{"id":801,"date":"2012-04-16T15:16:22","date_gmt":"2012-04-16T13:16:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=801"},"modified":"2012-04-16T15:26:11","modified_gmt":"2012-04-16T13:26:11","slug":"kustenschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=801","title":{"rendered":"K\u00fcstenschutz und Deiche"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Deiche sch\u00fctzen auf 1200 Kilometer die K\u00fcsten<br \/>\nvon Nord- und Ostsee<\/p>\n<p>Bundesministerin Aigner und Landesministerin Rumpf ziehen<br \/>\nBilanz der erfolgreichen Bund-L\u00e4nder-Arbeit im K\u00fcstenschutz<\/p>\n<p>Deutschland hat nach Einsch\u00e4tzung von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner an den K\u00fcsten einen hohen Schutzstandard erreicht. &#8222;Wir haben enorme Anstrengungen unternommen zur Sicherung unserer St\u00e4dte und Gemeinden an Nord- und Ostsee. Aber darauf d\u00fcrfen wir uns nicht ausruhen. Die Bedrohung durch das Meer nimmt nicht ab, sondern weiter zu. Deshalb m\u00fcssen Bund und L\u00e4nder den Schutz der K\u00fcsten weiter vorantreiben&#8220;, sagte Aigner am Montag bei einer Besichtigung der Deichbaustelle am Sch\u00f6pfwerk Brunsb\u00fcttel-Altenhafen. Mit drei Kilometer L\u00e4nge und Gesamtkosten von 21 Millionen Euro handelt es sich um die derzeit gr\u00f6\u00dfte Deichverst\u00e4rkungsma\u00dfnahme an der Westk\u00fcste Schleswig-Holsteins. Die Baukosten werden aus der Gemeinschaftsaufgabe &#8222;Verbesserung der Agrarstruktur und des K\u00fcstenschutzes&#8220; (GAK) finanziert. &#8222;Mit finanzieller Unterst\u00fctzung des Bundes und der EU und einer erheblichen Kraftanstrengung des Landes ist es uns gelungen, die Bauarbeiten in Brunsb\u00fcttel weit voranzubringen. Im Rahmen des guten Baufortschritts rechne ich in diesem Jahr mit der Fertigstellung des neuen Deichsieles Bellmer Fleth, des neuen Deiches, der Deichrampen und Deichverteidigungs- und Treibselabfuhrwege. Dar\u00fcber hinaus werden das neue Sch\u00f6pfwerk Brunsb\u00fcttel-Nord, die Uferwand n\u00f6rdlich des alten Sch\u00f6pfwerkes und die erforderliche Hochwasserschutzwand hergestellt. 2013 ist das planm\u00e4\u00dfige Ende der Deichverst\u00e4rkung absehbar&#8220;, so Dr. Juliane Rumpf, Ministerin f\u00fcr Landwirtschaft, Umwelt und l\u00e4ndliche R\u00e4ume in Schleswig Holstein. Die seit 2001 verst\u00e4rkten Deiche seien mit einer &#8222;Klimareserve&#8220; von 0,5 Metern ausgebaut worden, die den m\u00f6glichen Meeresspiegelanstieg bis zum Jahr 2100 ber\u00fccksichtige.<\/p>\n<p>Bundesministerin Aigner erinnerte bei ihrem Besuch an die Sturmflut vor 50 Jahren, die in Schleswig-Holstein verheerende Sch\u00e4den hinterlassen hatte. &#8222;Bund und L\u00e4nder haben daraus die Lehren gezogen und massiv in die Sicherheit der K\u00fcstenregionen investiert&#8220;, so Aigner. &#8222;Der K\u00fcstenschutz ist vorsorgende Katastrophenabwehr und damit eine Daueraufgabe.&#8220; Intensiver K\u00fcstenschutz sei die Voraussetzung f\u00fcr den Erhalt und die Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraumes in den Niederungsgebieten an Nord und Ostsee. Diese Niederungsgebiete umfassen mehr als eine Million Hektar Fl\u00e4che und befinden sich \u00fcberwiegend im l\u00e4ndlichen Raum.