{"id":8019,"date":"2015-01-19T08:10:45","date_gmt":"2015-01-19T07:10:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=8019"},"modified":"2015-01-19T08:10:45","modified_gmt":"2015-01-19T07:10:45","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-januar-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=8019","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2015"},"content":{"rendered":"<p>Berlin:<\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2015<\/p>\n<p>* Im Jahr 2014 ist die deutschen Wirtschaft<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/schwerpunkte-der-wirtschaftspolitik.html&gt;<br \/>\nim Durchschnitt relativ kr\u00e4ftig um 1,5% gewachsen.<br \/>\n* Nach einer Stagnationsphase im zweiten und dritten Quartal ist die<br \/>\nKonjunktur wieder moderat aufw\u00e4rts gerichtet. Die Stimmung in den<br \/>\nUnternehmen hellt sich auf. Auftragseing\u00e4nge, Ums\u00e4tze und Produktion in der<br \/>\nIndustrie d\u00fcrften im Jahresendquartal zugenommen haben.<br \/>\n* Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv. Der Besch\u00e4ftigungsaufbau<br \/>\nsetzt sich fort, die Arbeitslosigkeit sinkt. Dies sorgt f\u00fcr steigende<br \/>\nEinkommen und st\u00fctzt den privaten<br \/>\nKonsum.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1513\" rel=\"attachment wp-att-1513\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1513\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg\" alt=\"statistik\" width=\"300\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\n* Der schwache Euro und der Verfall der Mineral\u00f6lpreise liefern zus\u00e4tzliche<br \/>\nImpulse.<\/p>\n<p>Im Gesamtjahr 2014 hat sich die gesamtwirtschaftliche Leistung der deutschen<br \/>\nVolkswirtschaft relativ kr\u00e4ftig um preisbereinigt 1,5\u00a0% und damit wieder deutlich<br \/>\nst\u00e4rker als in den beiden vorangegangenen Jahren erh\u00f6ht. [1] Die Basis hierf\u00fcr<br \/>\nwurde auf der Nachfrageseite durch den Anstieg der privaten Konsumausgaben gelegt<br \/>\n(+1,1\u00a0%). Weitere Impulse kamen von den Investitionen in Ausr\u00fcstungen (+3,7\u00a0%)<br \/>\nund Bauten (+3,3\u00a0%) sowie vom Au\u00dfenhandel mit einem Wachstumsbeitrag von 0,4<br \/>\nProzentpunkten. [2] Nach dem dynamischen Wachstum im Winterhalbjahr 2013\/2014<br \/>\nschw\u00e4chte sich die Konjunktur allerdings ab dem Fr\u00fchjahr 2014 ab. Vor allem das<br \/>\nau\u00dfenwirtschaftliche Umfeld hatte sich merklich eingetr\u00fcbt. Zum Jahresende 2014<br \/>\nhat die Erholung wieder verhalten eingesetzt. Die Stimmungsindikatoren haben sich<br \/>\nsp\u00fcrbar aufgehellt. Die Auftragseing\u00e4nge, die Ums\u00e4tze und die Produktion in der<br \/>\nIndustrie d\u00fcrften im vierten Quartal zugenommen haben. Die Besch\u00e4ftigung ist in<br \/>\nden vergangenen Monaten recht dynamisch weiter angestiegen. Der R\u00fcckgang der<br \/>\nMineral\u00f6lpreise wirkt auf die Verbraucherpreise durch und st\u00e4rkt die real<br \/>\nverf\u00fcgbaren Einkommen. Die Zur\u00fcckhaltung bei den Investitionen hat sich zwar noch<br \/>\nnicht gelegt, die Aufhellung der Gesch\u00e4ftserwartungen in der gewerblichen<br \/>\nWirtschaft verspricht aber Besserung. Insgesamt mehren sich Signale, die f\u00fcr eine<br \/>\nsich verst\u00e4rkende Erholung sprechen.