{"id":7640,"date":"2014-09-29T07:59:36","date_gmt":"2014-09-29T05:59:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=7640"},"modified":"2014-09-29T07:59:36","modified_gmt":"2014-09-29T05:59:36","slug":"bioenergiedoerfer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=7640","title":{"rendered":"Bioenergied\u00f6rfer"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Bioenergied\u00f6rfer 2014: Minister Schmidt gratuliert den Gewinnern des Wettbewerbs<\/p>\n<p>Die Gewinner des Wettbewerbs &#8222;Bioenergied\u00f6rfer&#8220; stehen fest. Dieses Jahr hatten sich bundesweit 27 Kommunen um eine der insgesamt drei Auszeichnungen beworben. Gewinner sind: Bechstedt in Th\u00fcringen, Lathen in Niedersachsen und Unterma\u00dfholderbach in Baden-W\u00fcrttemberg, ausgew\u00e4hlt von einer unabh\u00e4ngigen Jury. Christian Schmidt, Bundesminister f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, gratulierte den Siegern und wies auf die Bedeutung von Bioenergied\u00f6rfern hin. &#8222;Der Wettbewerb macht das hohe b\u00fcrgerliche Engagement f\u00fcr Bioenergienutzung im l\u00e4ndlichen Raum sichtbar. In allen drei D\u00f6rfern, die wir auszeichnen, steht die Bev\u00f6lkerung hinter den Projekten aus Bioenergie und anderen erneuerbaren Energietr\u00e4gern. Ich freue mich \u00fcber die steigende Zahl der Bioenergied\u00f6rfer in Deutschland. Sie sind herausragende Beispiele f\u00fcr eine erfolgreiche Energiewende im l\u00e4ndlichen Raum, die auf saubere Energie, kommunales Engagement und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung setzt.&#8220;<\/p>\n<p>Die offizielle Pr\u00e4mierung der Gewinnerd\u00f6rfer erfolgt am 12. November in Hannover auf der EnergyDecentral. Die drei ausgew\u00e4hlten Orte erhalten jeweils ein Preisgeld in H\u00f6he von 10.000 Euro f\u00fcr die Weiterentwicklung ihrer Bioenergiedorfprojekte. Der bundesweite Wettbewerb &#8222;Bioenergied\u00f6rfer 2014&#8220;, der in diesem Jahr zum dritten Mal ausgerichtet wurde, richtet sich an Orte und Gemeinden im l\u00e4ndlichen Raum in Deutschland, die mindestens 50 Prozent ihres Strom- und W\u00e4rmebedarfs aus regional erzeugter Biomasse decken. Mit den drei Gewinner-D\u00f6rfern wurden drei besonders innovative Bioenergied\u00f6rfer ausgezeichnet, die die effiziente Nutzung von Bioenergie in hervorragender Weise mit regionaler Entwicklung verkn\u00fcpfen, die Bev\u00f6lkerung vor Ort in die Prozesse entscheidend einbinden und die Nutzung von Bioenergie aktiv in das Regionalmarketing integrieren. Damit sollen die Bioenergied\u00f6rfer 2014 Vorbildwirkung f\u00fcr die Entwicklung l\u00e4ndlicher Regionen und die regionale Nutzung von Biomasse entfalten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=4898\" rel=\"attachment wp-att-4898\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4898\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/lichtschalter-300x225.jpg\" alt=\"lichtschalter\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/lichtschalter-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/lichtschalter.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hintergrundinformationen<\/p>\n<p>zu den Gewinnern des Wettbewerbs &#8222;Bioenergied\u00f6rfer 2014&#8220;:<\/p>\n<p>Bechstedt (Th\u00fcringen)<\/p>\n<p>In der waldreichen Umgebung des Th\u00fcringer Schiefergebirges liegt das Bioenergiedorf Bechstedt, hier leben 165 Einwohnern in 51 Haushalten. Ein Holzvergaser-Blockheizkraftwerk und ein Biomasse-Heizkessel versorgen 31 Haushalte und 4 \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude mit Bioenergie (Strom und W\u00e4rme). Die B\u00fcrger waren von Anfang an in die Bioenergieprojekte involviert. Sie haben eine Genossenschaft gegr\u00fcndet, die heute