<\/p>\n<p>Nach einer aktuellen \u00dcbersicht des Bundeslandwirtschaftsministeriums sch\u00fctzen an der Nordsee 1.083 Kilometer Deiche und einige Sperrwerke die Niederungsgebiete vor schweren Sturmfluten. Damit werden rund 90 Prozent der gesamten Nordseek\u00fcstenlinien gesch\u00fctzt; der Rest wird durch Steilufer und D\u00fcnen gebildet, die erforderlichenfalls ebenfalls gesichert werden. An der Ostsee wird die 668 Kilometer lange Au\u00dfenk\u00fcste durch 142 Kilometer Deiche und 144 Kilometer Hochwasserschutzd\u00fcnen gesichert. 65 Prozent der Au\u00dfenk\u00fcste ist R\u00fcckgangsk\u00fcste, an der K\u00fcstenschutzma\u00dfnahmen dort durchgef\u00fchrt werden, wo Siedlungen zu sch\u00fctzen sind.<\/p>\n<p>Als Folge des globalen Klimawandels ist nach Einsch\u00e4tzung des Bundesministeriums mit einem weiteren Anstieg des Meeresspiegels sowie einer Zunahme der Wellenenergie und einer H\u00e4ufung von St\u00fcrmen zu rechnen. Die derzeitige K\u00fcstenschutzplanung ber\u00fccksichtigt einen Meeresspiegelanstieg von bis zu 50 Zentimeter. Die hydrodynamischen und hydromorphologischen Entwicklungen werden fortlaufend sorgf\u00e4ltig beobachtet und ausgewertet, um falls erforderlich k\u00fcnftige Planungen fr\u00fchzeitig an neue Erkenntnisse anpassen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Hintergrund zur Bundesfinanzierung von K\u00fcstenschutzma\u00dfnahmen:<\/p>\n<p>Die Planung und Durchf\u00fchrung des K\u00fcstenschutzes ist in Deutschland gem\u00e4\u00df Grundgesetz Aufgabe der K\u00fcstenl\u00e4nder. Der Bund \u00fcbernimmt aber bis zu 70 Prozent der Investitionskosten von K\u00fcstenschutzma\u00dfnahmen der L\u00e4nder, die im Rahmen der Gemeinschaftaufgabe &#8222;Verbesserung der Agrarstruktur und des K\u00fcstenschutzes&#8220; (GAK) durchgef\u00fchrt werden. \u00dcber die GAK hat der Bund bisher im Zeitraum 1973 bis 2010 die K\u00fcstenschutzma\u00dfnahmen der K\u00fcstenl\u00e4nder mit insgesamt 2,8 Milliarden Euro mitfinanziert. Allein in den Jahren 2008 bis 2011 wurden die K\u00fcstenschutzma\u00dfnahmen der f\u00fcnf K\u00fcstenl\u00e4nder mit insgesamt rund 330 Millionen Euro Bundesmitteln, d.h. j\u00e4hrlich rund 82 Millionen Euro gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus wird seit 2009 der Sonderrahmenplan f\u00fcr &#8222;Ma\u00dfnahmen des K\u00fcstenschutzes in Folge des Klimawandels&#8220; umgesetzt. Mit diesem Sonderrahmenplan stellt der Bund den K\u00fcstenl\u00e4ndern in den Jahren 2009 bis 2025 f\u00fcr K\u00fcstenschutzma\u00dfnahmen in Folge des Klimawandels zus\u00e4tzlich insgesamt 380 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Quelle: bmelv.bund.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=802\" rel=\"attachment wp-att-802\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-802\" title=\"Kaffeeklappe mit Turm und Residenz\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Kaffeeklappe-mit-Turm-und-Residenz-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Kaffeeklappe-mit-Turm-und-Residenz-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Kaffeeklappe-mit-Turm-und-Residenz-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Foto: babbel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin:\u00a0 Deiche sch\u00fctzen auf 1200 Kilometer die K\u00fcsten von Nord- und Ostsee Bundesministerin Aigner und Landesministerin Rumpf ziehen Bilanz der erfolgreichen Bund-L\u00e4nder-Arbeit im K\u00fcstenschutz Deutschland hat nach Einsch\u00e4tzung von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner an den K\u00fcsten einen hohen Schutzstandard erreicht. &#8222;Wir haben enorme Anstrengungen unternommen zur Sicherung unserer St\u00e4dte und Gemeinden an Nord- und Ostsee. 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