<\/p>\n<p>Auch das Wachstumstempo der Weltwirtschaft, das sich im Sommerhalbjahr 2014<br \/>\nabgeschw\u00e4cht hatte, d\u00fcrfte jetzt allm\u00e4hlich wieder etwas Fahrt aufnehmen. Ihre<br \/>\nDynamik wird aber wegen zahlreicher struktureller Probleme geringer bleiben als<br \/>\nin fr\u00fcheren Aufschwungphasen. Dabei bleiben die Abw\u00e4rtsrisiken vielf\u00e4ltig und<br \/>\nbeachtlich. Zur Abschw\u00e4chung trug vor allem die stockende Erholung in der<br \/>\nEurozone und in Japan bei. Die Vereinigten Staaten, das Vereinigte K\u00f6nigreich und<br \/>\neine Reihe von Schwellenl\u00e4ndern behielten demgegen\u00fcber ihr Wachstumstempo bei.<br \/>\nW\u00e4hrend die Dynamik in Asien etwas nachlie\u00df, haben die Schwellenl\u00e4nder in<br \/>\nLateinamerika sowie in Afrika und im Mittleren Osten damit begonnen, ihre<br \/>\nSchw\u00e4chephase zu \u00fcberwinden. Der R\u00fcckgang der \u00d6lpreise erh\u00f6ht f\u00fcr sich genommen<br \/>\ndie Realeinkommen in den Abnehmerl\u00e4ndern, bremst aber die Einkommensentwicklung<br \/>\nin den \u00d6l exportierenden Staaten. Per saldo d\u00fcrften daraus f\u00fcr die globale<br \/>\nWirtschaft begrenzte positive Impulse entstehen.<\/p>\n<p>Das deutsche Auslandsgesch\u00e4ft<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/aussenwirtschaft.html&gt; entwickelt sich vor diesem<br \/>\nHintergrund positiv, aber wenig dynamisch. Das Rekordergebnis bei den<br \/>\nWarenausfuhren vom Oktober konnte im November nicht \u00fcbertroffen werden.<br \/>\nSaisonbereinigt gingen die Ausfuhren um 2,1\u00a0% zur\u00fcck. In der Tendenz blieben sie<br \/>\naber weiterhin aufw\u00e4rts gerichtet. Die Wareneinfuhren legten im November um 1,5\u00a0%<br \/>\nzu. Auch hier setzte sich die positive Entwicklung weiter fort. Die kurzfristigen<br \/>\nExporterwartungen der Unternehmen haben sich seit September merklich aufgehellt.<br \/>\nDie Auftragseing\u00e4nge aus dem Ausland und die Auslandsums\u00e4tze entwickelten sich<br \/>\nebenfalls positiv. Die Euroabwertung tr\u00e4gt zu einer sp\u00fcrbaren Verbesserung der<br \/>\npreislichen Wettbewerbsf\u00e4higkeit der deutschen Wirtschaft bei.<\/p>\n<p>Die einschl\u00e4gigen Stimmungsindikatoren im Produzierenden Gewerbe<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt; haben sich zum<br \/>\nJahresende aufgehellt. Auch die Produktion, die Ums\u00e4tze und die Auftragseing\u00e4nge<br \/>\nin der Industrie signalisierten erste Besserungstendenzen. Im November fiel die<br \/>\nProduktion im Produzierenden Gewerbe insgesamt zwar geringf\u00fcgig niedriger aus als<br \/>\nim Oktober (-0,1\u00a0%), das Produktionsniveau im Oktober\/November lag aber merklich<br \/>\n\u00fcber dem durchschnittlichen Niveau im dritten Quartal. [3] W\u00e4hrend sich die<br \/>\nErzeugung im Baugewerbe bis zum November abschw\u00e4chte (-0,6\u00a0%), erh\u00f6hte sich die<br \/>\nIndustrieproduktion mit einem leichten Plus von 0,3\u00a0% den dritten Monat in Folge.<br \/>\nGemessen an den Ums\u00e4tzen kamen die Impulse hier aus dem Ausland. Im Inland wurden<br \/>\nin den vergangenen drei Berichtsmonaten vor allem die Ums\u00e4tze von<br \/>\nInvestitionsg\u00fctern sp\u00fcrbar ausgeweitet. Der Absatz von Vorleistungs- und<br \/>\nKonsumg\u00fctern blieb dagegen tendenziell r\u00fcckl\u00e4ufig. Trotz des R\u00fcckgangs um 2,4\u00a0%,<br \/>\nder auch auf geringe Gro\u00dfauftr\u00e4ge zur\u00fcckzuf\u00fchren war, sind die industriellen<br \/>\nAuftragseing\u00e4nge in der Tendenz bereits aufw\u00e4rts gerichtet. Auch hier kamen die<br \/>\nImpulse aus dem Ausland. Im Baugewerbe zeichnet sich dagegen noch keine<br \/>\nTrendwende ab. Die Auftragseing\u00e4nge im Bauhauptgewerbe blieben trotz<br \/>\ngeringf\u00fcgigen Anstiegs im Oktober (+0,6\u00a0%) in der Tendenz r\u00fcckl\u00e4ufig. Angesichts<br \/>\nder nach wie vor g\u00fcnstigen Rahmenbedingungen f\u00fcr den Bau ist hier aber nicht mit<br \/>\neiner l\u00e4ngeren Schw\u00e4chephase zu rechnen. Alles in allem hat sich das<br \/>\nIndikatorenbild im Produzierenden Gewerbe in den vergangenen Monaten leicht<br \/>\nverbessert.