br \/>\nAu\u00dfenhandel ein merklich d\u00e4mpfender Wachstumsimpuls aus. Die<br \/>\nInvestitionskonjunktur hat dagegen etwas an Fahrt gewonnen. [3]<\/p>\n<p>Das aktuelle Konjunkturbild spricht f\u00fcr eine Fortsetzung des Aufschwungs in einem<br \/>\nmoderaten Tempo. Die Euroabwertung f\u00fchrt zu einer verbesserten preislichen<br \/>\nWettbewerbsf\u00e4higkeit. Daher ist im Fr\u00fchjahr ein positiver Wachstumsimpuls des<br \/>\nAu\u00dfenhandels zu erwarten. Der Anstieg der privaten Konsumausgaben d\u00fcrfte sich<br \/>\nfortsetzen und die Investitionst\u00e4tigkeit sollte sich weiter beleben. Dessen<br \/>\nungeachtet bleiben mit der Krise in Griechenland, dem Russland-Ukraine-Konflikt<br \/>\nsowie der angespannten Situation im Nahen Osten zahlreiche Risiken f\u00fcr die<br \/>\ndeutsche Konjunktur<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/konjunktur-und-statistiken.html&gt;<br \/>\nbestehen.<\/p>\n<p>Die Weltwirtschaft expandiert mit moderatem Tempo. Nach einem leicht<br \/>\nbeschleunigten Anstieg im zweiten Halbjahr 2014 bewegte sich die<br \/>\nWeltindustrieproduktion bis Februar seitw\u00e4rts. Dies ist vor allem auf die<br \/>\nEntwicklung in den Schwellenl\u00e4ndern zur\u00fcckzuf\u00fchren. In China h\u00e4lt die<br \/>\nWachstumsabschw\u00e4chung an. Auch setzt sich die kritische wirtschaftliche Lage in<br \/>\nRussland fort. Die r\u00fcckl\u00e4ufigen \u00d6lpreise sind auch f\u00fcr die rohstoffexportierenden<br \/>\nL\u00e4nder S\u00fcdamerikas eine Belastung. In den Industriestaaten st\u00fctzen sich die<br \/>\nWachstumserwartungen weiter auf die Vereinigten Staaten und das Vereinigte<br \/>\nK\u00f6nigreich, auch wenn sich dort die Wachstumsdynamik im ersten Quartal<br \/>\nabgeschw\u00e4cht hat. Die Erholung des Euroraums scheint dagegen zu Jahresbeginn<br \/>\nleicht an Dynamik gewonnen zu haben. Der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF)<br \/>\nerwartet in seinem World Economic Outlook vom April ein Wachstum der globalen<br \/>\nWirtschaft von +3,5\u00a0% im Jahr 2015 und +3,8\u00a0% im Jahr 2016.<\/p>\n<p>Der deutsche Au\u00dfenhandel entwickelte sich im ersten Quartal trotz der<br \/>\nEuroabwertung wenig dynamisch. Die Ausfuhren an Waren erh\u00f6hten sich in jeweiligen<br \/>\nPreisen trotz ihres Anstiegs im Februar und M\u00e4rz im ersten Quartal insgesamt<br \/>\nlediglich um 0,6\u00a0%. Auch in realer Rechnung haben sie das Niveau des Vorquartals<br \/>\nnur geringf\u00fcgig \u00fcberschritten. Die Einfuhren nahmen im selben Zeitraum in<br \/>\njeweiligen Preisen um 1,3\u00a0% zu. Wegen der \u00f6lpreisbedingt r\u00fcckl\u00e4ufigen<br \/>\nImportpreise haben sie in realer Rechnung noch deutlicher zugenommen. Im Ergebnis<br \/>\nwar der Wachstumsbeitrag des Au\u00dfenhandels zur Entwicklung des BIP im ersten<br \/>\nQuartal negativ. Die Perspektiven f\u00fcr den Au\u00dfenhandel bleiben aber angesichts der<br \/>\nhohen preislichen Wettbewerbsf\u00e4higkeit und der erwarteten leichten Belebung des<br \/>\nweltwirtschaftlichen Umfelds freundlich.<\/p>\n<p>Die Industriekonjunktur hat in den letzten Monaten an Schwung verloren. Im M\u00e4rz<br \/>\nfiel die Produktion um 0,8\u00a0% geringer aus als im Februar, sodass sich f\u00fcr das<br \/>\ngesamte erste Quartal im Vergleich zum Vorquartal nur ein leichtes Plus von 0,2\u00a0%<br \/>\nergab. Wichtige Investitionsg\u00fcterbranchen wie der Maschinenbau oder die<br \/>\nKfz-Wirtschaft entwickelten sich zuletzt wenig dynamisch. Auch die<br \/>\nIndustrieums\u00e4tze waren im Februar und M\u00e4rz r\u00fcckl\u00e4ufig. Der Anstieg um 0,6\u00a0% im<br \/>\nersten Quartal wird dabei durch das Inlands- und Euroraumgesch\u00e4ft getragen,<br \/>\nw\u00e4hrend der Umsatz mit L\u00e4ndern au\u00dferhalb des Euroraums mehr oder weniger<br \/>\nstagnierte. Zudem lassen die Auftragseing\u00e4nge<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt; keine anziehende<br \/>\nDynamik in den kommenden Monaten erwarten. Im M\u00e4rz stiegen die Bestellungen zwar<br \/>\num 0,9\u00a0% an, doch im gesamten ersten Quartal blieb