Eigent\u00fcmerin der Anlagen und des W\u00e4rmenetzes ist. Letzteres verlegten die Mitglieder komplett in Eigenregie. Mit der \u00fcbersch\u00fcssigen W\u00e4rme werden im Sommer die regionalen Holzhackschnitzel &#8211; die vorwiegend aus Landschaftspflegeholz stammen &#8211; getrocknet. Zuk\u00fcnftig soll auch regionales Erntegut wie Getreide und Heilkr\u00e4uter getrocknet werden. Mit dem Bioenergiedorfgedanken wurde Bechstedt nicht nur touristisch aufgrund der zahlreichen F\u00fchrungen aufgewertet: Die intakte Dorfgemeinschaft und die innovative, kosteng\u00fcnstige Bioenergie Versorgung sind wichtige Argumente f\u00fcr Menschen im Ort zu bleiben bzw. neue Mitbewohner zu gewinnen.<\/p>\n<p>Lathen-Ortskern und Lathen-Wahn (Niedersachsen)<\/p>\n<p>Mit insgesamt 2.605 Einwohnern in 893 Haushalten ist das nieders\u00e4chsische Bioenergiedorf Lathen der gr\u00f6\u00dfte der drei pr\u00e4mierten Orte. Die Genossenschaft Emstal eG betreibt ein Holzheizkraftwerk sowie ein Nahw\u00e4rmenetz, das kontinuierlich erweitert wird. Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger des Bioenergiedorfs sind als Genossen direkt an der Erzeugeranlage und an dem Nahw\u00e4rmenetz beteiligt. Als Brennstoff setzen die Lathener regional erzeugte Holzhackschnitzel ein. F\u00fcr die \u00fcbersch\u00fcssige Sommerw\u00e4rme gibt es eine Trocknungsanlage f\u00fcr Holzhackschnitzel oder Kaminholz. Auff\u00e4llig im Bioenergiedorf Lathen ist die hohe Anzahl angeschlossener \u00f6ffentlicher Geb\u00e4ude. Vom Rathaus \u00fcber verschiedene Schulen bis hin zur Kirche beziehen 25 \u00f6ffentliche Einrichtungen Biow\u00e4rme von der \u00f6rtlichen Genossenschaft. Der Ort setzt aber nicht nur auf Bioenergie, sondern geht die Energiewende ganzheitlich an: Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sind auch an Photovoltaik- und Windkraftanlagen beteiligt. Schlie\u00dflich hat die Samtgemeinde ein Leitbild Energie und ein Klimaschutzkonzept entwickelt und strebt CO2-Neutralit\u00e4t an.<\/p>\n<p>Unterma\u00dfholderbach (Baden-W\u00fcrttemberg)<\/p>\n<p>Das Bioenergiedorf Unterma\u00dfholderbach ist mit 98 Einwohnern in 25 Haushalten ein vergleichsweise kleines Bioenergiedorf. 2011 gr\u00fcndeten die Bewohner des am historischen Limes und in der N\u00e4he der Kreisstadt \u00d6hringen gelegenen Ortes eine GbR f\u00fcr den Betrieb einer Heizzentrale und eines Nahw\u00e4rmenetzes. 23 Haushalte sind gleichberechtigte Teilhaber und an das Nahw\u00e4rmenetz angeschlossen. Die W\u00e4rme liefern eine Biogasanlage und ein Holzhackschnitzelkessel. Im Sommer trocknet die GbR mit der \u00fcbersch\u00fcssigen Biogasw\u00e4rme regional erzeugte Hackschnitzel. Insgesamt deckt Unterma\u00dfholderbach seinen W\u00e4rmeverbrauch zu 100 Prozent aus Biomasse. Gleichzeitig erzeugt das Dorf zw\u00f6lfmal so viel Strom, wie es selbst verbraucht und tr\u00e4gt damit wesentlich zur regionalen Wertsch\u00f6pfung bei. Die Akteure von Unterma\u00dfholderbach sind in zahlreichen Netzwerken, vor allem im Forschungs- und Wissenschaftsbereich aktiv. Auch die Landesgartenschau 2016 ist bereits auf das Bioenergiedorf aufmerksam geworden und will es in ihr Konzept integrieren.<\/p>\n<p>Quelle: bmel.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Bioenergied\u00f6rfer 2014: Minister Schmidt gratuliert den Gewinnern des Wettbewerbs Die Gewinner des Wettbewerbs &#8222;Bioenergied\u00f6rfer&#8220; stehen fest. Dieses Jahr hatten sich bundesweit 27 Kommunen um eine der insgesamt drei Auszeichnungen beworben. Gewinner sind: Bechstedt in Th\u00fcringen, Lathen in Niedersachsen und Unterma\u00dfholderbach in Baden-W\u00fcrttemberg, ausgew\u00e4hlt von einer unabh\u00e4ngigen Jury. 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