<\/p>\n<p>Der private Konsum st\u00fctzt weiterhin die Binnennachfrage. Die positiven<br \/>\nEntwicklungen am Arbeitsmarkt f\u00fchrten im dritten Quartal 2014 zum st\u00e4rksten<br \/>\nReallohnanstieg seit drei Jahren. Unterst\u00fctzt durch niedrigere Energiepreise gab<br \/>\nes im Vergleich zum Vorjahr ein kr\u00e4ftiges Einkommensplus von 1,8\u00a0%. Nach einem<br \/>\nschwachen Sommerhalbjahr sind die Ums\u00e4tze im Einzelhandel (ohne Kfz-Handel) im<br \/>\nOktober und November kr\u00e4ftig gestiegen und lassen ein positives Schlussquartal<br \/>\nerwarten. Daf\u00fcr sprechen auch die j\u00fcngsten Ergebnisse des ifo Konjunkturtests: Im<br \/>\nDezember wurde die Gesch\u00e4ftslage von den Einzelh\u00e4ndlern deutlich besser<br \/>\neingesch\u00e4tzt als in den beiden Vormonaten. Allerdings haben sich die Erwartungen<br \/>\nsp\u00fcrbar verschlechtert. Das Konsumklima der Verbraucher blieb aber ungebrochen<br \/>\npositiv und kletterte im Januar auf den h\u00f6chsten Stand seit acht Jahren.<\/p>\n<p>Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin g\u00fcnstig. Die Arbeitslosigkeit ging im<br \/>\nDezember saisonbereinigt um 27.000 Personen zur\u00fcck. Jahreszeitlich bedingt<br \/>\nerh\u00f6hte sich die Zahl der Arbeitslosen auf 2,76 Mio. Die Zahl der<br \/>\nsozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten stieg im Oktober saisonbereinigt<br \/>\nkr\u00e4ftig um 42.000 und die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen im November um 11.000 Personen.<br \/>\nNach den Ursprungszahlen waren damit weiterhin etwas mehr als 43 Mio. Personen im<br \/>\nInland erwerbst\u00e4tig. Da sich auch die Fr\u00fchindikatoren f\u00fcr den Arbeitsmarkt eher<br \/>\netwas aufhellten, d\u00fcrften sich die g\u00fcnstigen Entwicklungen in den kommenden<br \/>\nMonaten fortsetzen.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Hinweis:<\/p>\n<p>Eine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und<br \/>\nEntwicklung wird in der Februar-Ausgabe des Monatsberichts &#8222;Schlaglichter der<br \/>\nWirtschaftspolitik&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 5.<br \/>\nKalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und<br \/>\nEnergie zu finden sein.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 15. Januar 2015<br \/>\nvorlagen.<br \/>\n[2] Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes zum Bruttoinlandsprodukt im Jahr<br \/>\n2014 vom 15. Januar 2015.<br \/>\n[3] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber<br \/>\nder jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren<br \/>\nCensus X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Daten.<\/p>\n<p>Quelle: bmwi.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2015 * Im Jahr 2014 ist die deutschen Wirtschaft &lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/schwerpunkte-der-wirtschaftspolitik.html&gt; im Durchschnitt relativ kr\u00e4ftig um 1,5% gewachsen. * Nach einer Stagnationsphase im zweiten und dritten Quartal ist die Konjunktur wieder moderat aufw\u00e4rts gerichtet. Die Stimmung in den Unternehmen hellt sich auf. 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