{"id":7690,"date":"2014-10-11T08:22:54","date_gmt":"2014-10-11T06:22:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=7690"},"modified":"2014-10-11T08:22:54","modified_gmt":"2014-10-11T06:22:54","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-oktober-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=7690","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2014"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2014<\/p>\n<p>* Die deutsche Konjunktur durchlief im Sommer eine Schw\u00e4chephase.<br \/>\n* Die Stimmungsindikatoren haben sich auf breiter Front eingetr\u00fcbt. Die<br \/>\ngeopolitischen Konflikte haben Unternehmen zunehmend verunsichert. Hinzu<br \/>\nkommt die schleppende Erholung im Euroraum mit negativen Effekten auf die<br \/>\nNachfrage nach Waren und Dienstleistungen deutscher Unternehmen.<br \/>\n* Auftragseing\u00e4nge, Ums\u00e4tze und Produktion im Verarbeitenden Gewerbe<br \/>\nentwickeln sich im Schnitt der letzten Monate schw\u00e4cher als erwartet. Im<br \/>\nAugust wurde Tendenz durch negative Ferientageeffekte allerdings dramatisch<br \/>\n\u00fcberzeichnet.<br \/>\n* Der Arbeitsmarkt ist weiterhin robust, die Einkommen steigen und der Konsum<br \/>\nst\u00fctzt die Konjunktur.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1457\" rel=\"attachment wp-att-1457\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1457\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/StatPressCN-\u2039-frankensicht.de-\u2014-WordPress_1336737358340.jpeg\" alt=\"StatPressCN \u2039 frankensicht.de \u2014 WordPress_1336737358340\" width=\"235\" height=\"119\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die deutsche Wirtschaft<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/schwerpunkte-der-wirtschaftspolitik.html&gt;<br \/>\ndurchlief im Sommer eine Schw\u00e4chephase. Die Entwicklung der Weltwirtschaft und<br \/>\ninsbesondere die Konjunktur im Euroraum verlaufen derzeit schleppender als<br \/>\nerwartet. Zudem dr\u00fccken die Russland-Ukraine-Krise und andere Konflikte auf die<br \/>\nStimmung von Unternehmern und Verbrauchern. Nach dem leichten R\u00fcckgang der<br \/>\ngesamtwirtschaftlichen Leistung im zweiten Quartal deuten die<br \/>\nKonjunkturindikatoren f\u00fcr Deutschland gegenw\u00e4rtig auf eine zun\u00e4chst sehr<br \/>\nverhaltene Entwicklung hin. Dabei steht einer schw\u00e4cher als erwarteten<br \/>\nEntwicklung im Produzierende Gewerbe<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt; eine vermutlich<br \/>\nmoderate Zunahme der Leistung in den meisten Dienstleistungsbereichen gegen\u00fcber.<br \/>\nGleichwohl sind viele Fundamentalfaktoren der deutschen Wirtschaft unver\u00e4ndert<br \/>\ngut. Die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Unternehmen, die soliden \u00f6ffentlichen<br \/>\nHaushalte, der robuste Arbeitsmarkt, die stabilen Preise und anregend niedrige<br \/>\nZinsen sprechen daf\u00fcr, dass sich die Auftriebskr\u00e4fte wieder st\u00e4rker durchsetzen,<br \/>\nsobald die Verunsicherung nachl\u00e4sst.<\/p>\n<p>Trotz kr\u00e4ftigen Anstiegs der Weltindustrieproduktion im Juli &#8211; sowohl in den<br \/>\nIndustrie- als auch in den Schwellenl\u00e4ndern &#8211; bleibt die Grunddynamik der<br \/>\nWeltwirtschaft vorerst ged\u00e4mpft. Der IWF hat seine Prognose f\u00fcr das Wachstum des<br \/>\nWelt-BIP f\u00fcr 2014 auf 3,3\u00a0% zur\u00fcckgenommen und erwartet f\u00fcr 2015 einen Anstieg um<br \/>\n3,8\u00a0%. Im zweiten Quartal lieferten neben der Sonderentwicklung der japanischen<br \/>\nWirtschaft vor allem die gr\u00f6\u00dferen Staaten Lateinamerikas und der Euroraum geringe<br \/>\nbzw. keine Wachstumsbeitr\u00e4ge. Nicht zuletzt verl\u00e4uft die wirtschaftliche<br \/>\nEntwicklung der gro\u00dfen Euro-Mitglieder Frankreich und Italien unbefriedigend.