das Bestellvolumen sp\u00fcrbar<br \/>\nhinter dem Ergebnis des Vorquartals zur\u00fcck. Gleichwohl bleibt die Stimmung in den<br \/>\nUnternehmen des Verarbeitenden Gewerbes gut. Das ifo-Gesch\u00e4ftsklima stieg im<br \/>\nApril das sechste Mal in Folge an, obwohl die Erwartungen etwas nachgaben. Die<br \/>\nBauproduktion wurde im ersten Quartal deutlich ausgeweitet. Eine<br \/>\nwitterungsbedingte Sonderkonjunktur wie im letzten Jahr zeichnet sich jedoch<br \/>\nnicht ab. Die Stimmung in der Baubranche hellte sich im April wieder auf, nachdem<br \/>\nsie sich im letzten halben Jahr etwas eingetr\u00fcbt hatte.<\/p>\n<p>Nach dem kr\u00e4ftigen Anstieg im vierten Quartal 2014 um 0,8\u00a0% haben die privaten<br \/>\nKonsumausgaben auch im ersten Quartal das Wachstum ma\u00dfgeblich getragen. Die<br \/>\nUms\u00e4tze im Einzelhandel (ohne Kfz) fielen im Februar und M\u00e4rz zwar etwas<br \/>\nschw\u00e4cher aus, aber im ersten Quartal insgesamt erh\u00f6hten sie sich sp\u00fcrbar um<br \/>\n1,1\u00a0% gegen\u00fcber dem Vorquartal. Angesichts der g\u00fcnstigen Rahmenbedingungen<br \/>\nblieben sowohl das Gesch\u00e4ftsklima im Einzelhandel als auch das Konsumklima der<br \/>\nVerbraucher positiv. Die niedrigen \u00d6lpreise sorgten trotz der Abwertung des Euro<br \/>\nf\u00fcr eine insgesamt moderate Preisniveauentwicklung.<\/p>\n<p>Der Arbeitsmarkt ist aufgrund der konjunkturellen Belebung und g\u00fcnstiger<br \/>\nWitterungsverh\u00e4ltnisse weiterhin im Aufwind. Saisonbereinigt nahm die<br \/>\nBesch\u00e4ftigung zu, wenngleich mit verminderter Dynamik. Der Zuwachs der<br \/>\nErwerbst\u00e4tigkeit betrug im M\u00e4rz 10.000 Personen und im gesamten ersten Quartal<br \/>\n21.000 Personen, nach einem Anstieg von 74.000 Personen im Vorquartal. Dabei<br \/>\nwurden mit dem Berichtsmonat M\u00e4rz die Erwerbst\u00e4tigenzahlen insbesondere f\u00fcr<br \/>\nJanuar und Februar deutlich abw\u00e4rtsrevidiert. Die registrierte Arbeitslosigkeit<br \/>\nist im April saisonbereinigt den siebten Monat in Folge gesunken, zuletzt um<br \/>\n8.000 Personen. Damit waren im April 2,843 Mio. Arbeitslose registriert, 100.000<br \/>\nPersonen weniger als im Vorjahr. Die Fr\u00fchindikatoren lassen eine Fortsetzung der<br \/>\npositiven Tendenzen am Arbeitsmarkt erwarten.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Hinweis:<br \/>\nEine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und<br \/>\nEntwicklung wird in der Juni-Ausgabe des Monatsberichts &#8222;Schlaglichter der<br \/>\nWirtschaftspolitik&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 22.<br \/>\nKalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und<br \/>\nEnergie zu finden sein.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 13. Mai 2015 vorlagen.<br \/>\n[2] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber<br \/>\nder jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren<br \/>\nCensus X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Daten.<br \/>\n[3] Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes vom 13. Mai 2015 zur Entwicklung<br \/>\ndes Bruttoinlandprodukts im ersten Quartal 2015. Ausf\u00fchrliche Ergebnisse werden<br \/>\nam 22. Mai ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Downloads<\/p>\n<p>Ausgew\u00e4hlte Daten zur wirtschaftlichen Lage<br \/>\nStand: Mai 2015<br \/>\nPDF:\u00a0 13 KB<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/W\/wirtschaftliche-lage-brd-05-2015,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf&gt;<\/p>\n<p>Quelle:bmwi.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Mai 2015 * Die deutsche Wirtschaft &lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/schwerpunkte-der-wirtschaftspolitik.html&gt; setzt den Aufschwung fort. Motor der Entwicklung ist die solide inl\u00e4ndische Nachfrage. * Die Industriekonjunktur hat im ersten Vierteljahr etwas an Schwung eingeb\u00fc\u00dft. * Im ersten Quartal hat der Au\u00dfenhandel d\u00e4mpfend auf das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts gewirkt. 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