<br \/>\nPositive Impulse kamen vor allem von den Vereinigten Staaten, Gro\u00dfbritannien und<br \/>\neinigen Schwellenl\u00e4ndern Asiens. Die Risiken f\u00fcr die weitere Entwicklung bleiben<br \/>\ninsgesamt erh\u00f6ht. Die au\u00dfenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr die deutsche<br \/>\nWirtschaft sind damit weniger g\u00fcnstig als bisher angenommen.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund entwickeln sich die deutschen Ausfuhren verhalten positiv.<br \/>\nZwar gab es im August einen kr\u00e4ftigen R\u00fcckgang um 5,8\u00a0%, bei dem aber die sp\u00e4te<br \/>\nLage der Sommerferien eine wichtige Rolle gespielt haben d\u00fcrfte. Im<br \/>\naussagekr\u00e4ftigeren Mehrmonatsvergleich zeigt sich dagegen eine Aufw\u00e4rtstendenz.<br \/>\nDie nominalen Einfuhren sind im Juli und August zur\u00fcckgegangen, ohne dass sich<br \/>\nderzeit ein eindeutiger Trend abzeichnet. Im August betrug der \u00dcberschuss im<br \/>\nWarenhandel nach Angaben der Bundesbank 14,5 Mrd. Euro. Der<br \/>\nLeistungsbilanz\u00fcberschuss lag bei 10,3 Mrd. Euro. Die Perspektiven f\u00fcr das<br \/>\nAuslandsgesch\u00e4ft bleiben sehr verhalten. Die Ums\u00e4tze mit und die Bestellungen aus<br \/>\ndem Ausland sind tendenziell r\u00fcckl\u00e4ufig. Auch die Exportwartungen und das<br \/>\nExportklima vom ifo Institut haben sich zuletzt eingetr\u00fcbt. In den kommenden<br \/>\nMonaten ist daher mit einer verhaltenen Entwicklung der Exporte zu rechnen.<\/p>\n<p>Die international ausgerichtete Industrie leidet besonders unter der z\u00f6gerlichen<br \/>\nEntwicklung der Weltwirtschaft und den Verunsicherungen durch die geopolitischen<br \/>\nKrisen. Dar\u00fcber hinaus werden die aktuellen Monatsdaten erheblich durch die sp\u00e4te<br \/>\nLage der Sommerferien beeinflusst. Produktion, aber auch Ums\u00e4tze und<br \/>\nAuftragseing\u00e4nge in der Industrie, insbesondere im Bereich Kraftfahrzeuge, wurden<br \/>\ndadurch im Juli erheblich \u00fcber- und im August unterzeichnet. Die Produktion von<br \/>\nKfz ging so nach einem Anstieg im Juli um 11,4\u00a0% im August um 25,4\u00a0% zur\u00fcck.<br \/>\nInsgesamt schw\u00e4chte sich die Produktion im Produzierenden Gewerbe im August um<br \/>\n4,0\u00a0% ab, nach einem Anstieg um 1,6\u00a0% im Juli. Die Erzeugung in der Industrie<br \/>\nging um 4,8\u00a0% und die im Baugewerbe um 2,0\u00a0% zur\u00fcck. Betrachtet man den<br \/>\nZweimonatszeitraum Juli\/August, um Ferientageeffekte auszugleichen, war der<br \/>\nmonatliche Aussto\u00df in der Industrie um 0,5\u00a0% und im Baugewerbe um 0,2\u00a0% niedriger<br \/>\nals im Durchschnitt des zweiten Quartals. Im August gingen auch 5,7\u00a0% weniger<br \/>\nAuftr\u00e4ge ein als im Vormonat. Auch hier wirkten sich die Ferientageeffekte<br \/>\nung\u00fcnstig aus, dar\u00fcber hinaus gab es aber auch nur wenige Gro\u00dfauftr\u00e4ge. Im<br \/>\nZweimonatszeitraum Juli\/August waren die Bestellungen um 0,3\u00a0% niedriger als im<br \/>\nzweiten Quartal. In diesem Zeitraum gingen monatlich aus dem Inland 1,3\u00a0% weniger<br \/>\nund aus dem Ausland 0,6\u00a0% mehr Auftr\u00e4ge ein als im Durchschnitt des zweiten<br \/>\nQuartals. Die Verunsicherung in der Wirtschaft aufgrund geopolitischer<br \/>\nEntwicklungen und der schleppenden Entwicklung im Euroraum zeigt sich in den<br \/>\nUmfrageindikatoren. Das ifo Gesch\u00e4ftsklima f\u00fcr das Verarbeitende Gewerbe<br \/>\nverschlechterte sich im September den f\u00fcnften Monat in Folge und der<br \/>\nMarkit\/BME-Einkaufsmanagerindex f\u00fcr die Industrie sank unter seine<br \/>\nExpansionsschwelle.<\/p>\n<p>Der private Konsum bleibt die zuverl\u00e4ssigste konjunkturelle St\u00fctze. Im ersten<br \/>\nHalbjahr lagen die privaten Konsumausgaben preisbereinigt um 1,0\u00a0% h\u00f6her als vor<br \/>\neinem Jahr und die Indikatoren signalisieren einen weiteren Anstieg. Die Ums\u00e4tze<br \/>\ndes Einzelhandels ohne Kfz-Handel stiegen Stand Juli\/August weiter deutlich \u00fcber<br \/>\ndas Niveau des zweiten Quartals an. Zwar tr\u00fcbte sich das Gesch\u00e4ftsklima der<br \/>\nEinzelh\u00e4ndler den dritten Monat in Folge ein. Auch die Verbraucher lie\u00dfen sich<br \/>\netwas in ihrer Stimmung verunsichern, ihre Anschaffungsneigung bleibt aber hoch.<br \/>\nInsgesamt lassen die wichtigsten Rahmenbedingungen wie der robuste Arbeitsmarkt,<br \/>\ndie steigenden Einkommen und die stabilen Preise weiterhin eine positive<br \/>\nEntwicklung des privaten Konsums erwarten.<\/p>\n<p>Der Arbeitsmarkt ist weiterhin robust und Garant f\u00fcr eine solide<br \/>\nbinnenwirtschaftliche Entwicklung. Die Zahl der Arbeitslosen sank im September<br \/>\nmit der einsetzenden Herbstbelebung auf 2,808 Mio. Personen. Saisonbereinigt<br \/>\nerh\u00f6hte sie sich zwar leicht um 12.000 Personen. Wenn man Sondereffekte, wie die<br \/>\nsp\u00e4te Lage der Sommerferien, ber\u00fccksichtigt, entwickelt sich die Arbeitslosigkeit<br \/>\naber gegenw\u00e4rtig stabil. Dies zeigt sich auch an der Unterbesch\u00e4ftigung, die<br \/>\nunver\u00e4ndert blieb. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten nahm<br \/>\nim Juli saisonbereinigt weiter um 30.000 und die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen im<br \/>\nAugust um 26.000 Personen zu. Nach den Ursprungszahlen waren damit im August<br \/>\n42,82 Mio. Personen im Inland erwerbst\u00e4tig. Das sind 355.000 mehr als vor einem<br \/>\nJahr und stellt einen neuen Rekordstand dar.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Hinweis:<\/p>\n<p>Eine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und<br \/>\nEntwicklung wird in der November-Ausgabe des Monatsberichts &#8222;Schlaglichter der<br \/>\nWirtschaftspolitik&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich Ende der<br \/>\nder 43. Kalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft<br \/>\nund Energie zu finden sein.<\/p>\n<p>Downloads<\/p>\n<p>Ausgew\u00e4hlte Daten zur wirtschaftlichen Lage<br \/>\nStand: Oktober 2014<br \/>\nPDF: 8,5 KB<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/W\/wirtschaftliche-lage-brd-10-2014,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf&gt;<\/p>\n<p>Quelle:bmwi.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2014 * Die deutsche Konjunktur durchlief im Sommer eine Schw\u00e4chephase. * Die Stimmungsindikatoren haben sich auf breiter Front eingetr\u00fcbt. Die geopolitischen Konflikte haben Unternehmen zunehmend verunsichert. 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